Dynamics CRM Online, „Social Engagement“ und OLP

So läuft jetzt das Microsoft-Dynamics-Geschäft

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Die „Social Engagement“-Funktion in Microsoft Dynamics CRM lässt sich am Beispiel eines Pralinenherstellers erläutern.
Die „Social Engagement“-Funktion in Microsoft Dynamics CRM lässt sich am Beispiel eines Pralinenherstellers erläutern. (Bild: VBM-Archiv)

Änderungen in Hinblick auf die Lizensierung von Microsofts CRM-Software, neue Spezialisierungen und die Management-Funktion „Social Engagement“ werfen Fragen auf. Andreas Dutz, Business Group Lead bei Microsoft Dynamics, steht Rede und Antwort. Die „Social Engagement“-Funktionalität erläutert der Manager am Beispiel eines Pralinenherstellers.

Microsoft hat die Kundenbeziehungsmanagement-Software Dynamics CRM Online in das Open Licensing Program (OLP) aufgenommen. Was bedeutet das konkret für Kunden und Microsoft-Partner?

Andreas Dutz ist Business Group Lead bei Microsoft Dynamics.
Andreas Dutz ist Business Group Lead bei Microsoft Dynamics. (Bild: Microsoft)

Dutz: Es bedeutet, dass unsere Partner seit dem 1. Februar 2015 auch Dynamics CRM Online über das OLP vermarkten und wiederverkaufen können, um eigene Ertragsmodelle aus den Cloud-Angeboten rund um Microsoft Azure zu generieren. Über offene APIs und ein Dynamics CRM Entwickler-Kit (SDK) haben unsere Partner zudem die Möglichkeit, eigene Erweiterungen und Partnerlösungen für Dynamics zu entwickeln und über den Azure Marketplace zu vermarkten.

Seit März 2015 können Partner neue Cloud-CRM-Services anbieten. Insgesamt soll „die Cloud stärker in das Microsoft Partner Network (MPN) integriert werden“, hieß es in einer Ankündigung. Wie kann man sich das vorstellen?

Dutz: Wir wollen unseren Partnern einen einfachen und frühzeitigen Einstieg in das Cloud-Geschäft ermöglichen. Darum umfasst unser Angebot neben der erwähnten Möglichkeit, Dynamics CRM Online auch über OLP vermarkten zu können, auch die ab März verfügbare neue Kompetenz Cloud Customer Relationship Management. Cloud CRM baut dabei auf dem bestehenden Angebot rund um Office 365 und Microsoft Azure auf und ist ein weiterer wichtiger Schritt für alle Partner, die ihre Geschäftsmodelle komplett auf die Cloud und den bedeutendsten Wachstumssektor unserer Branche ausrichten wollen. Viele unserer klassischen Kompetenzen sind Hybrid-Kompetenzen: Microsoft Partnern stehen hier neben On-Premise-Lizenzen auch Cloud-Lizenzen zur Verfügung, genauso wie die Nutzung des technischen Cloud-Supports. Mit der neuen Kompetenz können die Cloud-Experten im Partner Netzwerk jetzt eine CRM-Qualifikation mit transparenten Kriterien erwerben, die ihre Sichtbarkeit im Markt deutlich erhöht und Kunden mehr Entscheidungssicherheit bei der Auswahl des richtigen Partners gibt. Darüber hinaus bietet das Microsoft Partner Network Partnerunternehmen aller Stufen die Möglichkeit, über Demo-Plattformen die Cloud-Lösungen von Microsoft kennenzulernen und an kostenlosen Webcasts im Bereich Sales, Marketing und Technik, sowie an der Cloud Profitability-Roadshow zu Geschäftsmodellen mit der Cloud teilzunehmen.

Was sich hinter Social Engagement verbirgt

Beim Management von Kundenbeziehungen werden in aktueller CRM-Software immer stärker soziale Medien eingebunden. Bei Microsoft Dynamics CRM läuft das unter dem Begriff „Social Engagement“. Welcher Ansatz wird hier verfolgt?

Dutz: Mit Microsoft Social Engagement, einer Azure-Anwendung für Dynamics CRM, können Unternehmen in eine viel direktere Interaktion mit dem Kunden treten. Mitarbeiter aus Vertrieb, Marketing und Service können neues Wissen aus Unterhaltungen in sozialen Netzwerken ziehen, in Dashboards und Grafiken visualisieren, Feedback in Echtzeit zu ihrer Marke, sowie zu Produkten, Mitbewerbern, Kampagnen und möglichen Problemfällen generieren. Microsoft Social Engagement erfasst in Echtzeit Daten von Social Media-Websites und bereitet sie in benutzerfreundlichen Diagrammen auf, anhand derer Anwender analysieren können, in welche Richtung sich die Kommentare entwickeln – positiv, negativ oder neutral. Zudem können sie jederzeit Detailinformationen und die Ursprungs-Posts zu diesen Daten aufrufen. Microsoft Social Engagement gibt es als Einzellösung, lässt sich aber auch nahtlos in Dynamics CRM integrieren und ist für Kunden mit mehr als zehn Professional-Lizenzen sogar bereits im Preis enthalten. Das Einrichten wie auch das Abrufen der Ergebnisse ist bewusst nicht-technisch gehalten und gibt damit dieses mächtige Werkzeug auch Anwender-Zielgruppen an die Hand, die bisher keinen direkten Zugang dazu hatten.

Können sie anhand eines konkreten Beispiels skizzieren, was „Social Engagement“ in der Praxis bewirkt? Nehmen wir einen Pralinenhersteller als Anschauungsbeispiel

Dutz: Ein Hersteller von Süßwaren fasst 2014 die Trends bei Formen, Füllungen, Überzügen und Dekoren in der Pralinenherstellung so zusammen: „Vollmilch, Herz, Karamell und Gold“. Um herauszufinden, welche Rolle diese Trends bei den Konsumenten tatsächlich spielen, bietet sich Social Engagement an, bei dem Posts in Social Media-Kanälen wie Twitter, Facebook, YouTube und Blogs in Echtzeit nach solchen Stichworten, nach populären Hashtags, nach regionaler Herkunft und Relevanz der Twitterer („Klout-Score“) sowie Bewertungen oder Tonalität der Posts durchsucht werden können. Diese Informationen lassen sich nicht nur über das eigene Unternehmen einholen, sondern auch über Mitbewerber. Die Ergebnisse lassen sich einfach grafisch aufbereiten und unterstützen sowohl die Planung von Produkten, als auch die Auswertung von Kampagnen. Zudem lassen sie sich per E-Mail verschicken, so dass Unternehmen unmittelbar auf Vorfälle, Trends oder Marktveränderungen reagieren können, etwa mit persönlichen Antworten oder Sonderverkaufsaktionen.

Unternehmensdaten auf jedem Endgerät

Moderne grafische Benutzeroberflächen & Responsive Design

Unternehmensdaten auf jedem Endgerät

11.05.15 - Unternehmensanwendungen wie CRM oder ERP werden künftig mit Bedienoberflächen versehen sein, die aussehen, als kämen sie von Amazon oder Facebook. Moderne Bedienelemente wie ein kreisförmiges Auswahlmenü wurden dieses Jahr schon vorgestellt, dank „Responsive Design“ kommen solche Anwendungen bald auch auf Smartwatches. lesen

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