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MarkMonitor über den Verkauf von gefälschten Waren im Internet und wie man sich davor schützen kann Sieben Best-Practice-Ansätze um Fälschern online Paroli zu bieten

| Autor / Redakteur: Frank Schulz / Florian Karlstetter

Während der Verkauf gefälschter Waren in der realen Welt – so ärgerlich das Phänomen auch sein mag – fast schon etwas antiquiert wirkt, stellt einen das Ökosystem der Online-Fälscher vor Herausforderungen, für die eine ganz spezielle Herangehensweise erforderlich ist.

Frank Schulz, Sales Manager bei MarkMonitor über Online-Fälschungen und wie man diesen begegnet.
Frank Schulz, Sales Manager bei MarkMonitor über Online-Fälschungen und wie man diesen begegnet.
( Archiv: Vogel Business Media )

MarkMonitor ist ein Unternehmen, das sich auf Brand Protection im Internet spezialisiert hat. Dieser Beitrag beschreibt sieben Best-Practice-Ansätze, wie man sich gegen Online-Fälscher und Plagiate im Internet schützen kann.

1. Globale Transparenz schaffen

Damit eine Marke das Ausmaß der Bedrohung durch Online-Fälscher nachvollziehen kann, muss das Problem zunächst transparent gemacht und quantifiziert werden. Wie wir gesehen haben, nutzen Online-Fälscher das gesamte Spektrum der Online-Kanäle. Das aber bedeutet, dass auch alle verfügbaren Kanäle überwacht und analysiert werden müssen, von B2B-Plattformen, Auktionsseiten und E-Commerce-Websites bis hin zu Foren und Social Media.

Die gute Nachricht dabei ist, dass nur zehn Online-Marktplätze 80 Prozent des gesamten Traffics dieses Handelsbereichs ausmachen. Beobachtet man also nur diese Marktplätze, hat man bereits einen beträchtlichen Traffic-Anteil im Blick. Da der Verkauf von gefälschten Waren über das Internet auf Technologie basiert, muss man mit den gleichen Waffen zurückschlagen: Technologie.

2. Online-Werbung überwachen

Natürlich ist es entscheidend, die Distributionskanäle der Fälscher zu identifizieren und zu eliminieren. Es ist aber so gut wie sicher, dass Fälscher sich immer wieder neue Vertriebskanäle suchen. Deshalb ist es wichtig, auch die werblichen Aktivitäten im Auge zu behalten, mit denen diese Kriminellen auf Kundenfang gehen.

Fälscher verwenden die etablierten und effektiven Werbemethoden und -techniken und setzen dabei auf den Wiedererkennungswert von Marken. Gesponserte Bannerwerbung gehört ebenso zu ihrem täglichen Gebrauch wie Links in sozialen Medien, Black Hat Taktik bei der Suchmaschinenoptimierung, Cybersquatting und Spam. So locken sie erfolgreich Besucher zu ihren illegalen Angeboten und schwächen damit gleichzeitig den ROI der Markeneigner. Die werblichen Aktivitäten der Kriminellen genau zu beobachten, ist somit entscheidend und gleichzeitig Voraussetzung für den nächsten Best-Practice-Ansatz.

3. Proaktive Maßnahmen ergreifen

Je weniger man sich um Fälscher kümmert, desto größer ist ihr Erfolg. Außerdem ist es eine bekannte Tatsache, dass sie sich andere, eher passivere Opfer suchen, wenn eine betroffene Marke den Kampf aufnimmt. Hat ein Markeneigner erkannt, wo die größten Bedrohungen liegen, ist eine aggressive Vorgehensweise die beste Strategie.

weiter mit: fünf gezielte Empfehlungen für die Ergreifung von Maßnahmen

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