Softshell Vendor Report 2019

Security as a Service wächst am stärksten

| Autor: Dr. Andreas Bergler

Security as a Service ist laut Softshell Vendor Report das am schnellsten wachsende Marktsegment bei den Security-Anbietern.
Security as a Service ist laut Softshell Vendor Report das am schnellsten wachsende Marktsegment bei den Security-Anbietern. (Bild: MH - stock.adobe.com)

Der Value Added Distributor Softshell veröffentlicht den „Vendor Report 2019“. Der Report, der schon zum fünften Mal in jährlicher Folge erscheint, gibt einen Überblick über den globalen Markt der Cybersecurity-Anbieter.

Wer sich einen Überblick über die Cybersecurity-Branche im Großen und Ganzen verschaffen will, hat viel zu tun: Der Security-Markt ist äußerst dynamisch, und es wimmelt nur so von Herstellern und Problemlösungs-Spezialisten. Man kann entweder selbst auf Webseiten von Messen, Spezialdistributoren, Systemhäusern und speziellen Security-Veranstaltungen, wie der „IT-SECURITY Management & Technology Conference“ der Vogel IT-Akademie, suchen oder sich einfach den aktuellen „Vendor Report 2019“ von Softshell herunterladen. Der Value Added Distributor (VAD) mit Hauptsitz in München und einer Dependance in Palo Alto, Kalifornien, veröffentlich nun schon zum fünften Jahr in Folge die groß angelegte Übersicht über den internationalen Cybersecurity-Markt.

Kommen und Gehen im Security-Markt

Die Zahl der gelisteten Hersteller liegt dieses Jahr noch knapp unter der 2.000er-Marke. Rund zehn Prozent der im Vorjahr aufgeführten Unternehmen sind aufgrund von Übernahmen oder Insolvenzen aus der Statistik rausgefallen. Trotzdem ist die Zahl der Hersteller im Report um rund 13 Prozent gestiegen. Innerhalb eines Jahres kam also rund ein Viertel neuer Security-Anbieter hinzu. Wie zu erwarten, ist nur ein Bruchteil aller weltweiten Akteure auch in Deutschland ernsthaft aktiv, nämlich zehn Prozent, wobei die Anzahl der Anbieter mit 13 Prozent Wachstum sich hierzulande ebenso steigerte wie weltweit.

Laut Softshell ist die Absicht, als Security-Hersteller verbindlich im deutschen Markt aktiv zu werden, meist leicht zu erkennen: Diese Firmen gründen eine Gesellschaft nach deutschem Recht, pflegen ihre Webseite auch in deutscher Sprache und stellen deutschsprachigen Support in der DACH-Region zur Verfügung. „Die Zahl der Glücksritter, die ein neues Produkt einfach mal auf den deutschen Markt werfen, aber sonst keine Ambitionen an den Tag legen, ist jedoch gleichbleibend hoch“, mahnt ­Gerald Hahn.

IoT, KI, SaaS und SOC

Knapp eine Seite im Report benötigen ­allein schon die Abkürzungen mit Erklärungen der technologischen Kategorien, in die die Autoren der Studie die gelisteten Anbieter einteilen. Dabei schälen sich allerdings klare Entwicklungen heraus: 15 Prozent aller Hersteller bieten bereits Lösungen zum Schutz von IoT- beziehungsweise IIoT-­Umgebungen (Industrial/Internet of Things).

Noch „nicht sehr weit entwickelt“ ist dagegen laut der Erhebung der Einsatz von KI (Künstliche Intelligenz) und ML (Machine Learning) im Security-Umfeld im deutschsprachigen Raum. Etwa neun Prozent der hier aktiven Hersteller setzen zwar in ihren Sicherheitslösungen nach eigenen Angaben auf KI, aber dabei handle es sich meist „um klassische, althergebrachte Funktionen, die in der Lösung bereits hinterlegt sind“, kritisieren die Autoren der Studie. „Echte KI-Innovationen werden vornehmlich im IIoT und im Rahmen von Industrie-4.0-Strategien an Fahrt gewinnen“, prognostiziert Gerald Hahn.

Stärkstes Wachstum beobachtet der VAD jedoch beim Thema „Security as a Service“ (SaaS). 37 Prozent aller Hersteller bieten inzwischen Lösungen auf SaaS-Basis (2018: 24 %), davon sind bereits neun Prozent reine SaaS-Anbieter. Erstmals gliedert sich deshalb der Report in zwei Teile. Während der erste Teil die klassischen Software- und Hardware-Anbieter behandelt, gibt der zweite Teil eine Übersicht über die SaaS-Anbieter. Einen weiteren Trend unter den Anbietern hat Softshell beim Thema ­„Security Operations Center“ (SOC) ausgemacht. Hersteller tendieren immer öfter dazu, SOC-Dienstleistungen mit im Portfolio zu führen. Sechs Prozent aller Hersteller sind hier vertreten.

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