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Neuer Cloud Applications Marketplace Savvis baut gemeinsam mit VMware das Cloud-Portfolio aus

Redakteur: Michael Hase

Der Service-Provider Savvis integriert den VMware Cloud Applications Marketplace in sein Angebot. Damit stehen Kunden des Infrastruktur-Spezialisten jetzt Anwendungen von mehr als 30 Anbietern zur Verfügung.

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Savvis-Geschäftsführer Donald Badoux ist offen für Partnerschaften mit deutschen Systemhäusern.
Savvis-Geschäftsführer Donald Badoux ist offen für Partnerschaften mit deutschen Systemhäusern.
(Michael Hase / IT-BUSINESS)

Savvis erweitert die Zusammenarbeit mit VMware. Der Hosting- und Service-Provider bietet seinen Kunden ab sofort Zugang zum neuen Cloud Applications Marketplace des Virtualisierungsspezialisten. Über die Plattform stehen Unternehmen zahlreiche Cloud-Anwendungen von mehr als 30 unabhängigen Software-Anbietern (ISVs) und Systemintegratoren bereit.

VMware hat den Marktplatz am 3. Dezember gelauncht. Eine offizielle Ankündigung dazu gab es in Deutschland nicht. Neben Anwendungen bietet der Hersteller darüber Software-Komponenten sowie Vorlagen, Referenzarchitekturen, Baupläne und andere Anleitungen an. Das Portfolio soll Kunden und Partner dabei unterstützen, sowohl Private- als auch Public-Cloud-Dienste bereitzustellen. Über den vFabric Application Director von VMware sollen sich die Anwendungen effizient verwalten lassen.

Savvis ist einer der ersten Partner, der den VMware-Marktplatz für sein eigenes Portfolio nutzt. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit längerem zusammen. Im VMware Service Provider Program (VSPP) hat Savvis inzwischen den Premium-Status, die höchste Stufe, erreicht. Außerdem ist das Enterprise-Angebot des Providers, das Virtual Private Data Center (VPDC), als vCloud Powered zertifiziert.

Mehr als 50 Rechenzentren weltweit

Savvis betreibt weltweit mehr als 50 Rechenzentren. Der Schwerpunkt des Providers, der seit 2011 zum US-amerikanischen Telco-Konzern Centurylink gehört, liegt auf der IT- und Netzwerk-Infrastruktur. Neben Cloud-Services, die für Kunden auch auf dedizierten Systemen betrieben werden, bietet das Unternehmen verschiedene Hosting- und Colocation-Dienste an.

Seit Mai dieses Jahres ist Savvis hierzulande mit einer Niederlassung in Frankfurt am Main vertreten. Dort baute das Unternehmen zugleich sein erstes deutsches Rechenzentrum auf, das Anfang Oktober in Betrieb ging.

Inzwischen bietet Savvis von Frankfurt aus nahezu das gesamte Portfolio an. Lediglich das Virtual Private Data Centre (VPDC) wird erst ab dem kommenden Frühjahr verfügbar sein.

Vertrieb über Partner

Savvis setzt in der Vermarktung auch auf den indirekten Kanal. Teile des Angebots können von Partnern als White-Label-Dienste unter ihrem eigenen Brand vertrieben werden. „Gerade in Deutschland ist das Partnergeschäft für uns ausgesprochen wichtig“, erläutert Donald Badoux, Managing Director Germany bei Savvis. Insbesondere Mittelständler würden beim Bezug von Cloud-Services eher mit lokalen Systemhäusern ins Geschäft kommen als mit internationalen Providern, beobachtet der Manager. Kontakte gebe es bereits zur Systemhausgruppe Bechtle.

„Wir sind in jedem Fall für Partnerschaften offen“, bekräftigt Badoux. Je nach Art der Zusammenarbeit sieht Savvis unterschiedliche Vergütungsmodelle vor. So erhalten Partner entweder eine Vermittlungsprovision („Agenten-Modell“) oder werden an laufenden Einnahmen beteiligt („Revenue-Sharing“).

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