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Unternehmen sollen Big Data von ERP und CRM auf virtuellen Karten visualisieren SAP will BusinessObjects-Analysen mit Googles Geodaten erleichtern

| Redakteur: M.A. Dirk Srocke

SAP will die Analysesoftware BusinessObjects und mobile Anwendungen um standortbezogene Funktionen von Google Earth und Google Maps ergänzen. Profitieren sollen von den per Google Maps API Premier um einen geographischen Kontext angereicherten Daten beispielsweise Telekommunikationsunternehmen, Finanzdienstleister oder Konsumgüterhersteller.

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Business Mashup: SAP will Synergien zwischen Unternehmens- und Anwendersoftware erschließen.
Business Mashup: SAP will Synergien zwischen Unternehmens- und Anwendersoftware erschließen.
( Archiv: Vogel Business Media )

SAP plant, künftig verstärkt mit Google zu kooperieren, um „Kunden die intuitive Verwaltung großer Datenmengen sowie deren visuelle Darstellung [zu] erleichtern“. Konkret sollen Unternehmensanwendungen über die Schnittstelle Google Maps API Premier auf virtuelle Karten der Dienste Google Maps sowie Google Earth zugreifen.

Im Vergleich zur regulären Google Maps API bietet die Premier-Version erweiterte Funktionen für Geokodierung sowie größere statistische Karten. Für SAP interessant sein dürfte zudem die Möglichkeit, mit der API kombinierte Anwendungen kostenpflichtig bereitzustellen.

In Kürze will SAP Software mit standortbezogenen Funktionen anbieten, darunter SAP-BusinessObjects-Lösungen und mobile Anwendungen. Bereits jetzt skizziert der Hersteller, wie Nutzer große Datenmengen (Big Data) übersichtlich visualisieren könnten:

  • Ein Telekommunikationsanbieter könnte mithilfe von Google Earth und SAP BusinessObjects Explorer die unterbrochenen Anrufe analysieren und damit defekte Sendemasten lokalisieren.
  • Eine Hypothekenbank könnte Risikobewertungen ihres Darlehensportfolios durchführen, indem sie unter anderem Informationen über Zwangsvollstreckungen via Google Maps mit den Standorten in Zusammenhang bringt, wo bisher Kredite vergeben wurden.
  • Die Kundenbetreuung eines Konsumgüterherstellers könnte mittels SAP StreamWork zusammenarbeiten und Kundenbeschwerden zielgenau lokalisieren, um leichter einen geeigneten Lösungsansatz zu finden.
  • Der Betreiber eines Freizeitparks könnte mithilfe von Google Maps API Premier und SAP-BusinessObjects-Lösungen jederzeit den Besucherandrang an den einzelnen Attraktionen erfassen, um die Besucher entsprechend umzuleiten – und könnte damit letztendlich die Kundenzufriedenheit steigern.

Durch die Kooperation mit Google will SAP weitere Synergien zwischen Unternehmens- und Anwendersoftware erschließen. Geschäftsanwender sollen demnach wichtige Entscheidungen aus der Perspektive mobiler Technologien und sozialer Medien treffen. Dabei hat das Unternehmen bereits in der Vergangenheit auf Google gesetzt. Im Vorjahr veröffentlichte SAP etwa die StreamWork Enterprise Edition über den Google Apps Marketplace.

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