Plattform Industrie 4.0 und IIC

SAP und Bosch arbeiten bei Software und Cloud-Technologien zusammen

| Redakteur: Sariana Kunze

Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner (links) und SAP-Vorstand Bernd Leukert (rechts) beim zweiten gemeinsamen Arbeitstreffen der Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortiums (IIC) in der SAP-Zentrale in Walldorf/St. Leon-Rot.
Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner (links) und SAP-Vorstand Bernd Leukert (rechts) beim zweiten gemeinsamen Arbeitstreffen der Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortiums (IIC) in der SAP-Zentrale in Walldorf/St. Leon-Rot. (Bild: Ingo Cordes, Bosch)

In der SAP-Zentrale in Walldorf/St. Leon-Rot trafen sich Ende September über 300 Expertinnen und Experten zum zweiten gemeinsamen Arbeitstreffen der Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortiums (IIC). Die Partner wollen die Kompatibilität ihrer Referenzarchitekturmodelle sicherstellen und gemeinsam Unternehmen den Zugang zu Testumgebungen erleichtern. Bosch und SAP haben hierfür eine Partnerschaft vereinbart.

Die Expertinnen und Experten aus den Bereichen Produktion, Kommunikation und Technologie diskutierten zentrale Herausforderungen der digitalisierten Produktion auf höchstem Niveau. Ein Thema war die Erprobung von Industrie 4.0-Anwendungen in speziellen Testumgebungen – sogenannten Testbeds. Die Testbeds sind sehr wichtig für Unternehmen, denn dort können sie Industrie 4.0-Anwendungen ohne Wettbewerbsdruck und mit geringen Risiken testen. Die Kooperationspartner arbeiten im Bereich Testbeds unter anderem mit dem Labs Network Industrie 4.0 zusammen, die von Akteuren der Plattform Industrie 4.0 gegründet wurde. Die eigens zu diesem Thema einberufene Joint Task Group „Testbeds“ erarbeitete in Walldorf Ideen, wie internationale Testumgebungen gemeinsam gestaltet werden können. Besonderes Augenmerk soll dabei auf Angeboten für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) liegen. Zudem möchten die Experten die praktischen Erfahrungen aus den Tests systematisch zur Weiterentwicklung und Verbindung der bereits etablierten Referenzarchitekturmodelle RAMI 4.0 und IIRA nutzen.

Referenzarchitekturmodelle RAMI 4.0 und IIRA verbinden

„Die Plattform Industrie 4.0 hat bereits wichtige Meilensteine erreicht“, erklärte Henning Banthien, Leiter der Geschäftsstelle Plattform Industrie 4.0. „Wir haben das weltweit anerkannte Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 entwickelt, 250 Beispiele von Industrie 4.0-Anwendungen gesammelt, die insbesondere mittelständischen Unternehmen eine wichtige Orientierung bei der Realisierung ihrer Ideen geben, und harmonisieren mit dem Standardization Council i4.0 sowie dem Labs Network Industrie 4.0 die Normierungsprozesse. Gemeinsam mit unserem starken Partner, dem Industrial Internet Consortium, wollen wir ideale Rahmenbedingungen für Anwendertests schaffen und eine internationale Interoperabilität der Systeme sicherstellen.“

Dr. Richard Soley, Geschäftsführer des IIC, fügte hinzu: „Das Industrial Internet Consortium ist eine Drehscheibe der internationalen und regionalen Bemühungen geworden, die Einführung von IoT-Technologie in vielen Branchen zu beschleunigen – einschließlich von Gesundheitswesen, Transport, Energie, Produktion und sogar Regierungsdiensten. Unsere erste und immer noch stärkste Zusammenarbeit besteht mit der Plattform Industrie 4.0. Die Akteure der Plattform haben herausragende Arbeit auf dem Gebiet geleistet. Wir kollaborieren in vielen Bereichen, einschließlich Architektur, Interoperabilität und Sicherheit sowie Testfeld-Entwicklung und Evaluierung."

SAP und Bosch machen sich für Software und Cloud-Technologien stark

Das gemeinsame Vorgehen von SAP und Bosch soll unter anderem Fertigungs- und Logistikprozesse beschleunigen und die Sicherheit sowie Qualität von Produkten und Services für Kunden erhöhen. „Um die großen Potenziale der vernetzten Industrie noch besser auszuschöpfen, müssen internationale Unternehmen stärker als bisher und mit offenen Standards kooperieren“, sagte Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner zur Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung (Memorandum of Understanding). „Neue Lösungen mit hohem Kundennutzen entstehen nur, wenn Unternehmen sich auf ihre Stärken und Kernkompetenzen konzentrieren und gleichzeitig ihre jeweiligen Kräfte bündeln“, ergänzte Bernd Leukert, Mitglied des Vorstands der SAP, verantwortlich für Produkte und Innovation.

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