Sapphire 2016: die Produktstrategie von SAP im Fokus

SAP setzt auf Digital Enterprise und Hybrid Cloud

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SAP HANA Cloud Platform mit API Business Hub

Bernd Leukert, SAP-Vorstandsmitglied für Produkte und Innovation.
Bernd Leukert, SAP-Vorstandsmitglied für Produkte und Innovation.
(Bild: © Michael Matzer)

Bernd Leukert, der im globalen Vorstand für Produkte und Innovation zuständig ist, kündigte eine schon lange erwartete Öffnung der SAP HANA Cloud Platform (HCP) an. Zunächst gibt es mit dem API Business Hub einen zentralen Servicekatalog, auf den Kunden und Partner für die Entwicklung eigener Apps zurückgreifen können.

„Kunden, Partner und Entwickler werden den Hub nach verfügbaren Business Services durchsuchen, neue Business Services im Hub veröffentlichen und in Zusammenarbeit mit anderen innovative Business Services entwickeln und austauschen können“, so Leukert in seiner reich bebilderten Keynote. Zudem wird die HANA Cloud Integration (HCI) die zentrale Integrationstechnologie bereitstellen, um neue Anwendungen mit dem bestehenden Lösungsportfolio zu verbinden.

Eine Chance für Open Source

Am API Business Hub sollen künftig auch Open Source-Apps aus CloudFoundry andocken dürfen, kündigte Leukert an. Ganz konkret heißt das laut Presseinformation: „Zur Unterstützung von offenen Systemen und Open-Source-Software in der Cloud hat SAP die Betaversion von SAP HANA Cloud Platform, die Starter-Edition für Cloud-Foundry-Services, veröffentlicht. Die Betaversion unterstützt verschiedene Cloud-Foundry-Buildpacks und Services, darunter Java, Node.js, HTML5, MongoDB, Redis, PostgreSQL und RabbitMQ. Diese Services, die über das SAP-HCP-Cockpit verfügbar gemacht werden, sollen Entwicklern helfen, neue und innovative Anwendungen auf Basis von Cloud Foundry zu erstellen, die auf der HANA Cloud Platform ausgeführt werden.“ Hinzu kommen die oben erwähnten SAP Fiori Cloud Edition Apps und selbstredend auch Erweiterungen für SAP S/4HANA.

SAP AppCenter mit Anwendungen von über 400 Partnern

Um all diese bunte Vielfalt künftig verwalten zu können, steht das SAP HANA AppCenter quasi Gewehr bei Fuß. Dort sind bereits Anwendungen von über 400 Partnern zu finden. Hier wurden die Navigation und die Sortierung verbessert. Partner können Apps selbst veröffentlichen. Zudem sind Website-Besucher in der Lage, nutzerbasierte Pakete für die HCP über den einfachen digitalen Kauf im SAP Store sofort bereitzustellen. Man sieht: Alles wird nun schneller gehen.

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„Für unser umfangreiches Kunden- und Partnernetz ist es von entscheidender Bedeutung, Transformation und Innovation in der Cloud voranzutreiben“, so Björn Goerke, Executive Vice President und Corporate Officer der SAP SE. „Die neuesten Updates der SAP HCP geben Unternehmen die Flexibilität, Wahlfreiheit und Effizienz, die sie brauchen, um in allen Geschäftsbereichen innovativ zu bleiben und Wachstum zu fördern.“

Nicht mehr Zukunftsmusik

Während eine neue Cloud-Anwendung für Healthcare und die geplante Integration von SuccessFactors, Fieldglass, Concur und Ariba auf ein gewisses Achtungsinteresse stießen, trauten die rund 20.000 Besucher ihren Augen kaum, als Hasso Plattner die kommenden Anwendungen vorführen ließ. Nachdem der nunmehr allgemein verfügbar gewordene „Digital Boardroom“ Echtzeitdaten mobil darstellen kann, sollen im Laufe des Jahres die Finanzanwendungen „SAP RealSpend“ und „SAP Financial Statement Insights“ folgen. Sie sind ebenso kinderleicht zu bedienen, verschaffen aber rasche Einsichten.

Für eine gewisse Verblüffung sorgte indes die Demo von „SAP Knowledge Workspace“, bei der gezeigt wurde, wie sich unterschiedlichste Informationen zu sinnvollen Aussagen in Echtzeit und mobil auf einem Touchscreen verknüpfen lassen. Die Info-Quellen werden auf dem Touchscreen einfach mit dem Finger zueinander geschoben. So will Plattner beispielsweise auch Lebensläufe aus digitalen Bewerbungsunterlagen rasch auswerten und mit offenen Stellen verknüpfen lassen, um geeignetes Personal schneller zu finden. Alle vier Mashup-Anwendungen laufen auf dem erwähnten API Business Hub und der HCP.

Summa summarum

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, verkündete Plattner stolz. Damit meinte er vor allem den langen Turnaround seines SAP-Supertankers zu einem wendigen Cloud-Schlachtschiff, das es mit den Rivalen Oracle und Salesforce.com aufnehmen können soll – nicht zuletzt in Form zweistelliger Wachstumszahlen. Dafür hat sich der Firmenmitgründer den Beistand großer Cloud-Platzhirsche wie Microsoft, IBM, Google und Apple gesichert.

„Mit inzwischen 3.200 Kunden und rund tausend laufenden Projekten ist SAP S/4HANA sehr gut aus den Startlöchern gekommen“, so Plattner, „wenn auch die Umsetzung der Projekte nicht so schnell geht, wie die Aufträge reinkommen.“ Das bedeutet aber für SAP-Partner nur Gutes: Sie können hier gewinnbringend einsteigen. Für SAP-Kunden gibt es einen vierstufigen Migrationspfad für die Software-Konvertierung auf SAP S/4HANA, und mit SAP S/4HANA Value Assurance Service Packages (VASP) eine Selbstverpflichtung der Walldorfer, mit SAP S/4HANA Qualität und Mehrwert zu liefern.

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