Besucherrekord auf der Dreamforce

Salesforce mit zahlreichen Neuerungen im Gepäck

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Florian Karlstetter

Mega-Event von Salesforce in San Francisco: Der Bogen über dem Eingang zum Dreamforce-Campus, der alle drei Moscone-Center-Hallen umfasste. Dort fanden dieses Jahr rund 170.000 Besucher Platz.
Mega-Event von Salesforce in San Francisco: Der Bogen über dem Eingang zum Dreamforce-Campus, der alle drei Moscone-Center-Hallen umfasste. Dort fanden dieses Jahr rund 170.000 Besucher Platz. (© Michael Matzer)

Salesforce möchte nächstes Jahr der viertgrößte Softwarehersteller werden und einen Umsatz von 6,6 Mrd. Dollar erzielen. Das verkündete CEO und Mitgründer Marc Benioff auf der Kundenkonferenz Dreamforce, die vom 14. bis 18. September in San Francisco stattfand.

170.000 Besucher machten die jährlich stattfindende Kundenkonferenz in San Francisco zu einem Mega-Event, auf dem Salesforce-Chef Marc Benioff eine Reihe an Neuheiten vorstellte.

Die Salesforce Customer Success Platform besteht derzeit aus Sales Cloud, Service Cloud, Marketing-, Community- und Analytics Cloud. Nächstes Jahr soll dann die IoT Cloud hinzukommen. Sie wird von Thunder, einer skalierbaren, Echtzeit-Event-Processing-Engine unterstützt und soll Milliarden von Ereignissen mit Salesforce verbinden. Thunder ist nach den Worten von Parker Harris, dem Entwicklungschef, eine Kombination aus Messaging Bus, Rules Engine, zahlreichen Konnektoren und einer Machine-Learning-Komponente. „Wir nutzen Hadoop Hbase, die Datenbank Postgres und weitere Opensource-Komponenten.“

Salesforce kündigt IoT Cloud an

Sensoren liefern Basis individueller Angebote

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17.09.15 - Die Salesforce IoT Cloud soll das Internet der Dinge in ein Internet der Kunden verwandeln – Sensordaten bilden dabei die Grundlage für individuelle Angebote. lesen

Mit den Werkzeugen der IoT Cloud soll es Anwendern möglich sein, ohne Codieren IoT-Anwendungen zu erstellen. Damit ließen sich, so Harris, etwa Kühlcontainer auf dem Transport überwachen oder ein E-Mobil von Tesla rundum auf Serviceinformationen abfragen. Allgemein verfügbar wird die IoT Cloud allerdings erst in der zweiten Hälfte 2016.

Partnerschaft mit Microsoft

Microsoft ist in dieser Hinsicht bereits viel weiter und bietet auf seiner Cloud-Plattform Azure bereits IoT-Funktionen für Events und Streams an. Was für ein Glück - oder Absicht - also, dass Microsoft der neue große Partner von Salesforce geworden ist. Satya Nadella, der CEO der Redmonder, zeigte auf der Keynote, wie sich Office 365 und das neue Office 2016 mit Salesforce Sales Cloud integrieren lassen.

Die beiden Marktführer wollen neue Lösungen bieten, die Salesforce mit Skype for Business, OneNote, Delve und Windows 10 integrieren. Damit sollen sich Unternehmen einfacher mit ihren Kunden verbinden und effektiver zusammenarbeiten können. Salesforce App für Outlook, die mit Outlook 2013 und Office 365 funktioniert, sowie Salesforce1 Mobile App für Microsoft Office gibt es ja bereits seit 2014.

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03.11.14 - Salesforce.com und Microsoft präsentieren die gemeinsam entwickelten Lösungen "Salesforce1 für Windows", "Salesforce for Office" sowie die Integration von Salesforce in Power BI für Office 365 und Excel. lesen

Demnach will Salesforce Skype for Business (zuvor Lync) und OneNote in seine neue Lightning Experience integrieren. Mit Hilfe von Office Graph, einem offenen Ökosystem für Datenaustausch, Zusammenarbeit und Finden von Informationen, können Nutzer von Office 365 künftig Salesforce-Inhalte in Office Delve ansehen und entdecken. Dazu gehören Vertriebschancen, Kundenkonten und Service-Fälle. Die Lösung soll in der zweiten Jahreshälfte 2016 erhältlich sein. Salesforce wird hierzu auch eine Windows 10 App bieten.

Analysen auf der Apple Watch

Die bereits in Deutschland vorgestellte Analytics Cloud bekommt laufend Zuwachs. Insbesondere die grafische Komponente Wave Analytics wird hinsichtlich des Dashboards und der Visualisierungsmöglichkeiten ausgebaut. Durch eine Vielzahl neuer Apps von ISV-Partnern ist Wave Analytics nun auch für neue Geschäftsbereiche und Branchen nutzbar.

Stephanie Buscemi, COO für die Analytics Cloud, demonstrierte, dass die Analysen und Darstellungen vor allem für einsichtgestützte Handlungen geeignet sind und in erster Linie auf Tablets und Smartphones genutzt werden sollen. „Analytics Cloud eignet sich für jede Branche und jede Fachabteilung.“ Beim Pharmakonzern Merck sei sie ebenso im Einsatz wie beim Content-Delivery-Spezialisten Akamai.

Die für den Benutzer wichtigsten Aspekte sind die Komponenten aus Lightning Experience, die die Benutzeroberfläche und die Entwicklung von Reports und Dashboards betreffen, sowie Sales Wave, mit dem sich Charts interaktiv nutzen lassen. Die Stichworte lauten: „Sell smarter, go faster und service better“ - womit die Fachteilungen Sales und Service angesprochen sind. Das Marketing muss auf diese neuen Funktionen noch etwas warten.

Für Sales gibt es nun Wave Mobile für Tablets usw. sowie Wave Actions. Mit den ab Oktober 2015 verfügbaren Wave Actions können Benutzer direkt aus dem jeweiligen Dashboard heraus Aktionen anstoßen. Durch die Integration mit Salesforce werden die Wave Actions automatisch dem jeweiligen Datensatz in Salesforce zugewiesen. Im Notfall lässt sich direkt aus der (mobilen) Dashboard-App heraus eine entsprechende Handlungsanweisung an den zuständigen Kundenbetreuer senden, ohne die Anwendung wechseln zu müssen.

Zu den mobilen Endgeräten, die Echtzeit-Infos anzeigen, zählt auch die Apple Watch. Salesforce brüstet sich damit, der einzige BI-Anbieter für diese „Plattform“ zu sein, was nicht ganz stimmt, denn IFS Applications und Sage usw. unterstützen ebenfalls die Apple Watch. Dieses Endgerät lässt sich mit Sales- und Service Cloud nutzen.

Da keine Codierung nötig ist, sondern die Anwendung lediglich konfiguriert und mit Komponenten wie Dashboards, Reports und Sichten versehen werden muss, haben auch relativ ungeschulte Nutzer die Möglichkeit, damit schnell zu neuen Einblicken zu gelangen. Das ist besonders für Wohltätigkeits-, Tierschutz- und Nichtregierungs-Organisationen bei ihren Aktionen von Vorteil. Die Wave Embedded Dashboards sind ab sofort mit jeder Wave-Lizenz verfügbar.

Vijay Chakravarthy, der CEO der Analytics Cloud, kündigte die Marketing Wave an und stellte 13 Partner vor, bei denen die Wav e-Apps gerade in der Pilotphase sind, darunter FinancialForce, Vlocrity, Apttus, SteelBrick und SpringML. „Salesforce zählt derzeit rund 2,3 Millionen registrierte Entwickler, was einem Zuwachs von 28 Prozent gegenüber der Dreamforce 2014 darstellt“, sagte er. Die Trailhead-Marketing-Kampagne (siehe Foto) sei eine sehr erfolgreiche Schulungskampagne für Entwickler und solche, die es werden wollen.

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