Experten-Statement zum Thema Software as a Service SaaS – sind Lösungen aus der Steckdose im Mittelstand angekommen?

Autor / Redakteur: Dr. Nikolaus Krasser * / Florian Karlstetter

Die aktuellen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nur elf Prozent der mittelständischen Unternehmen setzen sich derzeit aktiv mit Cloud Computing auseinander. Trotz eines jährlichen Wachstums von rund 40 Prozent, wird es voraussichtlich noch gute fünf Jahre dauern, bis mehr als die Hälfte der mittelständischen Unternehmen SaaS-Lösungen im Einsatz haben.

Software as a Service im Mittelstand – eine Bestandsaufnahme von Dr. Nikolaus Krasser, Vorstand der Pentos AG.
Software as a Service im Mittelstand – eine Bestandsaufnahme von Dr. Nikolaus Krasser, Vorstand der Pentos AG.
( Archiv: Vogel Business Media )

Dabei sind gerade Mittelständler gut beraten, sich schon heute aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn die Vorteile, die sich durch Cloud Computing erschließen lassen, liegen auf der Hand:

Von einer Kostenersparnis beispielsweise profitieren Firmen von Anfang an: Der Kauf und die Konfiguration von Hardware entfallen. Die niedrigen Anschaffungskosten sorgen wiederum für eine geringere Kapitalbindung. SaaS-Lösungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf einer einheitlichen Plattform basieren. Viele Kunden teilen sich also eine Technologie und profitieren voneinander: Wird für einen Kunden eine zusätzliche Funktion programmiert, steht diese optional auch allen anderen Usern zur Verfügung.

Im Vergleich zu traditionellen Modellen lassen sich bei SaaS-Lösungen somit deutlich einfacher neue Funktionalitäten aufschalten. Analog können einzelne Features ohne großen Aufwand deaktiviert werden. Dies fällt gerade bei mittelständischen Unternehmen, deren IT-Abteilung meist überschaubar ist, ins Gewicht.

Entlastung bei Software-Updates

Ebenso komfortabel wie neue Funktionalitäten verfügbar sind, lassen sich Aktualisierungen wie Security-Updates bewältigen. Diese werden beim On-Demand-Modell zentral vom Anbieter eingespielt. IT-Verantwortliche im Unternehmen werden aber nicht nur bei Aktualisierungen entlastet. Die Implementierung der Software ist innerhalb weniger Wochen möglich und nimmt nicht mehrere Monate in Anspruch. Eine Kapazitätenplanung für eigene Server, Backups oder die Wiederherstellung von Daten gehören außerdem der Vergangenheit an. Da SaaS-Lösungen typischerweise konfiguriert statt programmiert werden, reduzieren sich nicht zuletzt die Kosten für Anpassungen und Release-Upgrades.

weiter mit: Treiber von SaaS sind Management und Fachabteilung gleichermaßen

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