Plattform zum Entwickeln und Testen von Applikationen

Red Hats PaaS-Plattform OpenShift Enterprise 2.0 angekündigt

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Florian Karlstetter

Red Hat OpenShift ist eine Plattform zum Entwickeln und Testen von Applikationen, unterstützt zahlreiche Programmiersprachen und nutzt das SELinux subsystem um vorkonfigurierte Security-Layer bereitzustellen.
Red Hat OpenShift ist eine Plattform zum Entwickeln und Testen von Applikationen, unterstützt zahlreiche Programmiersprachen und nutzt das SELinux subsystem um vorkonfigurierte Security-Layer bereitzustellen. (Bild: Red Hat)

Red Hats auf dem 2011´ er Summit in Boston 2011 vorgestellte offene PaaS-Umgebung zur Anwendungsentwicklung OpenShift ist inzwischen in drei Ausbaustufen Online, Enterprise und Origin verfügbar, wobei Red Hat jüngst eine neue Version 2.0 der Private-Cloud-Variante OpenShift Enterprise angekündigt hat, die mit Node.js jetzt eine weitere Programmierplattform unterstützt.

OpenShift ist eine Plattform zum Entwickeln und Testen von Applikationen und unterstützt zahlreiche Programmiersprachen wie Java, Ruby, PHP, Python oder Perl und Frameworks, darunter Spring, Seam (mit Weld und CDI), Java EE, Rails, Rack, Symfony, Zend, Django oder Twisted, welche das Entwickeln von Software zusätzlich beschleunigen.

Zur Datenspeicherung kann OpenShift auf Datenbankmanagementsysteme wie MySQL, SQLite oder MongoDB zurück greifen. Zudem können Nutzer Tools wie Maven, Git oder Jenkins einbinden und eigenständig entwickelte Werkzeuge in so genannte „Cartridges“ unterbringen.

OpenShift nutzt den Interoperabilitätsstandard Deltacloud und ist im Großen und Ganzen aus der im Jahr 2010 erfolgten Übernahme des PaaS-Startups Makara samt deren Software durch Red Hat hervor gegangen. Die ursprünglichen Open-Source-Version von OpenShift hört auf den Namen OpenShift Origin. Der Platform-as-a-Service (PaaS) ist nach wie vor Fundament und Entwicklungsgrundlage von OpenShift Online und OpenShift Enterprise.

OpenShift Online

OpenShift Online ist die kommerzielle Version der PaaS in der Public Cloud und in Europa seit Juni diesen Jahres offiziell in einer stabilen Version mit vollem Support-Umfang verfügbar. OpenShift Online läuft auf Basis von Red Hat Enterprise Linux einschließlich SELinux zur Absicherung der einzelnen Konten in Amazons Web Service (AWS). Gegenüber vergleichbaren Angeboten von Microsoft (Windows Azure) oder Google (AppEngine) grenzt sich Red Hats öffentliches PaaS-Angebot vor allem durch die Breite und Anzahl unterstützter Frameworks, Idiome und Datenbanken ab. Laut Red Hat verbucht OpenShift Online seit der ersten Beta-Version weit über eine Million Anmeldungen.

OpenShift Enterprise

Mit OpenShift Enterprise können Unternehmen oder RZ-Betreiber den PaaS-Dienst relativ einfach in ihre eigene Infrastruktur integrieren und Ihren Entwicklern oder Kunden Entwicklungs-Instanzen zuweisen. So können zum Beispiel Unternehmen, die eigene Anwendungen entwickeln, testen und betreiben, dieses standardisiert und automatisiert tun, ohne sich um das Bereitstellen der erforderlichen Frameworks, Entwicklungsumgebungen und Werkzeuge kümmern zu müssen.

Die Anwendungsentwicklung mit OpenShift Enterprise kann wahlweise im Browser, über ein CLI oder mit Hilfe der Eclipse-IDE erfolgen. Mit Veröffentlichung der Version 1.1 im Februar dieses Jahres (OpenShift Enterprise 1.0 ist offiziell seit November 2011 verfügbar) stellt Red Hat ein Referenzdokument zur Verfügung, in dem der Open-Source-Marktführer detailliert erläutert, wie Unternehmen eine verteilte OpenShift-Unternehmensumgebung installieren und mit Hilfe von OpenShift Anwendungen entwickeln und verteilen können. OpenShift Enterprise setzt auf eine Reihe weiterer Red Hat-Technologien wie Red Hat Enterprise Linux, den Java-Applikationsserver JBoss Enterprise Application Plattform und OpenShift Origin auf. OpenShift Enterprise ist für Java EE 6 zertifiziert. Ferner unterstützt OpenShift Enterprise wie auch OpenShift Online Security-Enhanced Linux (SELinux), verfügt aber gegenüber OpenShift Origin über eine mandantenfähige Architektur.

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