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Launch der Virtualisierungsplattform RHEV 3.0 Red Hat: Vom Linux-Distributor zum Technologie-Provider für die Cloud

| Redakteur: Michael Hase

Der Open-Source-Anbieter Red Hat wurde ursprünglich mit seiner Linux-Distribution identifiziert. Inzwischen bietet das Unternehmen aber weit mehr an: nicht zuletzt eine Virtualisierungsplattform und Software für die Cloud. Konkurrierte Red Hat in der Vergangenheit mit Suse um die führende Linux-Plattform, so heißt der Hauptwettbewerber heute VMware.

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Red Hat verwendet seit der Gründung im Jahr 1993 das gleiche Corporate Design.
Red Hat verwendet seit der Gründung im Jahr 1993 das gleiche Corporate Design.

Nur der Shadow Man mit dem roten Hut ist gleich geblieben. Seit der Gründung im Jahr 1993 hat Red Hat das Corporate Design kein einziges Mal verändert. Ansonsten sieht das heutige Unternehmen dem Start-up der 90er-Jahre aber nur noch von ferne ähnlich.

Ursprünglich angetreten mit einer Linux-Distribution, spielt das offene Betriebssystem für den Open-Source-Anbieter zwar immer noch eine wichtige Rolle. Aber Linux ist längst nicht mehr die einzige Säule des Geschäfts. Inzwischen gehören zum Portfolio von Red Hat auch Middleware, eine Virtualisierungsplattform, Storage-Software und nicht zuletzt Management-Tools für die Cloud sowie eine „Platform as a Service“ (PaaS) für Entwickler (siehe „Ergänzendes zum Thema“).

Momentan fiebert das Unternehmen dem Launch der Plattform Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) 3.0 entgegen, deren endgültige Version in wenigen Tagen veröffentlicht wird. Im Beta-Status ist die Software bereits seit dem vergangenen August verfügbar. Wen der Anbieter mit RHEV 3.0 herausfordert, verkündet er auf der Homepage in großen, roten Buchstaben: „Red Hat ist Ihre Alternative zu VMware“. Vorbei die Zeiten, als das US-Unternehmen vor allem mit dem deutschstämmigen Rivalen Suse um die führende Linux-Plattform konkurrierte. Wettbewerber sind heute andere.

Zeit für den Angriff

Den Zeitpunkt für einen Angriff auf den Marktführer hält Werner Knoblich, EMEA-Chef von Red Hat, für günstig: „Der Markt ist hungrig nach einer Alternative zu VMware.“ Nach Knoblichs Worten fürchten Kunden und Technologiepartner des Virtualisierungspioniers, der werde zu dominant. Denn langfristig wolle VMware „die Rechenzentren komplett beherrschen“.

Bei RHEV 3.0 handelt es sich um eine vollständige Virtualisierungsplattform mit Management-Tools für Server und Desktops. Mit der Server-Edition lassen sich virtuelle Rechenzentren, Cluster, virtuelle Maschinen sowie Netzwerk- und Speicher-Ressourcen verwalten. Funktionen wie Hochverfügbarkeit und Live-Migration werden natürlich unterstützt.

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