Suchen

Offene und um 30 Prozent günstigere versus proprietäre Virtualisierung Red Hat mit neuen Services für offene, hybride Clouds

| Autor / Redakteur: Berngard Schoon / Ulrike Ostler

Als Alternative zu VMware positioniert Red Hat das Update von Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) und weitere Cloud-Bundles. Mit der Vorstellung der jüngsten RHEV-Version 3.1 enden zwei turbulente Wochen für das Unternehmen, in denen insgesamt vier neue Produkte präsentiert wurden.

Firma zum Thema

Aufbau des Cloud-Stack bei Red Hat.
Aufbau des Cloud-Stack bei Red Hat.
(Bild: Red Hat)

Vom Wettbewerb im Marktsegment der Server-Virtualisierung profitieren vor allem Unternehmen, die sich für eine Multivendor-Strategie mit Komponenten von mehreren Herstellern entscheiden. So könnten sich Anwender mit VMware auch an den Open Source Produkten von Red Hat orientieren, um mehr Performance mit Unix-basierter Legacy-Hardware zu erhalten.

Die Freigabe von RHEV 3.1 verfolgt eine klare Zielvorgabe: In hybriden Clouds mit Hosts, virtuellen Maschinen, Netzwerken und Storage-Komponenten in einer Größenordnung von über 500 Hosts oder 10.000 Endgeräten sollten sich IaaS-Anwendungen (Infrastructure-as-a-Service) eigenständig einrichten und administrieren lassen.

Ergänzt wird RHEV 3.1 um „Cloud Forms 1.1“, dessen erste Version bereits im Juni dieses Jahres im Rahmen des Red Hat Summit in Boston präsentiert worden war. Der Anwender kann damit mehrere Virtualisierungs-Plattformen oder Private Clouds mit Public-Cloud-Ressourcen kombinieren und Updates über mehrere Systeme hinweg bereitstellen. Die Anwendungen lassen sich wahlweise in der Cloud oder auf Rechnern in der eigenen Infrastruktur betreiben

Cloud- Forms und RHEV in erschiedenen Ausführungen

Die neue Version Cloud Forms 1.1 unterstützt LDAP und arbeitet mit mehreren Identity-Management-Lösungen, darunter „Microsoft Active Directory“ oder „Red Hat Identity Management“. Mit dem neuen „Content Searching“ lassen sich Inhalte innerhalb der Application-Lifecycle-Umgebung schneller suchen.

Für offene Hybrid-Clouds sind zwei weitere Cloud-Lösungen erhältlich:

  • Der „Red Hat Hybrid Infrastructure-as-a-Service“ (IaaS) bietet die Software-Komponenten zum Aufbau einer hybriden Cloud-Umgebung, darunter Red Hat Virtualization, ein hybrides Cloud Management Framework mit Red Hat Cloud Forms, „Red Hat Enterprise Linux“ (RHEL) als Gast-Betriebssystem, sowie der Abruf zusätzlicher Rechenleistung von einem durch Red Hat zertifizierten Public Cloud Provider.
  • Die "Red Hat Cloud" lässt sich mit dem Virtualization Bundle für komplexere Cloud- und Virtualisierungs-Projekte erweitern. Die Software ermöglicht das Virtualisierungs-Management sowie die Organisation und Steuerung der Cloud mit virtuellen Maschinen und Application Lifecycle Management. Das Paket setzt sich aus Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) und Cloud Forms zusammen.

Neu ist auch der Cloud-Service "Open IaaS Architecture". Der Dienst wurde zum Aufbau einer privaten oder Hybrid-Cloud entwickelt und ermöglicht die Definition, Entwicklung und Umsetzung von Cloud- und Virtualisierungs-Projekten. Das Ziel sind offene, skalierbare IaaS-Anwendungen, zu denen Red Hat auch die Dokumentation und Best-Practice-Leitfäden bereitstellt.

REHV für SAP zertifiziert

Nachdem Red Hat seit 15 Jahren eine Allianz mit SAP betreibt, wurde RHEV 3.1 nun für den Einsatz mit SAP-Lösungen zertifiziert. Dadurch können SAP-Anwendungen auf physischen Servern unter Red Hat Enterprise Linux, in virtualisierten Umgebungen oder in der Cloud eingesetzt werden. Zur Zielgruppe gehören Finanz-Dienstleister oder Retail-Organisationen mit siebenstelligen Kundenzahlen.

Dass der Open Source Ansatz mit RHEV auch preislich eine Alternative ist, erläutert Frederik Bijlsma, EMEA Business Unit Manager bei der Cloud Business Unit von Red Hat: „Da Red Hat ein Abrechnungsmodell über die Anzahl der Sockets praktiziert, zahlt der Anwender rund ein Drittel der Gebühren für proprietäre Virtualisierungs-Lösungen."

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:37237750)