Suchen

Mit OpenStack und x86 als Grundlage in die Zukunft

Red Hat eröffnet Cloud Innovation Lab in München

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Das Node-basierte Rechenzentrum

Diese wiederum erlaube, dass Rechner-Knoten sehr schnell ihre Ausrichtung ändern können – heute aktive als Storage-Knoten, morgen als Networking oder Computing-Node. Unabdingbar für diese Art des Rechenzentrumsbetriebs sei, so Knoblich, eine einheitliche Hardware-Architektur.

Intel unterstützt das Lab mit aktueller Server-Hardware. Es findet sich aber auch ein "Power7"-System im Einbau.
Intel unterstützt das Lab mit aktueller Server-Hardware. Es findet sich aber auch ein "Power7"-System im Einbau.
(Bild: Ostler)
Die aber könne nur x86-basiert sein. Knoblich: „Die Entscheidung für die Hardware-Architektur ist längst zugunsten von x86 gefallen.“

Das aber macht Intel zu einem idealen Partner, unter anderem für das Grasbrunner Lab, betonen Knoblich und Christian Lamprechter, Managing Director und Country Manager Central Europe bei der Intel GmbH. Die Intel-Motivation in das Labor zu investieren erläutert Lamprecht wie folgt: „Da wir unsere Produkte indirekt verkaufen, liefert uns das Labor die Chance, am Feedback der Kunden zu partizipieren und zu lernen.“

Intel: Lernen und gestalten

Er verweist auf eine „hohe Lernkurve“ im Smartphone- und Tablet-Markt, in dem die Intel-Prozessoren zunächst flopten. „Wir müssen schneller im Chip-Design werden“, sagt er. Allerdings sei Intel mittlerweile „gut aufgestellt“ auf der „Smartphone-Seite“, doch die Datacenter-Gruppe bei Intel werde in drei, vier Jahren ihren Umsatz verdoppeln.

Christian Lamprechter, Managing Director und Country Manager Central Europe der Intel GmbH
Christian Lamprechter, Managing Director und Country Manager Central Europe der Intel GmbH
(Bild Ostler)
Lamprecht sagt: „Die Anzahl der Server wird meiner Meinung nach explodieren. Wir rechnen mit einem weiteren gesunden Wachstum im zweistelligen Prozent Bereich über die kommenden Jahre.“ Den Grund dafür lieferten immer neue Echtzeit-, Mobile- und Cloud-Szenarien. Zum Beispiel erforderten rund 600 Smartphone oder 122 Tablets im Backend jeweils einen neuen Server.

Wie Knoblich sieht er eine starke Zukunft in OpenStack als Basis für offene, hybride Clouds, in einem Nebeneinander eher traditioneller IT, die sich in monolithischen SAP-Anwendungen manifestiere und mehr oder minder öffentlich zugänglichen Services.

Die Grenzen der Enterprise-IT

„Wenn jedes Auto demnächst mindestens eine IP-Adresse ist, lässt sich das mit der traditionellen Enterprise-IT nicht mehr verwalten“, bemerkt Lamprecht. Nebenbei bemerkt müssten Datacenter dringend ihren Energieverbrauch in den Griff bekommen. Bis 2015 sei weltweit mit zusätzlichen Kosten von 27 Milliarden Dollar zu rechnen, die die Rechenzentren ausgeben müssten.

Intel ist Alliance Partner im OpenStack Cloud Infrastructure Partner Network von Red Hat und daher ist für eine optimale Abstimmung der Technologien beider Unternehmen gesorgt. Die seit Kurzem verfügbare Version 3.2 von Red Hat Enterprise Virtualization beispielsweise arbeitet mit den neuesten Prozessoren von Intel zusammen.

Neue Initiativen und Möglichkeiten, die Unternehmen im Cloud Innovation Lab testen können, betreffen somit wesentlich Cloud-Infrastruktur-Lösungen auf Basis von OpenStack. Einen Schwerpunkt bildet dabei beispielsweise die hohe Sicherheit von OpenStack-Lösungen auf Basis von Trusted Compute Pools mit Intel Trusted Execution Technology.

(ID:42228731)