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RHEL ist nun schneller, sicherer und hat SSD-Untertützung inklusive Red Hat Enterprise Linux 6.5 ist da

Redakteur: Ulrike Ostler

Die jüngste Version von der Linux-Distribution von Red Hat wartet mit optimierter Performance, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit in physischen, virtuellen und Cloud-Umgebungen auf. Die Zielgruppe von „Red hat Enterprise Linux“ 6.5 (RHEL) sind Unternehmen, die große, umfangreiche und komplexe IT-Projekte realisieren, und insbesondere solche, die eine Open Hybrid Cloud aufbauen wollen.

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Seit diesem Sommer verfügt Red Hat in München über ein Cloud Innovation Lab, hier eine kleiner Ausschnitt.
Seit diesem Sommer verfügt Red Hat in München über ein Cloud Innovation Lab, hier eine kleiner Ausschnitt.
(Bild: Red Hat)

Nach Anbieterangaben bietet die RHEL-Version 6.5 alle Funktionen für das Management einer Cloud-Umgebung, von Sicherheit über Networking bis zur Virtualisierung. Dazu kommen Tools, die eine schnelle und an Best Practices orientierte Implementierung geschäftskritischer SAP-Anwendungen vereinfachen.

Dazu gehört ein zentraler Trust Store, der den Einsatz von Sicherheitszertifikaten ermöglicht. Vorhanden sind auch Tools, mit denen Unternehmen wichtige Sicherheitsstandards implementieren können – etwa „OpenSCAP 2.1“, welches das Security Content Automation Protocol (SCAP) 1.2 des National Institute of Standards and Technology (NIST) umsetzt.

Jim Totton, Vice President und General Manager der Platform Business Unit bei Red Hat sagt: „Die neueste Version von Red Hat Enterprise Linux ist ein zentraler Baustein im Portfolio von Red Hat, einschließlich OpenShift und OpenStack, und liefert Unternehmen einen perfekten Startpunkt für den Einstieg in eine Open Hybrid Cloud."

Networking: Wenn jede Mikrosekunde zählt

Bei Finanzdienstleitungen und im Wertpapierhandel wird die Applikations-Latenz in Mikrosekunden gemessen. Die aktuelle RHEL-Version unterstützt dazu in lokalen Netzen das Precision Time Protocol (PTP).

Die Synchronisation im Mikrosekundenbereich ist ein Schlüsselfaktor für hochperformante Applikationen mit niedriger Latenz. Das Betriebssystem kann jetzt Zeiten in Handelstransaktionen erfassen, bietet eine verbesserte Zeitstempelgenauigkeit bei der Datenarchivierung sowie eine genauere Synchronisation auf lokaler und globaler Ebene.

Durch den Ausbau der Networking-Funktionen erhalten Administratoren einen besseren Einblick in die Netzwerkaktivitäten. Sie können IGMP (Internet Group Management Protocol)-Daten analysieren sowie Listen von Multicast-Router-Ports und Multicast-Gruppen mit aktiven Teilnehmern und den dazugehörigen Interfaces erstellen. All dies sind sehr nützliche Funktionen in vielen aktuellen Netzwerk-Szenarien, beispielsweise bei Streaming Media.

Erweiterungen bei der Virtualisierung

Im Bereich Virtualisierung können Systemadministratoren damit nunmehr dynamisch virtuelle Prozessoren (vCPUs) aktivieren oder deaktivieren und so ihre Systeme flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen. Verbessert wurde auch das Handling speicherintensiver Gast-Applikationen von Red Hat Enterprise Linux. Die Kernel-based Virtual Machine (KVM) unterstützt dazu jetzt Konfigurationen von bis zu 4 Terrabyte Hauptspeicher.

Benutzerfreundlichkeit und Storage

Darüber hinaus ermöglicht KVM die Nutzung von „GlusterFS“ Volumes, bietet einen direkten Zugriff auf die verteilte Storage-Plattform und verbessert die Arbeitsgeschwindigkeit bei der Verwendung von Red Hat Storage oder GlusterFS Volumes. Aktualisiert wurden auch die Treiber für den Einsatz von Version 6.5 als Gast-Betriebssystem zusammen mit Hypervisoren anderer Hersteller.

Da es immer mehr Varianten gibt, Applikationen zu betreiben, wird Portabilität immer wichtiger. Mit Hilfe der Container-Lösung Docker können Unternehmen ihre unter Red Hat Enterprise Linux laufenden Applikationen gleichermaßen verpacken und sie in physischen, virtuellen oder Cloud-Umgebungen betreiben.

Das Open-Source-Projekt „Docker“ ermöglicht die Erstellung kompakter, autarker Container. Entwickler sparen so Zeit bei der Integration und dem Infrastrukturdesign.

Unterstützung für SSDs

Verbessert wurde in der jüngsten RHEL-Variante auch die Unterstützung von Solid-State Drives (SSDs), beispielsweise von NVM Express (NVMe) SSDs. Diese Spezifikation standardisiert das Interface von PCIe-basierten SSDs und Anwender können damit das ständig wachsende Angebot von NVMe SSDs optimal ausnutzen.

Deutlich ausgebaut wurde darüber hinaus auch die Enterprise-Storage-Skalierbarkeit. Administratoren können jetzt mehr als 255 LUNs konfigurieren, die mit einem einzelnen iSCSI Target verbunden sind. Ferner bietet Red Hat Enterprise Linux 6.5 verbesserte Funktionen für den Einsatz in Fibre-Channel- und iSCSI-SAN-Umgebungen. Updates im „Kexec/Kdump“-Mechanismus ermöglichen es jetzt, Debug (Dump)-Files auf Systemen mit einem sehr großen Speicher (zum Beispiel 6 Terabyte) zu erstellen.

Zudem ist es mit der Version ab sofort einfacher, die in einem Unternehmen vorhandenen Subskriptionen zu verwalten, deren Einsatz nachzuvollziehen und sie in die vorhandenen Controlling-Abläufe zu integrieren. Über das Remote Desktop Protocol (RDP) bietet die neue Betriebssystemversion einen komfortableren Zugriff auf Desktops, die unter Windows 7 oder 8 und auf Windows Server 2012 laufen.

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