Business Discovery

Qliktech will Datenanalyse für die „Generation Google“ bieten

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ITB: Die Datenvolumina explodieren regelrecht. Seitens der BI-Anbieter heißt es oft, deren Auswertung könne man in bare Münze verwandeln. Haben Sie Beispiele parat, in welchen typischen Fällen brachliegende Daten erfolgreich genutzt werden können?

Kobek: Wenn man den Statistiken und Studien glauben darf, dann verdoppelt sich gegenwärtig das Datenvolumen alle 14 Monate. Wie solche ungenutzten Datenpools sinnvoll für Geschäftsentscheidungen herangezogen werden können, ist sehr oft das definierte Ziel in unseren Kundenprojekten.

Ein Beispiel aus Deutschland: Carglass wertet die Umsätze aus, vergleicht diese auf Wochen-, Monats- oder Jahresebene und stellt sie den Wareneinsätzen gegenüber. Außerdem werden Daten aus dem Customer Contact Center, der Buchhaltung und des Beschwerdemanagements ausgewertet. Das Management sowie Vertrieb und Marketing haben viele Möglichkeiten, mit diesen Daten zu arbeiten. Analysiert werden Änderungen des Käufer- und Interessentenverhaltens, beispielsweise in Zusammenhang mit ausgestrahlten Fernseh- oder Radiowerbespots. So kann der Erfolg einzelner Werbemaßnahmen ausgewertet werden.

Es gibt ja diesen berühmten Spruch von Henry Ford, dass die Hälfte seiner Ausgaben für Werbung zum Fenster hinausgeworfen sei, er aber leider nicht wisse, welche Hälfte. Mit Qlikview lässt sich das ganz gut in Erfahrung bringen.

ITB: Noch vor ein paar Jahren waren BI und Data Mining eher was für große Konzerne. Auch schlichtweg deswegen, weil Datenanalyse-Projekte damals noch erheblich teurer waren. Inwieweit hat sich das inzwischen geändert?

Kobek: Datenanalyse ist schon seit geraumer Zeit nicht mehr nur ein Thema für große Unternehmen. Das hängt natürlich auch mit den Kosten für Analysesysteme zusammen, die inzwischen weitaus günstiger sind. Sogar Kleinstunternehmen tendieren inzwischen dazu, vorhandene Daten auszuwerten.

Die Frage ist halt, welche Werkzeuge sie nutzen. In vielen Fällen ist Excel unser größter Wettbewerber, was das Thema Datenanalyse angeht. Allerdings stoßen Unternehmen hier oft schon bei einfachen Pivot-Tabellen an die Grenzen.

Problematisch ist häufig auch die Datenbasis, wenn beispielsweise verschiedene Versionen eines Excel-Files kursieren und ausgewertet werden. Auf Dauer tut man sich mit Excel schwer, sinnvolle Entscheidungen für sein Unternehmen abzuleiten.

ITB: Ich weiß, das ist schwierig zu beantworten, weil in Projekten viele Faktoren eine Rolle spielen, aber ich frage trotzdem: Wie teuer kommt eine durchschnittliche Qlikview-Einführung?

Kobek: Das ist wirklich schwer zu sagen. Allgemein lässt sich sagen, dass durch den Business-Discovery-Ansatz im Nachgang schon mal weniger Kosten anfallen, weil keine BI-Cubes erstellt werden müssen.

Lassen Sie es mich so formulieren: Wir haben mittelständische Kunden, die mit einer Einzelplatzlizenz arbeiten, die so um die 2.000 Euro kostet, und die für die gesamte Implementierung über einen Qliktech-Partner etwa 20.000 Euro bezahlt haben.

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