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Neue Qlikview-Version geht alternative Wege Qliktech bringt Business Intelligence und Collaboration zusammen

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Wenn es eines in der IT-Branche zuhauf gibt, dann Buzzwords. Business-Intelligence-Anbieter Qliktech hat ein neues erfunden: Social Business Discovery. IT-BUSINESS fragte beim Geschäftsführer von Qliktech Deutschland, Wolfgang Kobek, nach, warum man sich diesen Anglizismus merken sollte.

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Wolfgang Kobek ist als Geschäftsführer für Qliktech in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich.
Wolfgang Kobek ist als Geschäftsführer für Qliktech in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich.

ITB: Qliktech hat soeben das neue Release von Qlikview vorgestellt, mit dem Ansatz Social Business Discovery. Was verbirgt sich hinter diesem Schlagwort?

Kobek: Bei Qlikview erhält der Anwender die Möglichkeit, Analysen mit nur wenigen Klicks schnell und einfach zu erstellen – und zwar ohne die Unterstützung der IT-Abteilung. Wir nennen diesen Bottom-up-Ansatz Business Discovery. Social Business Discovery ist die logische Weiterentwicklung dieses Konzepts. Entscheidungen werden selten im stillen Kämmerlein gefällt. Im Gegenteil: Der soziale Aspekt, also die Interaktion mit anderen, spielt hier eine große Rolle. Damit überträgt Qliktech die Art und Weise, wie Menschen in geschäftlichen Angelegenheiten entscheiden, in die Welt der BI. Nutzer von Qlikview 11 können nun gemeinsam und unabhängig vom Standort an Analysen oder Reports arbeiten. Unternehmen setzen damit auf die kollektive Intelligenz einer Gruppe, einer Organisation oder einer Abteilung. Zudem werden Prozesse transparenter.

ITB: Inwieweit beschreiten Sie Neuland?

Kobek: Mit unserer neuen BI-Lösung gehen wir den nächsten Schritt im Bereich der assoziativen Suche – diese ermöglicht ein interaktives Vergleichen Anwender-definierter Gruppen. Ein weiteres Merkmal der neuen Version ist, dass Applikationen schneller und einfacher erstellt werden können. Zudem wurden Verbesserungen in den Bereichen Verwaltung sowie Security für Großkundenanforderungen implementiert.

ITB: Könnte man sagen, dass hier gerade die Bereiche Business Intelligence und Collaboration miteinander verschmelzen?

Kobek: Ganz genau. Konkret funktioniert das so: Eine Arbeitsgruppe schafft sich über Live-Sessions einen gemeinsamen Arbeitsbereich. Alle Teilnehmer interagieren dabei mit der gleichen App und sehen live, was sich gerade verändert. So lösen die Nutzer Probleme im Team und treffen ihre Entscheidungen gemeinschaftlich. Dabei ist es egal, ob sie sich per Tablet, vom Desktop-Computer aus oder mit dem Notebook in eine Session einklinken. Es reicht völlig, wenn einer der Nutzer eine Lizenz hat und andere per E-Mail zur Analyse-Session einlädt. Der gesendete Link ist nur für eine Person gültig und verfällt aus Sicherheitsgründen nach 15 Minuten. Zudem lässt sich diese Kollaborationsfunktion zeitversetzt nutzen. Ein Anwender hinterlegt mit Hilfe der Kommentarfunktion seine Anmerkungen zu den Daten und kann diese einem Kollegen zur Ansicht zur Verfügung stellen.

ITB: Welchen Nutzen können Unternehmen aus so gewonnenen Informationen und diesem Ansatz ziehen? Nennen Sie bitte ein paar konkrete Beispiele.

Kobek: Die Kollaborationsfunktion erlaubt, dass auch externe Parteien interaktiv Analysen und Reports diskutieren können, beispielsweise im Bereich Ausschusskontrolle. Sie haben intern einen Fehler im Anlieferungsprozess bei einem Ihrer Lieferanten entdeckt. Dieser Fehler verursacht in späterer Folge einen hohen Ausschuss in Ihrer Produktion. Zusammen mit dem Lieferanten können Sie in einer Live-Session ihre Analysen gemeinsam diskutieren. Das erspart umfangreiche E-Mails und lange Telefonate.

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