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Nachbericht Qlik-Roadshow

Qlik investiert in Cloud und Datenservices

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Firmen zum Thema

Big-Data-Analyseergebnisse spielen eine geringe Rolle

Doch das derzeitige Hype-Thema Nummer 1 scheint bei den Qlik-Kunden ohnehin noch nicht die ganz große Rolle zu spielen, genau so wenig wie das aktuell geradezu fanatisch hochgejazzte IoT (Internet of Things). „Rund 15 Prozent unserer Kunden integrieren in ihre Reports auch Big-Data-Analyseergebnisse“, weiß Kobek. Daten aus den diversen für Hadoop-Analysen verwendeten Datenbankformaten lassen sich wie viele andere Datenquellen aber durchaus einlesen. Auch ein anderes Trendthema, Social Media, ist zumindest für Cellent-Kunden bisher relativ unwichtig.

Schneider: „Bisher haben wir nur eine Anwendung für einen Bekleidungs-Filialisten realisiert, die so etwas integriert.“ Für relevante Ergebnisse komme es ohnehin nicht darauf an, uferlos beliebige Datenmengen zu analysieren, sondern die relevanten Daten. Kobek: „Was relevant ist, ist in jedem Einzelfall unterschiedlich und hängt zum Beispiel von der Produktlebensdauer ab.“ Alles unterschiedslos aufzuheben, wie das manche Daten-Gurus empfehlen, rät Kobek jedenfalls nicht.

Bei den Demonstrationen von Qlik Sense wurde vorgeführt, wie schnell sich multidimensionale Analysen bestimmter Daten aus den zuvor eingelesenen Datenbeständen zusammenklicken lassen. Demonstriert wurde aber auch, dass Analytik der alten Softwareregel „Garbage in, Garbage out“ folgt. Kurz: Wer unsinnige Parameter korreliert, darf sich über unsinnige Analyseergebnisse nicht wundern. Fachkenntnisse der betroffenen Branche und intime Kenntnisse von Geschäftsmodell und Situation des eigenen Unternehmens seien unerlässlich, derlei zu vermeiden, vernünftige Analysen zu erstellen und sinnvolle Entscheidungen zu treffen, so Qlik- und Cellent-Fachleute einhellig.

Auch irre sich, wer glaube, irgendwann könne man Entscheidungen vollständig an die Maschine delegieren und umfassende Vorhersagen machen. Analysiert würden ja immer Daten aus der Vergangenheit, die gerade unerwartete und außerordentliche Entwicklungen eben nicht prognostizieren würden. „Letztendlich glauben wir, dass am Ende immer der Mensch entscheiden muss“, betont Kobek.

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Über den Autor

lic.rer.publ. Ariane Rüdiger

lic.rer.publ. Ariane Rüdiger

Freie Journalistin, Redaktionsbüro Rüdiger