Ganzheitliche Verwaltung und Instandhaltung von Gebäuden

Prozessgesteuertes Facility Management bei Gegenbauer

| Autor / Redakteur: Jürgen Wasem-Gutensohn* / Elke Witmer-Goßner

Verständlich, dass in Anbetracht der langfristigen Zielsetzung der Vorstand der Unternehmensgruppe die neue prozessorientierte IT-Strategie bestätigte und die IT-Abteilung mit der Umsetzung beauftragte. Dazu mussten zunächst einmal einige Grundsatzentscheidungen getroffen werden. Die Kernapplikationen des Unternehmens, etwa die eingesetzte ERP-Lösung der Inter-Bos Unternehmensberatung aus Köln und die CAFM (Computer Aided Facility Management)-Lösung von pit-cup aus Heidelberg, sollten weiter genutzt werden, aber in eine serviceorientierte Architektur (SOA) überführt werden. Die betriebswirtschaftliche Standardsoftware WinERP arbeitete nach dem Client-Server-Modell.

Inter-Bos erstellte die Anwendung mit Progress OpenEdge, einer integrierten Umgebung für die schnelle Entwicklung, Implementierung und Verwaltung von Geschäftsanwendungen. „Aufgrund der langjährigen positiven Erfahrungen mit der ERP-Lösung stand für uns schnell fest, dass wir dabei bleiben wollen“, erklärt Neumann. „Allerdings musste diese Applikation, ebenso wie andere Anwendungen auch, in eine neu aufzubauende serviceorientierte Architektur überführt werden, bei der alle Mission-Critical-Applikationen problemlos zusammenarbeiten können. Das oberste Ziel dabei lautet, Geschäftsprozesse optimal und flexibel zu unterstützen.“

Serviceorientierte Architektur

Kernstück der neuen IT-Architektur bildet der Progress Sonic ESB (Enterprise Service Bus). Er vereinfacht die Integration und flexible Kombination von Geschäftskomponenten in einer serviceorientierten Architektur. „Wir haben uns bei der Evaluation von ESB-Lösungen die Produkte mehrere Anbieter angesehen und letztlich fiel die Wahl auf Sonic“, erläutert Neumann. „Zwei Gründe waren dafür ausschlaggebend: Erstens unterstützt der Sonic ESB alle für uns relevanten Schnittstellen und Web-Services-Standards, um Kunden und Lieferanten problemlos anzubinden. Zweitens überzeugten uns die Funktionen, die das Management und die Steuerung von Services in einer SOA und die Datenintegration vereinfachen.“

Für die Ablaufsteuerung und das Management der Workflows der serviceorientierten Architektur kommt Progress Actional zum Einsatz. Die Lösung bietet leistungsstarke Funktionen zur Überwachung applikationsübergreifender Geschäftsprozesse. Durch die völlige Transparenz und Kontrolle aller Abläufe in unternehmenskritischen Applikationen sorgt Actional für eine hohe Zuverlässigkeit von Business-Transaktionen. Die Managementlösung bietet sowohl eine ganzheitliche Sicht auf die Business-Prozesse als auch auf die darunter liegenden Infrastruktur-Services und die Middleware.

Abgerundet werden die Infrastrukturkomponenten der serviceorientierten Architektur durch das Datenmodellmanagement des Progress DataXtend Semantic Integrator (SI). Er vereinfacht die Erstellung, Pflege und Verwaltung (Data Governance) modellbasierter Datenservices und sorgt für Konsistenz in der Datensemantik. Während sich konventionelle Ansätze zur Datenintegration lediglich mit der formalen Integrität von Daten befassen, bietet DataXtend SI die Möglichkeit, die semantische Konsistenz und Integrität von Daten zu prüfen. Die gesamte Komplexität der Implementierung, der Anpassung und der spätere Aufwand der kontinuierlichen Pflege und Wartung umfangreicher SOA-Applikationen werden dadurch deutlich vereinfacht.

Ergänzendes zum Thema
 
Das Unternehmen Gegenbauer

Als interne Anwendung auf der Businessseite hat Gegenbauer eine Lösung von StratOz aus Schwerte für die Bereiche Archiv, Dokumentenmanagement und Workflow im Einsatz. Dazu kommen weitere Anwendungen für die mobile Auftragsbearbeitung. Vor rund zwei Jahren waren bei Gegenbauer die Fundamente für die neue serviceorientierte Architektur gelegt und Neumann und sein Team begannen mit dem Rollout von Anwendungen. Infrastrukturkomponenten und die virtualisierten Applikationen laufen alle auf Server Blades der HP BladeSystem-Serie unter Windows.

Integriertes Facility Management aus einer Hand

Aktuell arbeiten damit rund 1.300 Mitarbeiter an den verschiedenen deutschen Standorten von Gegenbauer. Kunden und Lieferanten aus den Bereichen technisches, kaufmännisches und infrastrukturelles Facility-Management, der Bewirtschaftung komplexer Wohnimmobilien und Liegenschaften sowie Werkschutz und Veranstaltungsdienste greifen zum Teil über Browser und zum Teil über Terminals auf die Anwendungen zu.

„Unsere serviceorientierte Architektur hat viel Ähnlichkeit mit einer Industrie-Immobilie, und hier kennen wir uns sehr gut aus. Bereits in den ersten Jahren nach dem Einzug der Mieter stehen Änderungen, Ergänzungen und Erweiterungen an. So ist es auch hier“, resümiert Neumann. „Die einzige Konstante in der Branche, in der wir tätig sind, ist der ständige Wandel. Wir haben es immer wieder mit neuen Herausforderungen zu tun und müssen unsere operative Reaktionsfähigkeit unter Beweis stellen. Da müssen wir uns auf eine IT-Infrastruktur verlassen können, die sich flexibel an die unterschiedlichsten Gegebenheiten anpasst. Die Progress-Lösungen, die wir nutzen, zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit aus und erfordern dennoch geringere Ressourcen für die Administration als andere Implementierungsplattformen.“

* Jürgen Wasem-Gutensohn ist Redakteur bei der Beratungsgesellschaft für strategische Kommunikation PR-COM in München.

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