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Enterprise 2.0: Soziale Medien gewinnen in der Arbeitswelt an Bedeutung Projektmanager sind eifrige Social-Media-Nutzer

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Immer mehr Menschen nutzen Social Media beruflich. Aber auch immer mehr Unternehmen verbieten ihren Angestellten die Nutzung sozialer Medien am Arbeitsplatz. Diesen Gegensatz brachte eine Umfrage unter 1.200 europäischen Projektmanagern zu Tage.

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Social-Media-Nutzung am Arbeitsplatz auch zu rein beruflichen Zwecken – für viele Unternehmen ein No-Go. Dabei ist sie vor allem für bessere Teamarbeit förderlich. (© rmarinello - Fotolia.com)
Social-Media-Nutzung am Arbeitsplatz auch zu rein beruflichen Zwecken – für viele Unternehmen ein No-Go. Dabei ist sie vor allem für bessere Teamarbeit förderlich. (© rmarinello - Fotolia.com)

Die Studie der Projectplace GmbH, für die Projektmanager in Deutschland, Skandinavien, Großbritannien, Frankreich sowie den Niederlanden befragt wurden, zeigt einen steigenden Trend zur beruflichen Nutzung Sozialer Medien. Der Anteil der Projektmanager, die Social-Media-Angebote als Arbeitsinstrument einsetzten, stieg 2011 auf 40 Prozent – 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Es könnten noch mehr sein. Denn 35 Prozent der befragten Projektmanager gaben an, dass die Unternehmenspolitik ihres Arbeitgebers den Einsatz sozialer Medien untersage. Damit hat sich die Zahl der Unternehmen, die die Nutzung sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz prinzipiell verbieten, gegenüber dem Vorjahr drastisch erhöht. 2010 lag dieser Wert nur bei rund 13 Prozent.

Dabei können die Projektmanager nur positives berichten: 42 Prozent der Befragten gaben an, dass sie durch die berufliche Nutzung sozialer Medien produktiver seien. Außerdem funktioniere die Kommunikation in den Projektteams besser, wenn sie aus Facebook oder anderen Netzwerken bekannte Kommunikationstools nutzen können.

Hauptzweck der Social-Media-Nutzung ist für 40 Prozent die Kommunikation und 38 Prozent das Teilen von Informationen. Letzteres ist vor allem vor dem Hintergrund bedeutsam, dass 44 Prozent der Befragten die größte Herausforderung in der Projektarbeit darin sehen, die Informationen zu erhalten, die sie für ihre Arbeit brauchen.

Johan Zetterström, CEO Projectplace.
Johan Zetterström, CEO Projectplace.
Für Projectplace-Chef Johan Zetterström sind die Studienergebnisse „interessant, aber auch ziemlich ernüchternd“, dass die steigende Beliebtheit von Sozialen Medien als Arbeitswerkzeug mit einer zunehmenden Skepsis bei einigen Unternehmen einher gehe. Man könne heute die Vorteile, die diese neuen Kommunikationskanäle für die Zusammenarbeit mit Kollegen, Partnern und vor allem Kunden bringen, einfach nicht länger ignorieren.

Daher sei es ziemlich kühn, etwas zu verbieten, was für das Business so wertvoll sein könnte, nur weil man Angst vor den Konsequenzen habe. Zetterstöm rät daher allen Unternehmen: „Ärmel hochkrempeln und herausfinden, wie man von Social-Media-Tools profitieren könnte.“

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