Warum weg vom Bauchgefühl?
Im Tagesgeschäft prasseln viele kleine Unschärfen zusammen: Übergaben ohne Scan, unklare Verantwortlichkeiten, verzögerte Rückgaben. Daraus entstehen lange Umlaufzeiten, schwankende Bestände und Schwund. Datengetrieben bedeutet im Behälterkontext: Jeder relevante Vorgang wird erfasst, die wichtigsten Kennzahlen sind sichtbar, Alarme melden Abweichungen – und alle Beteiligten sprechen über die gleichen, aktuellen Zahlen. So wird aus „Ich glaube…“ ein „Wir sehen… und handeln so…“.
Der Behälterkreislauf – einfach erklärt
Der Kreislauf selbst ist simpel: Ausgabe → Nutzung → Rücklauf → ggf. Aufbereitung → Wiedereinsatz. Kritisch sind die Übergabepunkte zwischen eigenen Standorten, Dienstleistern, Kunden und Rückführern. Genau dort gehen Behälter „verloren“, bleiben zu lange liegen oder werden beschädigt. Wer diese Stationen transparent macht, gewinnt Kontrolle: Wo stauen sich Behälter? Welche Kunden geben spät zurück? Welche Routen erzeugen die meisten Schäden? Erst wenn diese Fragen klar beantwortbar sind, lohnt es sich, Maßnahmen zu planen.
KPIs im Überblick – und wie COSYS Business Intelligence sie zum Steuerrad macht
Welche Kennzahlen zählen wirklich? In der Praxis haben sich einige KPIs bewährt:
- Bestandsgenauigkeit: Wie stark weichen der „gebuchte“ vom „tatsächlichen“ Bestand ab? Hohe Genauigkeit sichert Planung und senkt Sicherheitsbestände.
- Rücklaufquote fristgerecht: Welcher Anteil kehrt innerhalb der vereinbarten Frist zurück? Diese KPI zeigt sofort, wo das Netz reißt.
- Umlauf- bzw. Turnaround-Zeit: Zeit von Ausgabe bis Rücklauf. Sinkt sie, erhöht sich die Verfügbarkeit ohne zusätzliche Behälterkäufe.
- Verweilzeit je Standort/Kunde: Wo liegen Behälter unnötig lange? Ein direkter Hebel für Prozessgeschwindigkeit.
- Schwund-/Verlustquote: Anteil nicht mehr auffindbarer Behälter – die schnelle Brille auf mögliche Kostenlöcher.
- Beschädigungsrate: Wie oft kommen Behälter defekt zurück? Hilft, Ursachen (Verpackung, Handling, Route) zu adressieren.
- Auslastung & Poolgröße: Wie viele Behälter sind wirklich „in Arbeit“? Daraus leiten sich Pooloptimierungen ab.
- Kapitalbindung: Geld, das im Behälterpool steckt – entscheidend für Entscheidungen über Zukauf oder Reduktion.
- Servicegrad/Lieferfähigkeit: Können Aufträge mit den vorhandenen Behältern pünktlich bedient werden?
Operative Basis: COSYS Behältermanagement-Software
Analytik wirkt nur, wenn die operative Erfassung zuverlässig ist. Genau hier setzt die COSYS Behältermanagement-Software an. Sie bildet die Buchungen entlang des Kreislaufs ab: Ausgabe, Rücknahme, Umlagerung, Inventur, Sperrungen (z. B. bei Defekten) und Fristüberwachung. Mitarbeitende buchen mobil per MDE-App – online oder offline –, scannen Barcodes/QR-Codes. Rollen und Berechtigungen sorgen dafür, dass jeder nur sieht und tut, was zu ihm gehört.
Wichtig ist der geringe Einstieg: Etiketten lassen sich mit COSYS generieren, Workflows sind geführt („Scan or it didn’t happen“), und die App bleibt auch unter Hektik schnell bedienbar. Der WebDesk zeigt Buchungshistorien, Bestände je Standort und einfache Auswertungen. Entscheidend: Jede Buchung erzeugt Datenpunkte, die ohne Medienbruch in die Business-Intelligence-Dashboards fließen. So entsteht ein durchgängiger Datenfluss von der Rampe bis ins Management-Meeting.
Nutzen & ROI – was messbar ist, lässt sich verbessern
Der wirtschaftliche Nutzen zeigt sich auf mehreren Ebenen:
- Weniger Schwund: Jeder nicht verschwundene Behälter spart Anschaffungs- und Folgekosten. Beispielrechnung: Ein Pool von 20.000 KLT à 8 € entspricht 160.000 € Kapital. Bei 8 % jährlichem Schwund sind das 12.800 € Verlust. Reduziert man diese Quote um 30 %, spart man schon 3.840 € pro Jahr – ohne zusätzliche Prozessvorteile.
- Schnellere Umläufe: Sinkt die Umlaufzeit, erhöht sich die Verfügbarkeit. Oft lässt sich der Pool verkleinern oder ein geplanter Zukauf vermeiden. Beispiel: Wird die Umlaufzeit um 10 % reduziert, können – je nach Ausgangslage – mehrere hundert Behälter weniger im Pool gebunden sein.
- Geringere Kapitalbindung: Präzisere Bestände und verlässliche Rückläufe erlauben kleinere Sicherheitsreserven. Das setzt Kapital frei, das bislang im Pool „schlief“.
- Höherer Servicegrad: Mit den richtigen Behältern am richtigen Ort werden Aufträge pünktlicher bedient. Das stabilisiert Produktion, Logistik und Kundenbeziehungen.
- Qualität & Nachhaltigkeit: Sinkende Beschädigungsraten und kürzere Wege reduzieren Ersatzbeschaffungen und CO₂-Fußabdruck – Effizienz zahlt auf Nachhaltigkeit ein.
- Audit-Sicherheit & Nachvollziehbarkeit: Lückenlose Historien helfen bei Kundenanfragen, Reklamationen oder internen Audits – Fakten statt Vermutungen.
Fazit
Wer den Behälterkreislauf mit KPIs steuert, ersetzt Vermutungen durch Fakten. COSYS Behältermanagement + BI macht jeden Vorgang transparent, warnt bei Abweichungen und führt vom Dashboard bis zum Einzelfall. Das Ergebnis: weniger Schwund und Schäden, kürzere Umlauf- und Verweilzeiten, geringere Kapitalbindung – bei höherem Servicegrad. So wird der Pool kleiner, Prozesse stabiler und Entscheidungen belastbar. Kurz: messen, sehen, handeln – und messbar sparen.