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Bereitstellungsmodell „ein ADC pro Anwendung“ Plattform für Application Delivery as a Service

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Der Stingray Services Controller macht Riverbed zufolge Application Delivery Controller as a Service (ADCaaS) und so die automatisierte Einführung von Application Delivery Services für jede Netzwerkarchitektur inkl. Software-Defined Networks (SDN) möglich.

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Dies sind die wichtigsten Funktionen des voraussichtlich ab Q3/2013 verfügbaren Stingray Services Controller von Riverbed Technology.
Dies sind die wichtigsten Funktionen des voraussichtlich ab Q3/2013 verfügbaren Stingray Services Controller von Riverbed Technology.
(Bild: Riverbed)

Bislang wurden Application Delivery Controller (ADC) in einem netzwerkorientierten Modell als „eine Anwendung pro ADC“ eingeführt oder mussten in einer geteilten ADC-Infrastruktur die Anforderungen mehrerer Anwendungen erfüllen. Mit dem Stingray Services Controller möchte Riverbed Technology das Bereitstellungsmodell „ein ADC pro Anwendung“ verwirklichen.

Profitieren sollen davon moderne Anwendungs- und Rechenzentrumsarchitekturen sowie Workflows und Betriebsmodelle, die eine ADC-Architektur benötigen, mit der Engpässe beseitigt und mehr Dynamik, höhere Automatisierung und kürzere Servicebereitstellungszeiten geboten werden. Cloud-Anbieter und Unternehmen könnten ihren ADC nach Bedarf bereitstellen, skalieren und implementieren.

Herausforderungen von Standard-ADC

IT-Architekten und -Betreiber stehen bei der Implementierung herkömmlicher ADC-Architekturen in einem vorhandenen oder virtualisierten Rechenzentrum angesichts der zunehmend softwaredefinierten Architekturen vor verschiedenen Herausforderungen: So könne etwa die Einführung von ADC-Services Tage oder Monate dauern und auch die Performance pro Anwendung oder „Kunden“ könnte nicht garantiert werden. Zudem sei für die Skalierung von ADC-Prozessen – anstelle von dynamischer Einrichtung in Echtzeit – die Bereitstellung von Überkapazitäten vorab erforderlich. ADC-Vorgänge wären aufgrund langwieriger Change-Control-Prozesse außerdem zeitaufwendig und umständlich.

Verbrauchsmodell für flexible Skalierung

Mit der Einführung des Stingray Services Controller sollen Unternehmen und Cloud-Anbieter ihr ADC-Inventar automatisch as a Service bereitstellen, lizenzieren, einteilen und verwalten können. Laut Riverbed umfasst der Stingray Services Controller eine neue, kleinere Version des Stingray Traffic Managers (STM) und damit ein neues Verbrauchsmodell.

Mit diesem würde das herkömmliche durchsatzbasierende ADC-Größenmodell entfallen, das Kunden dazu zwang, Traffic Loads zu schätzen und ADC-Kapazitäten vorab bereitzustellen. ADC-Services könnten jetzt flexibel anhand der Nachfrage und in der richtigen Größe für jede Anwendung im Rechenzentrum angepasst werden und zudem hohe Dichte, vollständige Abgrenzung und Multi-Tenancy-Skalierung bieten.

Der Stingray Services Controller soll ab dem dritten Quartal 2013 zur Verfügung stehen.

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