Predictive Maintenance per Anlagen- und Personalplanung

Planat: Die sensorgestützte Maschinenüberwachung kann warten

| Redakteur: Ulrike Ostler

Sensoren sind in vielen Fällen die Voraussetzung, dass Maschinen miteinander "kommunizieren" können.
Sensoren sind in vielen Fällen die Voraussetzung, dass Maschinen miteinander "kommunizieren" können. (Bild: gemeinfrei - geralt/ Pixabay / CC0)

Der Stuttgarter ERP-Anbieter Planat bezieht nun Maschinenereignisse in seine ERP/PPS-Anwendun „Fepa“ ein. Das soll Unternehmen bei der Anlagen- und Personalplanung effektive Hilfe zu bieten und Hochverfügbarkeit ermöglichen.

Die deutsche Wirtschaft ist noch nicht von Predictive Maintenance - also sensorgestützter Maschinenüberwachung - überzeugt. Drei Viertel der deutschen Industrieunternehmen sehen in der vorausschauenden Instandhaltung keine für sie brauchbare Technik. Das ist das Ergebnis des „Deutschen Industrie 4.0 Index“, einer Umfrage der Staufen AG unter knapp 400 Firmen.

Dennoch sollte Wartung- und Instandhaltung in Unternehmen digitalisiert werden, um teure Ausfall- und Rüstzeiten zu vermeiden. „Die Bänder dürfen nie still stehen aufgrund von vorhersehbaren Service-Ereignissen. Ausfall bedeutet auch, dass kostenintensives Fachpersonal nicht entsprechend eingesetzt werden kann", sagt Christian Biebl, Geschäftsführer von Planat.

So die Theorie. Laut Bieble sei jedoch die aufwändige Sensortechnik von Predictive Maintenance für eine Vielzahl der Unternehmen, vor allem aus dem Mittelstand, „nicht so einfach umzusetzen“. Das sehen die deutschen Unternehmer ähnlich, ergab eine Studie von Bearing Point: 61 Prozent der Befragten sehen im hohen Implementierungsaufwand eine (sehr) große Herausforderung.

Was ein ERP-System abdecken kann

Biebls Ausführungen zufolge lässt sich aber mit einem auf Produktionsbetriebe zugeschnittenen ERP-System, das passende Module bereithält, ein Großteil der nötigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten zeitlich und budgetbezogen planen. „Es macht häufig mehr Sinn, ein ERP-System einzuführen, das starken Branchenbezug hat und modular erweitert werden kann, wie zum Beispiel mit dem Tool Instandhaltung und Wartung, als eine noch nicht ausgereifte Technik zu implementieren.“

Zum Beispiel lassen sich über das ERP Informationen zu Wartungszyklen, Verschleißereignisse und andere Maschinensituationen sowohl budgetieren als auch zeitlich einplanen. „Rüstzeiten, Austauscharbeiten - also planbare Ereignisse - werden im ERP zu den Ressourcen gezählt und geplant und vertiefen so den Nutzungsgrad einer ERP-Lösung“, erläutert Biebl. „Und je höher der Nutzungsgrad wird, umso näher sind die Unternehmen an der Digitalisierung.“

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