Neue Instanz für Datenportal CERNBox ownCloud Infinite Scale geht am CERN live

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Die Europäische Organisation für Kernforschung CERN setzt als eine der ersten ein Deployment von ownCloud Infinite Scale produktiv ein. Damit kommt die gemeinsame Entwicklung als fertiges Produkt am weltweit größten Forschungszentrum für Teilchenphysik zum Einsatz.

Firmen zum Thema

Das europäische Kernforschungszentrum CERN ist Mitentwickler und nun selbst Nutzer der neuen Kollaborationsplattform von ownCloud, die das interoperable Teilen und Synchronisieren von Daten ermöglicht.
Das europäische Kernforschungszentrum CERN ist Mitentwickler und nun selbst Nutzer der neuen Kollaborationsplattform von ownCloud, die das interoperable Teilen und Synchronisieren von Daten ermöglicht.
(Bild: gemeinfrei© David Mark / Pixabay )

Die Cloud-native Plattform von ownCloud basiert auf der Programmiersprache Go und Framework Vue.js sowie auf einer Microservices-Architektur. Das Storage-Team der IT-Abteilung am CERN hat jahrelang gemeinsam mit ownCloud an der Entwicklung des User Interfaces, den APIs und dem Backend gearbeitet.

1,4 Milliarden Dateien und 12 Petabyte an Daten

Die neue Instanz des Datenportals CERNBox basiert auf der Plattform ownCloud Infinite Scale sowie dem Web-Frontend ownCloud Web und ging im April dieses Jahres für eine streng limitierte Zahl an Nutzern live. Da die neue Instanz direkt mit dem Produktionssystem des CERN verbunden ist, haben die Nutzer Zugriff auf das unterliegende Daten-Repository. Der Speicher enthält rund 1,4 Milliarden Dateien und insgesamt 12 Petabyte an Daten. ownCloud Infinite Scale unterstützt die EOS-Open-Storage-Technologie des CERN: Nutzern steht so direkt die Funktionalität von EOS für die Synchronisierung und das Teilen von Daten zur Verfügung.

Für die Kommunikation zwischen Sync-and-Share-Plattformen sorgen die CS3API-Schnittstellen. Sie vereinfachen den Betrieb und die Integration mit anderen Services. Die Implementierung dieser Schnittstellen beim CERN trägt den Namen Reva; ownCloud Infinite Scale nutzt die Reva-Software als Kernkomponente. Die Kollaborationsplattform ist dank dieser nativen Implementierung der CS3APIs in der Lage, die Interoperabilität zwischen Cloud-Storages und Anwendungsanbietern herzustellen. Die Architektur von ownCloud Infinite Scale ermöglicht es damit jedem, der es einsetzt, am European Service Mesh teilzunehmen, einem föderierten paneuropäischen Netzwerk für das Speichern und Teilen von Daten.

Darüber hinaus können die Nutzer am CERN nahtlos zwischen ownCloud Infinite Scale und der Vorgängerversion ownCloud 10 wechseln, um bei Bedarf auf die gewohnten Benutzeroberflächen und Funktionen zuzugreifen. Der Umzug auf die neue Plattform soll auf diese Weise leichter vonstatten gehen.

„Ein wichtiger Meilenstein“

„Wir sind stolz zu sehen, dass ownCloud Infinite Scale so gut bei unserem geschätzten Partner und Kunden ankommt“, freut sich Klaas Freitag, CTO bei ownCloud. „Der erste Einsatz der neuen Generation unserer Kollaborationsplattform ist etwas ganz Besonderes.“ Es sei schön zu sehen, wie die ersten echten Nutzer den auf ownCloud Infinite Scale basierenden Service einsetzen.

Mit ownCloud Infinite Scale habe man einen wichtigen Meilenstein erreicht, ergänzt Hugo Gonzalez Labrador, CERNBox-Projektleiter der IT-Abteilung beim CERN: „Die neue Plattform wird dem CERN bei der Erweiterung und Modernisierung des CERNBox-Services helfen, denn sie greift fast alle Wünsche auf, die unsere User Community über die letzten Jahre geäußert hat“ Die neue Plattform habe nicht nur eine sehr fortschrittliche Architektur, sondern werde, so ist Labrador überzeugt, es ermöglichen, leichter neue Mitstreiter zu finden und mit anderen Communities zusammenzuarbeiten, die vergleichbare Tech-Stacks nutzen.

(ID:47623158)