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Oracle brennt mehr Software in Silizium

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Sparc M7 liefert eingebrannte Sicherheit

Der neue Sparc-Chip kommt mit 32 Prozessorkernen und 256 Threads. Auffallend sind neue Sicherheitsfunktionen, denn laut Larry Ellison sollen Sicherheitsfunktionen möglichst weit unten im Computer-Stack implementiert werden, da sie dort kaum zu knacken sind.

Das „Silicon secured Memory“ stellt mit einem einfachen Schlüssel sicher, dass nur der richtige Anwender Zugriff auf das Memory hat. Schadhafte Fremdprogramme haben somit keinen Zutritt und können keinen Schaden anrichten oder Daten entwenden. Die hauseigene Datenbank, Version 12c, verwendet diese Funktion standardmäßig und soll sich einfach aktivieren lassen.

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Sicherheit und Koprozessoren

Eingebaut im neuen Chip sind Verschlüsselungsmechanismen, die nahezu ohne Leistungsverlust – offiziell verliert man nur zehn Prozent – arbeiten. Es empfiehlt sich, im Datacenter einen „M7“-Server zu installieren, denn damit können alle bestehenden Anwendungen während der Laufzeit gesichert und beschleunigt werden, selbst wenn sie mit anderen Schlüsseln – etwa AES, SHA oder DES – kombiniert werden.

Mit „SQL in Silicon“, das durch im Prozessor implementierte Koprozessoren umgesetzt wird, sollen sich Datenbankanwendungen beschleunigen lassen. Das gelingt durch Funktionen wie Memory De-Compression, Memory Scan oder Filtering. Die Koprozessoren, die diese Aufgaben übernehmen, entlasten die CPU-Kerne deutlich und sollen auch die Speichernutzung verringern. Die Abfrageleistung bei Datenbanken soll sich damit um den Faktor 10 erhöhen.

Der M7-Prozessor ist derzeit in den Maschinen „Oracle Super Cluster M7 Engineered System“, „SPARC T7“ und „M7“ eingebaut.

* *Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Coach in München.

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