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Update erlaubt Anwendungsentwicklung per Developer Cloud OpenText Cloud Edition 20.4 verfügbar

Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Elke Witmer-Goßner

Mit der Cloud Edition (CE) 20.4 startet OpenText eine Plattform zur Anwendungsentwicklung. Zugleich hat der Anbieter die übrigen Komponenten der cloud-nativen Software aktualisiert, inklusive weiteren Integrationen, Echtzeit-Sprachverarbeitung und auf MITRE ATT&CK abgestimmten Erkennungsregeln.

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OpenText CE umfasst Enterprise Content Management (ECM), Customer Experience Management (CEM), Security, Prozessautomatisierung, KI und Analytics und eDiscovery.
OpenText CE umfasst Enterprise Content Management (ECM), Customer Experience Management (CEM), Security, Prozessautomatisierung, KI und Analytics und eDiscovery.
(Bild: Vidyard / OpenText)

Unter der Bezeichnung Cloud Editions bietet OpenText cloud-native Software an, die Unternehmen in eigenen Rechenzentren oder Public Clouds betreiben können. Der Funktionsumfang umfasst dabei Enterprise Content Management (ECM), Customer Experience Management (CEM), Security, Prozessautomatisierung, KI und Analytics und eDiscovery. Jetzt hat der Hersteller das Angebot aktualisiert und als Release 20.4 veröffentlicht.

OpenText Developer Cloud gestartet

Teil des Updates ist dabei die neue OpenText Developer Cloud. Die Plattform richtet sich an Entwickler, die kundenspezifische Lösungen für das Innovationsmanagement erstellen wollen. Hierfür liefert der Hersteller Tools, Schnittstellen (APIs) und Schulungsunterlagen, um den Zugang zu den eigenen Informationsmanagement-Services zu erleichtern.

Die zunächst für Entwickler verfügbaren Dienste gruppiert der Anbieter wie folgt in acht Kategorien:

  • Erfassen & Digitalisieren („Capture & Digitize“): Automatisierte Prozesse, die Dateneingabefehler stark reduzieren oder eliminieren.
  • Speichern & Verwalten („Store & Manage“): Management anwendungskritischer Informationen für Content Services.
  • Analysieren & Berichten („Analyze & Report“): Nahtlose Integration hochgradig interaktiver Analysefunktionen in vorhandene Lösungen.
  • Verarbeiten & Automatisieren („Process & Automate“): Umstellung von manuellen auf automatisierte und von zentralen Datenpunkten gesteuerte Geschäftsprozesse.
  • Suchen & Auffinden („Search & Discover“): Aussagekräftiger Einblick in die Datenlandschaft der Kunden, der genutzt werden kann, um Assets einzufrieren oder Verbindlichkeiten zu veräußern.
  • Integrieren & Zugreifen („Integrate & Access“): Zuverlässiger Zugriff zwischen Anwendungen und Datenquellen.
  • Anzeigen & Kommunizieren („View & Communicate“): Individuelle Erstellung und Veröffentlichung von zielgruppenspezifischen Inhalten.
  • Schützen & Sichern („Protect & Secure“): Informations- und Endpunktsicherheit, um ein Höchstmaß an Datenschutz, Compliance und Governance-Kontrollen zu gewährleisten.

Auch für die weiteren Angebote der Cloud Edition liefert Release 20.4 zahlreiche Updates.

OpenText Business Network Cloud

Die OpenText Business Network Cloud soll Unternehmen, Menschen, Systeme und Geräte verbinden, um anpassungsfähige Handelsnetzwerke aufzubauen. Mit CE 20.4 kommen hinzu:

  • 40 weitere Konnektoren zu Geschäftsanwendungen für das Trading Grid, um die Umsetzung hybrider Integrationsprojekte zu beschleunigen.
  • Zusätzliche Anwendungen, die verwertbare Einblicke in Geschäftsabläufe liefern sollen, darunter: IoT Shipment Tracking Reference und Ecosystem Viewer.
  • Eine Freeway Cloud, mit der kleine und mittlere Unternehmen den digitalen Handel über ein globales Lieferantennetzwerk beschleunigen könnten.

OpenText Content Cloud

Die OpenText Content Cloud soll Inhalte mit digitalen Geschäftsprozessen verbinden und wird erweitert um:

  • SaaS-Anwendungen wie Core for Building Information Modeling und Core Signature.
  • Eigenständige Anwendungen für frühzeitige Fallanalysen und Ermittlungen mit vorgelagerten Analysefunktionen, wie OpenText Axcelerate Investigation.
  • Tiefere Integrationen mit Microsoft, SAP und Salesforce für robuste Content-Management-Funktionen, die sich nahtlos in den Arbeitskontext einfügen sollen. Das umfasse Extended ECM for SAP Solutions mit voller Unterstützung für SAPS/4HANA Cloud Extended Edition; Extended ECM for Office 365 mit verbessertem Lifecycle-Management für Teams, Archivierung für Teams-Chats und die Zuordnung von OpenText-Ordnern zu Teams sowie eine vollständige Integration von Teams mit eDOCS für höhere Benutzerproduktivität und bessere Zusammenarbeit.
  • Verbesserungen im Bereich Information Governance; Core for Federated Compliance unterstütze dabei Archivierungsrichtlinien für Content Suite und Extended ECM uneingeschränkt; zum Teil gelte das für SharePoint und File Systems.

OpenText Experience Cloud

Die OpenText Experience Cloud soll Kunden ein umfangreiches und personalisiertes Omnichannel-Erlebnis bieten. Folgende Neuerungen stellt der Anbieter heraus:

  • Exstream erweitere den Cloud-Input und Omnichannel-Output-Support und optimiere die Erstellung und Bereitstellung personalisierter Inhalte. Das umfasse die Integration neuer Exstream Managed Services mit Core Experience Insights und OpenText Notifications für die cloud-basierte Kommunikation. Zudem gebe es ein KI-gestütztes Kommunikationsdesign und Authoring für personalisierte Inhalte.
  • Media Management kombiniere die visuelle Prüfung mit neuen nativen Tools und erweitere sie durch Funktionen für den Digital Hub auf mehr Benutzer. Das umfasse neue native Prüf- und Kommentarfunktionen, einschließlich Workflow-Design ohne Code, Tiefenzoomüberprüfung für hochauflösende Medien, Verwaltung komplexer Microsites, Google Cloud Certification sowie verbesserte REST-APIs und Adobe Creative Cloud Connector.
  • Mit Voice-of-Customer-Lösungen könnten Unternehmen schnell auf die Anforderungen von Kunden und Contact-Center-Agenten reagieren. Im Detail ergänze Qfiniti Live-Gespräche um Echtzeit-Sprachverarbeitung und Stimmungsanalyse; hinzu komme eine Echtzeit-Unterstützung für Agenten mit Optimize Guide. Zudem gebe es den neuen Web-Client CX-E Voice mit eigenständigem Verzeichnis, automatischer Vermittlung und aktualisierter Spracherkennungs-Engine.

OpenText Security & Protection Cloud

Mit der OpenText Security & Protection Cloud sollen Unternehmen geistiges Eigentum, Kundendaten und sensible Finanzinformationen schützen. Release 20.4 liefere dabei:

  • Endpoint Detection and Response (EDR) mit vollem Funktionsumfang. Durch die Anpassung an MITRE ATT&CK ließen sich erweiterte und komplexe Bedrohungen einfacher erkennen. Dies schließe mehr als 250 sofort einsatzbereite Erkennungsregeln ein, die auf die2020 MITRE ATT&CK-Matrix abgestimmt sind.
  • Erweiterte Unterstützung von Betriebssystemen und Artefakten, um Sicherheits-, Rechts- und Strafverfolgungsexperten Datentransparenz und Ermittlungswerkzeuge zur Verfügung zu stellen.
  • Der Tableau TX1 Forensic Imager unterstütze das Entsperren verschlüsselter „Microsoft BitLocker“- und „Apple APFS“-Volumes mit bekannten Benutzerdaten. EnCase Forensic und Endpoint Investigator böten eine Vorschau und gezielte Dateisammlungen für Microsoft OneDrive sowie Unterstützung für die kommende Version von Apple MacOS 11 Big Sur.
  • Verbesserte Unterstützung für forensische Remote-Ermittlungen und Untersuchungen. Der EnCase Endpoint Investigator ergänze die Vorschau und Erfassung verteilter Endgeräte außerhalb des Unternehmensnetzwerks.
  • Einführung von Carbonite und Webroot in Unternehmen. Carbonite-Lösungen sollen dabei Datenverluste auf Endgeräten vermeiden, Microsoft 365-Anwendungen schützen und die Verfügbarkeit kritischer Systeme sicherstellen. Die von der OpenText-Tocher Webroot entwickelten BrightCloud Threat-Intelligence-Services sollen die Reputationsdienste von EnCase Endpoint Security stärken.

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