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RightScale State of the Cloud Report 2013 OpenSource dominiert Cloud Business

Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Florian Karlstetter

Beim Cloud Computing liegt Open Source weit vorne. Einer kürzlich vom Cloud-Spezialisten RightScale durchgeführten Studie zur Folge, ist Cloud-Computing endgültig im Mainstream angekommen und wird im Bereich öffentlicher und privater Clouds von Open Source Software dominiert.

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Der Reifegrad der Cloud: Folgt man dem "Rightscale State of the Cloud Report 2013" ist Cloud Computing endgültig im Mainstream angekommen - und wird von Open Source dominiert.
Der Reifegrad der Cloud: Folgt man dem "Rightscale State of the Cloud Report 2013" ist Cloud Computing endgültig im Mainstream angekommen - und wird von Open Source dominiert.
(Bild: Rightscale)

Studien untermauern durch die Wahl der Fragestellungen, der Probanden und deren Relevanz für das mit der Stichprobe in Beziehung stehenden „Wirklichkeitsmodells“ zwar Alles und Nichts, sind aber nichtsdestotrotz ein beliebtes Marketinginstrument. Als ein Solches belegt das Ergebnis der Studie in der Regel zuverlässig die Zielsetzung des Auftraggebers oder Durchführenden der Studie, sofern es sich nicht explizit um unabhängige Expertisen handelt. Trotzdem haben Studien durch ihre bloße Existenz bzw. das Weiterverbreiten und Zitieren einen Einfluss auf das Marktgeschehen.

Über RightScale und die gleichnamige Lösung

Der US-amerikanische Cloud-Spezialist RightScale ist immerhin kein Nobody unter den Cloud-Herstellern, sondern gehört bereits 2006 gegründet heute zu den wichtigsten und einflussreichsten Protagonisten, sodass dessen Einschätzung des Marktgeschehens nicht ungehört im Rauschen verhallt. Das mit dem Firmennamen identische Hauptprodukt RightScale ist eine SaaS-basierte Management-Lösung für Cloud-Infrastrukturen, die verschiedene IaaS-Lösungen umfasst.

RightScale erlaubt Unternehmen ein einfaches Ausrollen und Verwalten von geschäftskritischen Anwendungen in verschiedene Private-, Public und Hybrid-Clouds. RightScale positioniert sich damit als einheitliche Verwaltungs-Plattform für private, öffentliche und hybride Clouds und unterstützt in puncto Public-Clouds Amazon Web Services (AWS), Rackspace Cloud, Windows Azure und Googles Compute Engine.

Seit Ende letzten Jahres unterstützt RightScale als Ergebnis einer strategischen Partnerschaft mit Rackspace auch dessen auf OpenStack basierende Private-Cloud-Lösung OpenCloud, sodass Anwender die Produkte beider Anbieter zu einer Plattform zusammenführen können. Das gilt dann auch für die von Rackspace in Form von Cloud-Diensten angebotenen Server, Datenbanken, Blockspeicher und Netzwerke - der sogenannten Rackspace Cloud.

Die Firma mit Hauptsitz im kalifornischen Santa Barbara, unterhält dank dreier Venture-Kapital-Spritzen aus den Jahren 2008 und 2010 insgesamt mehr als 40 Mio. US-Dollar und inzwischen Büros in Großbritannien, Singapur und Australien. RightScale unterstützt dank Partnerschaften mit Citrix CloudStack und OpenStack Unternehmen auch beim Aufbau von Private Clouds.

Cloud Computing kein Marketing-Bubble

Vor kurzem hat RightScale seinen State of the Cloud 2013 Report veröffentlicht. Der basiert auf einer Befragung von 625 IT-Entscheidern. Demnach ist Cloud Computing nicht nur mittlerweile im Mainstream angekommen, sondern wird auch von Open-Source-Software dominiert. Das lässt sich aus den von RightScale veröffentlichten Zahlen ablesen. Demnach sei Cloud Computing schon lange keine Marketing-Sprechblase mehr, denn 50 Prozent der befragten Unternehmen betreiben zumindest einige Ihrer Applikationen und Dienste in der Cloud. Mindestens 25 Prozent der befragten Firmen gaben sogar an, permanent Cloud-Anwendungen zu nutzen. Nur bei acht Prozent der Befragten gab es überhaupt keine Pläne dieser Art.

Open Source dominant

Ein weiteres interessantes Resultat der Studie: beim Ausrollen von Diensten und Anwendungen in die Cloud unterscheiden sich kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), sowie große Konzerne lediglich in der Vorgehensweise. Während Letztere in der Regel auf einen hybriden Mix von Lösungen setzen, bevorzugen KMUs eher eine einzige Lösung. Bei den konkret genutzten Cloud-Diensten kommen dagegen egal ob KMU oder Global Player mit einer Ausnahme Open-Source-Lösungen zum Einsatz oder zumindest Angebote, die auf Open-Source-Software basieren.

Unter den meist genutzten Public-Clouds führen erwartungsgemäß Amazon Web Services (AWS) das Feld an, gefolgt von Rackspace (RAX), Google Compute Engine (GCE) und Windows Azure. Bei Private-Clouds sieht die RightScale-Studie OpenStack vor CloudStack und Eucalyptus. Alle genannten Lösungen sind mit Ausnahme von Windows Azure Open Source oder verwenden Open-Source-Software.

Am Fundament der Amazon Web Services beispielsweise werkeln rund 500000 Linux-Server. Auch die AWS-Software selbst beruht auf Linux und dem Xen-Hypervisor. OpenStack, CloudStack und Eucalyptus sind ohnehin reine Open-Source-Lösungen und die kommerzielle Lösung von Rackspace basiert auf OpenStack. Letzteres ist bekanntlich von Rackspace selbst und der NASA initiiert worden. Auch Googles Compute Engine GCE setzt auf Linux.

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