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OX Summit: Anbieter präsentiert eigenen Cloud-Desktop Open-Xchange rechnet mit 200 Millionen Nutzern in zwei Jahren

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Der Collaboration-Spezialist Open-Xchange hat einen Desktop für den Browser angekündigt. Mit seinem Webmail-Service aus der Cloud möchte das Unternehmen die Anzahl der Nutzer bis 2014 von aktuell 60 Millionen auf 200 Millionen steigern.

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Die Oberfläche der OX App Suite ist laut Open-Xchange durch das Bauhaus-Design inspiriert.
Die Oberfläche der OX App Suite ist laut Open-Xchange durch das Bauhaus-Design inspiriert.
(Open-Xchange)

Mit der OX App Suite hat der Collaboration-Anbieter Open-Xchange einen Browser-Desktop entwickelt. Der neue Software-Client soll Anwendern auf unterschiedlichen Endgeräten konsistente Daten liefern und für ein durchgängiges Nutzererlebnis sorgen. Die Benutzeroberfläche orientiert sich „an den Gestaltungsprinzipien der deutschen Bauhaus-Designer“, wie Rafael Laguna, CEO von Open-Xchange, mitteilt.

Das Open-Source-Unternehmen hat die Neuheit gestern auf dem Partnertag OX Summit in Berlin vorgestellt. Zur OX App Suite gehören ein Portal und integrierte Apps, mit denen sich E-Mails, Kontakte und Termine bearbeiten sowie Informationen aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing und Twitter abrufen lassen. Zudem steht eine App zur Verwaltung von Bildern, Audio-, Video- und Office-Dateien bereit. Mails, Dateien, Aufgaben, Kontakte und Kalendereinträge werden automatisch mit Tablets, iOS-, Android- und Windows-Smartphones synchronisiert.

Konsequent auf die Cloud ausgerichtet

Open-Xchange bietet die gleichnamige Groupware bereits seit 2007 als Software as a Service an, zunächst über den Hosting-Partner 1&1. Inzwischen ist der Nürnberger Anbieter weltweit mit zahlreichen weiteren Hosting-Providern ins Geschäft gekommen und setzt heute primär auf dieses Bereitstellungsmodell. Aktuell verwenden nach Angaben des Unternehmens fast 60 Millionen Nutzer den Webmail-Service. In zwei Jahren möchte Open-Xchange die Zahl von 200 Millionen erreichen, wie CEO Laguna auf dem Summit ankündigte.

Die OX App Suite wird im Dezember für den Einsatz freigegeben und ist von Januar an als Cloud-Service über Hosting- und Telco-Provider verfügbar. Außerdem bieten Systemhäuser die Software, die unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht wird, zur Installation in Unternehmen an.

Univention und Sachsen DV

Darüber hinaus gab Open-Xchange auf dem OX Summit eine Kooperation mit dem Infrastruktur-Spezialisten Univention und dem Service-Provider Sachsen DV bekannt. Der Leipziger Rechenzentrumsbetreiber stellt Open-Xchange in Kombination mit der Plattform Univention Corporate Server (UCS) als Cloud-Service bereit.

Das Angebot richtet sich an Mittelstandskunden, die Anwendungen in die Cloud auslagern wollen, ohne dabei auf administrative Kontrolle zu verzichten. Das UCS-Management-System sorgt für die einheitliche und zentrale Benutzer- und Berechtigungsverwaltung von Goupware-Diensten und sämtlichen Applikationen.

Das UCS-OX-Bundle kann ab einem Betrag von 99 Euro pro Monat bezogen werden. Sachsen DV stellt den Service on demand bereit, sodass die Funktionen unmittelbar nach der Bestellung zu nutzen sind. □

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