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CeBIT 2015: In Halle 6 liegt das Zentrum für offenen Sourcecode und Standards Open-Source-Anbieter vor Ort in Hannover

Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Wieder hat man es recht einfach, sich auf der CeBIT einen Überblick über wichtige und neue Open-Source-Anwendungen zu verschaffen. Gleich hinter dem Haupteingang zur Halle 6 ist das Angebot konzentriert versammelt. Der Andrang in diesem Messebereich zeigt alljährlich, wie interessant das Publikum das Thema Open Source findet.

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Im Open Source Park, hier ein Foto von der CeBIT 2013, geht es öfter beengt zu.
Im Open Source Park, hier ein Foto von der CeBIT 2013, geht es öfter beengt zu.
(Bild: Pluspol, Open Source Park)

Der Messegesellschaft an der Leine-Metropole ist Open Source seit Jahren ein wichtiger Besuchermagnet, zumal es 2015 keinen „LinuxTag“ geben wird. Deshalb belegen die entsprechenden Aussteller einen zentralen Ort im Geschehen. Regelmäßige CeBIT-Gänger haben sich daran gewöhnt: Halle 6, gleich vorne – und schon geht buchstäblich nicht mehr viel.

Es wird wie immer beengt zugehen

Gedrängel gibt es öfter rund um das „Open Source Forum“. Das Vortragsprogramm auf dieser Bühne ist vom „Linux-Magazin“ organisiert und vielen Besuchern wichtig. Das regelmäßig für den Andrang zu klein geratene Forum hatte früher in der Nachbarschaft Einzelaussteller aus dem Open-Source-Bereich. Die wird es in diesem Jahr nicht mehr geben, so ist Univention nicht mehr dabei.

Jahrelang war Univention mit einem großen Stand vertreten. Hier bekam das Hauptprodukt, der „Univention Corporate Server“, nur einen kleinen Teil der Präsentationsfläche. Die meisten Demopoints stand Partnerunternehmen aus dem Open-Source-Feld zur Verfügung. Der Aufwand war den Bremern am Ende zu groß. Ähnlich ging es mit Zarafa.

Alles versammelt im Open Source Park

Doch das Forum bildet in diesem Jahr quasi den Eingang zum „Open Source Park“, wieder organisiert von der Koblenzer Agentur Pluspol. Hier haben einige der Firmen, die früher Partnerstände bei Univention oder anderen hatten, jetzt eigene Präsentationen. Zu diesen Firmen gehören zum Beispiel Ancud IT, unter anderem bekannt für Liferay und Hadoop, sowie CapeIT, ein bekannter Spezialist für OTRS und IT Service Management.

Im Open Source Park wird man etliche Firmen antreffen, die hier schon öfter dabei waren: zum Beispiel OpenERP, UIB (PC-Softwareversorgung „Opsi“), Würth Phoenix, B1 (mit dem Gast Owncloud), der Content-Management-Spezialist Agorum und FOSS aus der Schweiz. Insgesamt sind es mehr als 30 Anbieter aus dem Open-Source-Spektrum.

Recht günstig für kleine Anbieter

Einige davon sind neu dabei. Hallo Welt! ist ein Unternehmen aus Regensburg, dass auf Websites und Wikis spezialisiert ist. MariaDB präsentiert die gleichnamige Alternative zur weit verbreiteten Open-Source-Datenbank MySQL. Synetics (ITSM und die CMDB i-doit) bringt vier Partner mit ins Spiel, nämlich IT-novum (Dienstleister für Business-Lösungen), Procilon (Sicherheit), JDisc (Discovery, Netzwerk-Dokumentation) sowie G-Media (E-Commerce).

„Gerade für kleinere Unternehmen, die keinen eigenen Stand realisieren wollen, bietet der Open Source Park eine kostengünstige und gute Möglichkeit auf der wichtigsten IT-Messe Präsenz zu zeigen“, erklärt Peter Ganten, Univention-Chef und Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance. Deutschlands größte Organisation von Open-Source-orientierten IT-Anbietern, Anwendern, Forschungs- und Bildungseinrichtungen ist im Open Source Park ebenfalls vertreten.

Die Open Source Business Alliance wirbt für o!conomy

Die OSB Alliance verschafft einen Überblick über das Open-Source-Angebot und organisiert unter anderem Rundgänge im Open Source Park. Ferner informiert sie über den Aufbau und Betrieb einer offenen und flexiblen Cloud sowie über den sicheren Umgang mit unternehmenskritischen Daten. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Einbettung von herstellerunabhängiger IT-Kompetenzen in die schulische Ausbildung.

Die Organisation hat übrigens das CeBIT-Motto „d!conomy“ (digital economy) um die Kernbereiche Big Data, Cloud Computing, Mobile, Social und Security kurzerhand abgewandelt. Bei der OSB Alliance heißt es „o!conomy“ für „open economy“. Das möchte sie nicht als Widerspruch zum CeBIT-Motto verstanden wissen, sondern als Erweiterung. Es gelte nämlich die Technologie offen zu gestalten, damit sie von Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft wird.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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 Ludger Schmitz

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Freiberuflicher Journalist