Dresdner Gemäldegalerie bietet Weborello Online zu Vermeer

Von dpa

Auch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) bleiben nach der neuen Corona-Notfallverordnung in Sachsen bis zum 9. Januar 2022 geschlossen – und damit auch die einzigartige Schau „Johannes Vermeer. Vom Innehalten“ in der Gemäldegalerie Alte Meister.

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Eines der berühmten Gemälde des niederländischen Barockmalers Johannes Vermeer: „Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster“, entstanden um 1657-59.
Eines der berühmten Gemälde des niederländischen Barockmalers Johannes Vermeer: „Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster“, entstanden um 1657-59.
(Bild: © Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Herbert Boswank)

Mittels eines Weborello, einer digitalen Tour, kann die Sonderausstellung dennoch besucht werden, online, wie der Museumsverbund mitteilte. Anhand vertiefender Texte, zoombarer Bilder und Kurzfilme seien Hintergründe und Wissenswertes zu Vermeer und der holländischen Genremalerei des 17. Jahrhunderts kostenfrei zugänglich.

Die bisher größte Schau mit Meisterwerken von Johannes Vermeer (1632-1675), einem der bedeutendsten holländischen Barockmaler, in Deutschland vereint 10 der nur 35 bekannten Bilder. Im Zentrum steht das berühmte Gemälde „Brieflesendes Mädchen am Fenster“ aus eigenem Bestand, das nach vierjähriger Restaurierung und Erforschung erstmals so präsentiert wird, wie Vermeer es schuf. Bei Entfernung einer nach seinem Tod erfolgten Übermalung kam der Cupido, ein stehender Liebesgott, als „Bild im Bild“ auf der Rückwand des Zimmers zum Vorschein.

Das Weborello zur Vermeer-Ausstellung beleuchtet den Prozess der Restaurierung und die Maltechnik sowie die Symbolik der Bildsprache und Vermeers Zeit. Es wurde mit Hilfe von Sponsoren wie der Hata Stiftung Tokio entwickelt, die bereits die Restaurierung förderte. Zudem gibt es kostenfrei virtuelle Live-Touren durch diese und weitere aufgrund der Pandemie verwaiste Ausstellungen der SKD wie die Romantik-Schau im Albertinum. Die SKD-Digitalplattform voices bietet zudem Screening-Programme mit künstlerischen Positionen – etwa zur Kinderbiennale im Japanischen Palais.

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