Die Datenspeicherung in der Cloud eröffnet Unternehmen alternative Kommunikationswege

Online-Backup kann mehr als Daten sichern

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Im Gegensatz zur Version 1.0, die die Daten vor dem Versand zum Service-Provider im Unternehmen „zwischenspeichert“ und versandfertig macht, entfällt dieser Schritt bei Hybrid-Backup 2.0. Diese Technik steht in den USA gerade erst am Anfang der Entwicklung und soll in diesem Jahr flügge werden.

Das Synonym für Datenspeicherung in der Cloud heißt noch Dropbox

Das Online-Portal „Cloudsider“ untersucht unter anderem das Angebot von Online-Backup für den deutschen Raum. Für den Einsatz im Business-Bereich muss man sich allerdings durch die Testberichte arbeiten, weil wichtige Kriterien – wie der Standort der Datenhaltung – nicht in die Bewertung eingingen. Empfohlen werden aber unter anderem die Angebote von livedrive, SugarSync, Dropbox Business und Wuala Business. Zum Jahresanfang wurde das Angebot der englischen Firma livedrive zur „Cloud des Monats“ gekürt.

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Die deutsche Antispameurope präsentiert mit „Hornetdrive“ einen „vollverschlüsselten Datenspeicher in der Cloud“, der dank End-to-End-Verschlüsselung den Zugriff Unbefugter ausschließen will und die Versionierung gemeinsam genutzter Dateien bietet. Selbst Mitarbeiter des Service-Anbieters haben nach Betreiberangaben keine Möglichkeit, auf die in Deutschland gelagerten Informationen zuzugreifen. Das System bietet zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie die mehrfach redundante Speicherung und die Rechteverwaltung über definierbare Benutzerrollen.

Rechenexempel

Für den Datenaustausch haben die Entwickler die automatische Datenreplikation ebenso eingebaut wie die Möglichkeit der Synchronisierung auch von offline erstellten Dateien. Der Zugriff auf die Daten kann von PCs unter Windows, Linux und Mac OS und von Mobilgeräten unter Google Android sowie Apple iPhone und iPad erfolgen.

Es gibt eine Business-Lösung mit 10 GByte Platz und eine Enterprise-Variante mit 100 GByte Speichervermögen. Pro Nutzer entstehen Kosten von zwei Euro im Monat, erlaubt ist auch der kostenlose Zugang von Gästen, die bis zu 100 MByte Daten ablegen können.

Preiswerter, zumindest für ein Jahr, ist Hidrive von Strato, das für 100 GByte Datenvolumen erst im zweiten Jahr 4,90 Euro pro Monat verlangt. Bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten sind das mit Einrichtungsgebühren etwas über 120 Euro.

Da man für diesen Preis auch eine externe Festplatte mit 1.000 GByte Kapazität bekommt, sollte man sich schon gut überlegen, ob sich die Verwandlung von Capex- in Opex-Kosten (Capital/Operational Expenditures) für das Online-Backup lohnt.

Fazit

Der Online-Speicherung bei Cloud Providern wird eine großartige Zukunft vorausgesagt, weil bequeme Zusatzfunktionen wie Collaboration und der Datenzugriff von unterwegs angeboten werden. Zudem scheinen die Mietangebote kostengünstig.

Ob sich Kosteneinsparungen für die Unternehmens-IT ergeben, ist unklar, da ja nur ein Teil der Unternehmens-Daten ausgelagert wird. Eventuell sind die Sicherheitsmechanismen der Dienstleister besser als das bei kleineren Firmen der Fall ist. Das dürfte allerdings keinen Einfluss haben, wenn die amerikanische Home-Security bei den US-Cloud-Providern anklopft.

Achten sollte man deshalb auf rechtliche Vorgaben – Stichwort Datenspeicherung im EU-Raum – sowie auf Mandantenfähigkeit, Verschlüsselung zumindest bei der Datenübertragung und dem Absichern gegen Zugriffe Dritter auf die gespeicherten Daten.

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