Marktstudie zur Nutzung von Cloud Computing in Deutschland

Online-Applikationen sind bei Kleinunternehmen auf dem Vormarsch

25.10.2011 | Autor / Redakteur: Christian Egle / Florian Karlstetter

Das Thema Unified Communications and Collaboration steht bei der Nutzung von Online-Applikationen im deutschen SMB-Umfeld an erster Stelle.
Das Thema Unified Communications and Collaboration steht bei der Nutzung von Online-Applikationen im deutschen SMB-Umfeld an erster Stelle.

E-Mail und Collaboration

E-Mail ist nach wie vor das zentrale Werkzeug für geschäftliche Kommunikation. Dennoch sind in Deutschland gerade einmal 5 % der Kleinunternehmer in Deutschland bereit, für Business-E-Mail wie Open-Xchange oder 1und1 MailXchange auch zu bezahlen. Der Grund liegt auf der Hand: Solange zuverlässige und kostenfreie E-Mail-Systeme frei verfügbar sind, können SMBs, und vor allem Mikro-SMBs, nur schwerlich von kostenpflichtigen Systemen überzeugt werden. 33 % der befragten Unternehmen nutzen kostenfreie Provider-Accounts wie GMX oder Gmail. 45 % verwenden kostenfreie gehostete E-Mail-Services, die von ihren Service Providern zur Verfügung gestellt werden.

Verteilung der unterschiedlichen E-Mail-Account-Typen bei deutschen SMBs.
Verteilung der unterschiedlichen E-Mail-Account-Typen bei deutschen SMBs.

Anders sieht es bei den Unternehmen mit 10-49 Mitarbeitern aus. In diesem Segment verwenden gegenwärtig 36 % der Unternehmen interne E-Mail-Server, was bei dieser Unternehmensgröße eine teure und komplizierte Lösung ist. Gehostete Business-E-Mail mit integrierter Sicherheits-, Archivierungs- und Mobilitätsfunktion ist für diese SMBs eine interessante Alternative. Sie profitieren unter anderem von einer besseren Teamzusammenarbeit, die Business-E-Mail ermöglichen. Hinzu kommt das interessante Preismodell „pay-per-seat“, bei dem die Kosten pro Arbeitsplatz abgerechnet werden.

In seiner Marktuntersuchung hat Parallels festgestellt, dass 53 % der kleinen SMBs definitiv planen, in den nächsten drei Jahren von internen E-Mail-Servern auf kostenpflichtige gehostete E-Mail umzusteigen oder dies zumindest ernsthaft in Erwägung zu ziehen.

Gehoste PBX-Lösungen sind in Deutschland noch weitestgehend unbekannt

Gehoste PBX-Lösungen sind in Deutschland noch weitestgehend unbekannt.
Gehoste PBX-Lösungen sind in Deutschland noch weitestgehend unbekannt.

Während in den USA gehostete PBX-Lösungen zunehmend an Akzeptanz gewinnen, ist der deutsche PBX-Markt von inhouse PBX-Systemen dominiert. Für 40 % der Mikro- und kleinen SMBs, die ein solches System nutzen, wäre eine gehostete PBX-Lösung einfacher und flexibler. Aktuell planen weniger als 5 % der SMBs, die eine inhouse PBX-Lösungen einsetzen, innerhalb der nächsten drei Jahre auf gehostete PBX-Services umzusteigen. Dies ist primär auf einen Mangel an vergleichbaren Alternativen zurückzuführen. Fehlendes Wissen und mangelnde Aufklärung behindern die Marktdurchdringung: Rund 25 % der deutschen SMBs haben noch nie etwas von gehosteten PBX-Services gehört.

Fazit

Cloud Computing hat kleinen und mittleren Unternehmen bereits Zugriff auf Rechenleistung, Applikationen und Services ermöglicht, die früher nur für große Konzerne verfügbar waren. In den kommenden Jahren stehen die Chancen gut, dass Kleinunternehmen auch immer mehr Applikationen über das Internet beziehen werden. Rechenkapazitäten und Speicherplatz sind bei den Internet Service Providern reichlich vorhanden, die Bandbreiten zu den Kunden stehen. Nimmt man den wachsenden Bedarf und die niedrigen Einstiegskosten bei den Kunden hinzu, so sind alle Voraussetzungen gegeben, dass „Software as a Service“ in den kommenden Jahren seinen Durchbruch bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen auf breiter Basis erleben könnte.

Die vollständige Parallels-Studie erhalten Interessierte auf der Website von Parallels.

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