Cisco-Studie zum „Internet of Everything“

Öffentliche Hand verdient mit intelligenter Vernetzung gutes Geld

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Der Einsatz von Technologien für das „Internet of Everything“ birgt ein weltweites Potenzial für die kommenden zehn Jahre durch geringere Kosten, gesteigerte Produktivität und höhere Einnahmen.
Der Einsatz von Technologien für das „Internet of Everything“ birgt ein weltweites Potenzial für die kommenden zehn Jahre durch geringere Kosten, gesteigerte Produktivität und höhere Einnahmen. (Bild: Cisco)

Das „Internet of Everything“ kann sich für die Öffentliche Hand richtig auszahlen: Laut einer aktuellen Cisco-Studie birgt der neue Hightech-Trend in den kommenden Jahren allein für Behörden in Deutschland eine Wertschöpfung von über 130 Milliarden Euro.

Der Begriff „Internet of Everthing“ (IoE) umschreibt Ciscos Vision einer umfassenden Vernetzung von Menschen, Prozessen, Daten und Objekten sowie dem Mehrwert dieser Verbindungen mit dem Netzwerk. Zahlreiche aktuelle Technologien – zum Beispiel das Internet der Dinge, Mobilität und Cloud Computing – ermöglichen gemeinsam das IoE. Mit dessen Hilfe können Behörden Kosten sparen, die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen, neuen Umsatz generieren und Bürgern Vorteile bieten.

Wert der einzelnen Prozesse

Die Cisco-Studie „Internet of Everything: A $4.6 Trillion Public-Sector Opportunity“ rechnet vor, dass alleine Städte in den nächsten zehn Jahren durch IoE-Anwendungen weltweit 1,4 Billionen Euro an Wert generieren können. Intelligente Gebäude könnten beispielsweise über die Integration von Heizungs- und Klimaanlagen in die Gebäudesysteme geringere Betriebskosten im Energieverbrauch erreichen. Das gleiche gilt bei der Gasversorgung durch geringere Ablesekosten und genauere Verbrauchsbestimmung. Ein ähnlicher Effekt ist auch bei der Wasserversorgung zu erzielen durch die Verbindung von Wasserzählern über ein IP-Netzwerk und deren Ablesung aus der Ferne. Intelligente Parkleitsysteme senken die Betriebskosten durch die Echtzeit-Anzeige verfügbarer Parkplätze. Und die automatische Bezahlung von Mautgebühren führt zu effizienterer Verkehrsführung und höheren Umsätzen.

Neben den Städten profitieren auch die Staats- und Landesbehörden auf fast allen Ebenen von IoE-Lösungen, sei es im Gesundheitswesen, in der Bildung, beim Katastrophenschutz oder Militär. 70 Prozent des Potenzials entsteht bei Prozessen innerhalb einer Behörde, 30 Prozent zwischen den Behörden, so die Hochrechnungen der Cisco-Studie. Würden die weltweit 350 Millionen Mitarbeiter in Behörden etwa stärker Telearbeitslösungen nutzen, könnte das über 90 Milliarden Euro an Wert bedeuten – zum Beispiel über geringere Büro- und Reisekosten.

„Städte müssen heute flexibel Bedürfnisse von Bürgern erfüllen und gleichzeitig ihre vorhandenen Kapazitäten effizient nutzen“, sagt Michael Ganser, Senior Vice President Zentral- und Osteuropa bei Cisco. „Das Internet of Everything hat das Potenzial, das Leben in Städten und Gemeinden grundlegend zu verändern – durch vernetzte Bürgerservices, innovatives Verkehrs- und Versorgungs- bzw. Entsorgungsmanagement, ohne gleichzeitige Steuererhöhungen. Um künftig wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Arbeitsplätze zu schaffen, müssen Bürgermeister sich jetzt mit den Möglichkeiten auseinander setzen, die das IoE bietet“, fordert Ganser.

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