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Interview mit Carlos Escapa, Unitrends, über die Umwälzungen bei Backup/Restore und DR

Nur Festplatten unterstützen hohe Backup-Frequenzen preiswert

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Wieviel Prozent Ihrer Backup-Software-Anwender speichern inzwischen Daten in der Cloud?

Carlos Escapa: Wir führen darüber keine Aufzeichnungen, aber Informationen dazu sind bei Analysten wie Gartner verfügbar. Fast alle Kunden setzen Cloud-basierte Speicher in irgendeiner Form, wie z. B. für Benutzer-Ordner oder SaaS ein.

Disaster Recovery aus der Cloud befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium, wächst aber rasch und das Unitrends Service-Provider-Programm ist derzeit unser am schnellsten wachsendes Segment.

Die Verfügbarkeit unternehmenskritischer Daten erfordert, dass diese Daten gespiegelt werden. Mittels einer Sicherheitskopie in der Cloud wie auch Snapshots sind die wichtigen Daten eigentlich gut geschützt. Ist es da nicht langsam möglich, auf das Tape-Backup zu verzichten?

Carlos Escapa: Man kann schon sagen, dass die Verwendung von Bändern für Disaster Recovery-Zwecke aufgegeben wird, da sie zu langsam und unvorhersehbar sind. Auch Dateiwiederherstellungen werden heute direkt von der Festplatte durchgeführt.

Tapes können bei der Einhaltung von Compliance-Anforderungen hilfreich sein und sie werden häufig in Geschäftsprozessen verwendet, mit denen bestimmte Vermögenswerte, darunter auch Papierdokumente, geschützt werden.

Wir gehen davon aus, dass diese Prozesse noch eine Weile so fortgesetzt werden, obwohl es irgendwann das Beste sein wird, auf preiswerte Cloud-basierte Speicher zu migrieren, vorausgesetzt die Probleme mit der Verfügbarkeit der Netzwerkbandbreite und der Datenhoheit sind vollständig im Griff.

Beschreiben Sie bitte, was die gravierenden Veränderungen beim Disaster Recovery in den letzten drei Jahren sind?

Carlos Escapa: Inzwischen werden Replikation und Orchestrierung in allen Unternehmen eingesetzt und sogar in KMUs sind heutzutage Notfallwiederherstellungspläne zu finden, die vor gerade einmal 5 Jahren nur sehr großen Unternehmen zur Verfügung standen. Wir sehen, dass KMUs zunehmend zwischen Rechenzentren, an MSPs und in die Cloud replizieren.

Dieser Trend erreicht derzeit ein Reifestadium und wird sich noch beschleunigen. Der nächste Schritt wird sein, DR-Prozesse an DR-Spezialisten outzusourcen, die SLAs einhalten und Anforderungen von Buchprüfern und Regulierungsbehörden erfüllen können.

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