PAC-Studie: Zurückhaltung in deutschen Unternehmen gegenüber SaaS-ERP aus der Public Cloud

Noch wenig attraktiv: ERP-Lösungen aus der Cloud

| Autor / Redakteur: Kai Schwarz / Florian Karlstetter

Wie Unternehmen zu ERP-Lösungen aus der Cloud stehen, hat eine Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants, kurz PAC, untersucht.
Wie Unternehmen zu ERP-Lösungen aus der Cloud stehen, hat eine Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants, kurz PAC, untersucht. (Bild: PAC)

Aktuell liegen ERP-Lösungen aus der Private Cloud noch vorne. Wenn sich die Rahmenbedingungen der Anbieter aber ändern, würden deutsche Unternehmen auch mögliche Vorteile von SaaS-Lösungen aus der Public Cloud bevorzugen. Warum das so ist, versucht eine Studie von Pierre Audoin Consultants zu klären.

Das Marktanalyse- und Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants, kurz PAC, hat eine Studie zu SaaS-ERP-Lösungen in deutschen Unternehmen durchgeführt. Für die Studie wurden 100 CIOs, CTOs und IT-Leiter sowie Geschäftsführer befragt. Die Mehrheit der Befragten sieht für ERP-Lösungen aus der Public Cloud eine gute Zukunft in deutschen Unternehmen – auch wenn aktuell noch viele Fragen offen sind und im Unternehmen diskutiert werden.

Laut PAC-Studie nutzt oder plant nur jedes fünfte deutsche Unternehmen den Einsatz von ERP-Lösungen aus der Public Cloud. Im Gegensatz dazu wird bereits in jedem dritten Unternehmen mit einer ERP-Lösung aus der Private Cloud gearbeitet oder dessen Einsatz geplant. Auch wenn ERP aus der Public Cloud aktuell eher ein Nischendasein fristet, erwarten rund 70 Prozent der Befragten, dass sich Lösungen aus der Public Cloud langfristig durchsetzen werden. Dabei sehen die Befragten vor allem Vorteile für die IT-Abteilungen durch leichtere Administration, bessere Skalierbarkeit und Unterstützung mobiler Endgeräte.

Zweifel an Public Cloud

Als größtes Problem bei ERP-Lösungen aus der Public Cloud sehen deutsche Unternehmen laut PAC-Studie unklare Rahmenbedingungen, wie etwa die unsichere Rechtslage, und mögliche Probleme bei der Rückführung der Daten bei Änderung des Bereitstellungsmodells. Zudem haben viele Unternehmen noch Sicherheitsbedenken bei einem solchen Lösungsansatz. Diesen Bedenken müssen Anbieter von SaaS-ERP-Lösungen laut PAC entgegenwirken und beispielsweise ihr Angebote über zertifizierte Rechenzentren entsprechend den EU-Richtlinien bereitstellen. Weitere wichtige Punkte, die ein Anbieter laut PAC-Studie erfüllen muss, sind ein Support mit festgelegten SLAs, Migrationsunterstützung und einen deutschsprachigen Ansprechpartner. Wenn diese Bedingungen hinreichend erfüllt sind, ist mit einer steigenden Nutzung von ERP aus der Cloud zu rechnen, so PAC.

Mehrwert Public Cloud

„Wie die Studie belegt, halten deutsche Firmen das Konzept von ERP aus der Public Cloud mittlerweile für relevant, um bestehende Business-Anwendungen zu ergänzen oder zu ersetzen“, so Frank Niemann, Principal Consultant Software & SaaS Markets. „Aufgrund der Mehrwerte dieses Konzepts sollten sich Firmen mit den Möglichkeiten von ERP aus der Public Cloud auf jeden Fall befassen. Dazu zählt aber auch, Rahmenbedingungen wie Sicherheit objektiv zu bewerten,“ betont Frank Niemann abschließend.

Info: Die vollständige Studie „ERP aus der Cloud: Hemmnisse, Herausforderungen und Einsatz von SaaS-ERP in Deutschland“ wird unter www.pac-online.com zum kostenlosen Download angeboten.

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