Die Rand-Notiz zum Wochenende NF-was? – Kaum einer kennt Eigentumsnachweis für digitale Werke

Von dpa

Wer viel im Netz unterwegs ist, kommt um die Abkürzung NFT nicht herum. Repräsentativ ist das aber nicht. Bei NFT verstehen die meisten Menschen nur Bahnhof, zeigt eine Umfrage.

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Kurioses, Tierisches, Nachdenkliches oder einfach nur unnützes Wissen – die Rand-Notiz zum Wochenende.
Kurioses, Tierisches, Nachdenkliches oder einfach nur unnützes Wissen – die Rand-Notiz zum Wochenende.
(Bild: koldunova - stock.adobe.com)

Der Hype um „Non-Fungible Tokens“ (NFT) im Internet ist ungebrochen. Mit einem NFT als integriertem Echtheitszertifikat und Eigentumsnachweis werden beliebige digitale Werke oder Kunstwerke wie Comic-Zeichnungen, Videos, limitierte Musikalben oder Basketball-Sammelbilder und sogar Tweets verkauft. Teils werden die Werke sogar für Millionenbeträge versteigert.

Zwei Drittel (68 Prozent) der Menschen in Deutschland haben von NFT aber bislang weder etwas gehört noch gelesen. Das geht aus einer Umfrage von Bitkom Research hervor. 11 Prozent geben an, den Begriff, zu kennen, aber nicht wirklich zu wissen, was dahintersteckt.

Keine Erklärung für NFT?

Nur 7 Prozent der Befragten haben nach eigenem Bekunden eine ungefähre Ahnung von NFT. Und nicht mehr als 5 Prozent glauben, so gut über NFT Bescheid zu wissen, dass sie das Prinzip anderen erklären könnten.

„Non-Fungible Token“ bedeutet auf Deutsch in etwa so viel wie nicht ersetzbarer Kryptowert. NFT sollen digitale Bilder, Zeichnungen, Songs, Videos oder Texte zu handelbaren, digitalen Vermögenswerten machen.

NFTs auf Handelsplattformen erstellen

Ein NFT wird in der jeweiligen Audio-, Video-, Foto- oder Grafikdatei untrennbar als eine Art Wasserzeichen hinterlegt. Jede Interessierte und jeder Interessierter kann eine Datei zu einem Unikat machen beziehungsweise eine NFT-Datei kaufen oder verkaufen, und zwar auf NFT-Handelsplattformen im Netz.

Einzige Voraussetzung: Eine kompatible persönliche digitale Brieftasche (Wallet), wie sie auch für Kryptowährungen benötigt und von zahlreichen Dienstleistern im Netz angeboten wird. Es gibt auch Wallets, in denen sowohl NFT als auch Kryptowährungen aufbewahrt werden können.

Kein Befragter hat bisher gekauft

Unter den Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmern gab es Bitkom Research zufolge aber noch keine NFT-Käuferinnen oder -Käufer. Von denen, die bereits von NFTs gehört haben, betrachtet sie nicht einmal jede oder jede Fünfte (17 Prozent) als mögliche langfristige Wertanlage. Ähnlich viele (16 Prozent) aus dieser Gruppe glauben aber, dass man mit NFT seine Verbundenheit zu einer Marke oder zu Künstlerinnen und Künstlern zeigen kann. Ebenfalls 16 Prozent würden NFTs kaufen, wissen aber nicht, wie das funktioniert.

Grundsätzlich funktionieren NFT wie Kryptowährungen. Die Erstellung und sämtliche Transaktionen wie Käufe oder Verkäufe (Smart Contracts) werden fälschungssicher in sogenannten Blockchains protokolliert und auf Servern gespeichert.

Bald schon wieder weg?

Der IT-Branchenverband Bitkom weist darauf hin, dass sich der mögliche Einsatzzweck von NFT nicht in digitalen Kunstwerken erschöpfen muss: Auch Fahrzeugbriefe als digitale Eigentumsnachweise für Autos ließen sich beispielsweise theoretisch als NFT abbilden.

In der Umfrage ist aber fast die Hälfte (49 Prozent) der Meinung, dass NFT nur Hype sind und bald wieder verschwunden sein werden. Befragt worden waren 1.003 Menschen ab 16 Jahren.

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