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NetApp Insight 2014 in Berlin NetApp setzt auf die Hybrid Cloud

Redakteur: Klaus Länger

Geht es nach NetApp, dann wird es letztlich egal sein, ob man Server im eigenen Rechenzentrum, bei einem Cloud-Service-Provider oder einem Hyperscale-Cloud-Anbieter wie Amazon, Microsoft oder IBM nutzt. Die Daten sollen aber auf jeden Fall auf einem physikalischen oder virtuellen NetApp-Device liegen.

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Für NetApp stellt die Hybrid Cloud besondere Anforderungen an das Daten-Management, die das Unternehmen erfüllen will.
Für NetApp stellt die Hybrid Cloud besondere Anforderungen an das Daten-Management, die das Unternehmen erfüllen will.
(Bild: IT-Business)

Der Channel muss sich damit abfinden, dass immer mehr ihrer Kunden statt eigener Server die Dienste von Cloud-Anbietern nutzen. Aber mit der Hybrid-Cloud-Lösung von NetApp bleibt den Systemhäusern wenigsten noch das Geschäft mit den Storage-Appliances erhalten. Und die Kunden haben laut NetApp den Vorteil, dass die Daten auf Geräten liegen, die ihnen gehören und auf die auch US-Behörden keinen Zugriff haben. Da war jedenfalls die zentrale Botschaft, die NetApp auf der Insight 2014 in Berlin verkündete.

Erstmals waren auf der zentralen europäischen NetApp-Veranstaltungen nicht nur Partner und Entwickler vertreten, laut Julie Parrish, Senior Vice President and Chief Marketing Officer bei NetApp, hatten auch etwa 500 Kunden den Weg in den CityCube gefunden. Tom Georgens, der CEO des Storage-Spezialisten, betonte bei einem Presse-Roundtable die große Bedeutung des deutschen Marktes für NetApp.

Den zentralen Baustein für den Erfolg von NetApp, vor allem im Vergleich zu den Serverherstellern, die im Markt laut Tom Georgens immer weiter zurückfallen, ist das eigene Betriebssystem Clustered Data Ontap in Verbindung mit einer leistungsfähigen Management-Software. NetApp hat auf der Insight 2014 die neue Version 8.3 des Betriebssystems präsentiert.

Alles für die Hybrid-Cloud

Für Tom Georgens ist die Hybrid Cloud das dominierende Enterprise-Modell der Zukunft und NetApp ist hier gut aufgestellt. Der große Vorteil der NetApp-Lösungen liegt für George Kurian, Executive Vice President für Product Operations bei NetApp, im übergreifenden Management von der Private Cloud im eigenen Rechenzentrum, bei spezialisierten Private-Cloud-Anbietern und bei den sogenannten Hyperscalern. Darunter versteht NetApp Cloud-Anbieter wie Amazon mit AWS, Microsoft mit Azure oder IBM mit Softlayer. Denn hier liegen die Daten nicht in isolierten Silos mit jeweils unterschiedlichen Management-Lösungen, sondern auf physikalischen oder virtuellen NetApp-Appliances, die sich zentral verwalten lassen und Daten unkompliziert austauschen und replizieren. Er bezeichnet dieses Modell als Data Fabric.

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Einen sinnvollen Einsatz von Hyperscalern sieht NetApp etwa für Start-Ups, die kein Geld in eigene Server investieren wollen oder können, für das Abfangen von Auslastungsspitzen oder bei einem günstigen Desaster-Recovery. Bei diesem Modell werden alle Daten der lokalen NetApp-Appliances auf eigene NetApp-Geräte repliziert, die bei einem Colocation-Anbieter stehen, der sein Rechenzentrum in unmittelbarer Nähe eines deutschen Data-Centers des Hyperscalers hat. Erst beim Ausfall des eigenen Rechenzentrums werden die vorkonfigurierten virtuellen Server in der Public Cloud in Betrieb genommen. Vorher fallen hier auch praktisch keine Kosten an. In Deutschland funktioniert das schon im Zusammenspiel mit AWS und E-Shelter als Colocation-Dienstleister. NetApp sieht aber noch andere Vorteile für dieses Private-Storage-Modell. So liegen die Daten hier nicht bei einem US-amerikanischen Anbieter, sondern auf Storage-Appliances, die der eigenen Firma gehören.

NetApp in der Public Cloud

Für Daten, die nicht als sensibel angesehen werden und daher auf den Servern von Firmen wie Amazon, Microsoft oder IBM liegen können, hat NetApp mit Cloud Ontap ein passendes Angebot. Cloud Ontap ist eine virtuelle, komplett softwarebasierte Storage-Appliance die auf den Storage-Servern des Cloud-Anbietern läuft und dessen Speicherplatz nutzt. Allerdings kann man für die virtuelle Appliance die selben Management-Schnittstellen und Tools nutzen, die auch im lokalen Rechenzentrum im Einsatz sind. Auch das Verschieben von Daten zwischen physikalischen und virtuellen Speicherorten wird einfacher. Zunächst ist Cloud Ontap auf Amazons AWS verfügbar. Neben einer nutzungsbasierten Abrechnung ist auch ein Abo-Modell mit 50 TB Speicher verfügbar. Die Einrichtung der virtuellen NetApp-Appliances soll mit dem OnCommand Cloud Manager im Handumdrehen erledigt sein.

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