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Praktika für Studenten wichtigere Informationsquelle als Internet oder Zeitschriften Nachwuchskräfte fordern Fachkompetenz statt Hierarchien

| Redakteur: M.A. Dirk Srocke

Der CRM-Dienstleister BSI Business Systems Integration warnt Unternehmen davor, die Kreativität von Nachwuchskräften durch Hierarchiedenken und schmale Budgets abzuwürgen. Fruchtet der Rat, können Unternehmen von optimistischen und tatenkräftigen Millennials profitieren, die im Team Verantwortung übernehmen.

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MINT-Studenten planen Karriere und schauen optimistisch in die Zukunft.
MINT-Studenten planen Karriere und schauen optimistisch in die Zukunft.
( Archiv: Vogel Business Media )

In einer Umfrage wollte BSI wissen, was den ab 1980 geborenen IT-Nachwuchs umtreibt. Ergebnis: Die zukünftigen Fachkräfte schauen optimistisch in die Zukunft und könnten ein Gewinn für Unternehmen darstellen – vorausgesetzt, die kennen die Bedürfnisse der als Generation Y, Millennials oder Digital Natives bezeichneten Mitmenschen.

So will das Gros der Befragten mit der eigenen Arbeit etwas bewegen. Traditionelle Hierarchiemodelle sind dabei eher verpönt; stattdessen müssten Führungspersonen ihre Autorität mit Kompetenz verdienen. „Kriterien wie Abteilung, Linien, Alter usw. sind unwichtig“, erläutert BSI-CEO Christian A. Rusche und mahnt: „Wenn Sie einem 25-Jährigen erklären wollen, dass er eine wahrscheinlich gewinnbringende Idee nicht umsetzen darf, weil das eine andere Abteilung macht, weil er dafür noch nicht in der passenden Position ist oder weil es dafür kein Budget gibt, würgen Sie Kreativität und Bereitschaft, sich einzubringen, ab“.

Einsatzbereitschaft zeigen die Studenten von heute bereits während ihrer Ausbildung. Knapp 70 Prozent der Befragten haben demnach Erfahrung als Praktikant oder Werksstudent. Damit liegen praktische Erfahrungen noch vor der Recherche im Internet oder in Zeitschriften: Mit diesen Medien informieren sich 65 Prozent über potentielle Arbeitgeber.

Mehr als die Hälfte der Interviewten besuchen zudem Karrieremessen, Firmenvorträge oder Exkursionen der Uni. Als weitere Informationsquelle gelten Erfahrungen von Kommilitonen. Knapp ein Viertel der Befragten nutzt zudem klassische Stellenanzeigen, etwa einer von drei Studenten fahndet in Social Networks nach künftigen Arbeitgebern.

Für ihren Traumjob würden 65 Prozent der Befragten ihren Wohnort wechseln. Fast drei Viertel der Umfrageteilnehmer ist sich zudem sicher, den perfekten Job zu finden.

Befragt wurden 178 Studierende der sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die nicht repräsentative Erhebung fand Ende Juni im Umfeld der Karrieremesse IKOM am Campus der Technischen Universität in Garching bei München statt. Weitere Datensätze wurden per Online-Fragebogen gesammelt.

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