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Cloud Computing im ERP-Geschäft Myfactory will Partnern profitables SaaS-Geschäft ermöglichen

| Redakteur: Stefan Riedl

Das SaaS-Gespenst geht um. Myfactory-Partner soll dieses Bereitstellungsmodell nicht verschrecken, denn man sei stark von ihrem Engagement abhängig, betonte der Geschäftsführer des ERP-Herstellers.

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Gaston Wahl ist Geschäftsführer bei Myfactory International.
Gaston Wahl ist Geschäftsführer bei Myfactory International.
( Archiv: Vogel Business Media )

Gaston Wahl war eigentlich Banker. Seit vergangenem Herbst setzt er sein Know-how rund um Zahlen und Geldflüsse im ERP-Geschäft ein, als Geschäftsführer der Myfactory International GmbH aus München. Im Gespräch mit IT-BUSINESS erläuterte Wahl, warum Myfactory besonders eng mit seinen Partnern verbandelt ist und wo die Reise mit der Unternehmenssoftware „Business-World“ (siehe Kasten) nun hingeht, insbesondere, was das SaaS-Geschäft angeht.

Rolle der Myfactory-Partner

Screenshot der Myfactory-Software „Business-World“. (Archiv: Vogel Business Media)

Grundsätzlich setze Myfactory stark auf die Programmierkompetenz der Partner, so Wahl. In München, dem Sitz des Unternehmens, sei das eigene Programmier-Team etwa zehn Mitarbeiter stark. Vor diesem Hintergrund sei es unumgänglich, dass einiges an Wertschöpfung in Sachen Programmierung von unabhängigen Software-Häusern stamme. Hier geht es insbesondere um individuelle Anpassungen der Software sowie um branchenspezifische Erweiterungen.

SaaS muss sich lohnen

Allgemein gesprochen wird innerhalb der Reseller-Gemeinde angemahnt, dass Provisionen für die Vermittlung von SaaS-Kunden häufig zu gering sind, um profitabel wirtschaften zu können. Im Vergleich zum klassischen Lizenzgeschäft müssten langfristig betrachtet bei vielen Vertriebsmodellen übermäßig viele Kunden vermittelt werden, wenn Mitarbeiter bezahlt werden sollen und das Systemhaus nicht in die roten Zahlen rutschen will. Da das Cloud-Computing-Paradigma weiter an Fahrt gewinnt, stellt sich die Frage nach der künftigen Profitabilität immer lauter. Das sieht auch Wahl so. Das SaaS-Geschäftsmodell von Myfactory soll daher möglichst lukrativ für Partner sein – immerhin sei man von ihnen abhängig.

Das Myfactory-Modell

Kurz skizziert funktioniert das SaaS-Partnermodell von Myfactory so: Gegen eine monatliche Gebühr von 250 Euro kann der Reseller unbegrenzt viele SaaS-Lizenzen vertreiben und erhält dafür zudem im Rahmen des Partnerprogramms Schulungen, Marketing-Unterstützung und technischen Support. Der Break-Even (bezogen auf die Gebühr) sei so bei durchschnittlichen Projekten (pro Kunde drei User und 230 Euro Umsatz pro Monat und Kunde) schon bei zwei bis drei Bestandskunden erreicht. Weitere Informationen finden Sie im Partner-Bereich des Unternehmens.

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