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Herstellerübergreifendes Cloud-Betriebssystem soll native Smartphone-Apps ablösen Mozilla plant mit „Boot to Gecko“ eigenes OS für Webanwendungen

| Redakteur: M.A. Dirk Srocke

Das Open-Source-Projekt Mozilla plant offenbar ein konkurrierendes Betriebssystem zu ChromeOS und Smartphone-Plattformen. Die unter dem Arbeitstitel „Boot to Gecko“ angekündigte Software soll auf Android-kompatiblen Geräten booten und auch Telefoniefunktionen mitbringen. Laut einem Wiki-Beitrag unterstützt das fertige OS auch USB, NFC oder Kameras.

Derzeit existiert „Boot to Gecko“ lediglich als Blaupause von Mozilla-Entwicklern.
Derzeit existiert „Boot to Gecko“ lediglich als Blaupause von Mozilla-Entwicklern.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mozilla glaubt, dass Web-Anwendungen in jeder Beziehung mit nativen Apps für iPhone, Android oder Windows Phone 7 mithalten könnten. Was fehlt ist eine herstellerunabhängige Entwicklungsbasis. Die könnte ein Betriebssystem liefern, das unter dem Arbeitstitel „Boot to Gecko“ (B2G) entwickelt werden soll.

Auf dem ersten Blick ähnelt der Ansatz Googles ChromeOS. Auch hier dient das Betriebssystem im Wesentlichen dazu, kurz zu booten und einen Browser zu starten. Über den werden dann verschiedene Cloud-Dienste genutzt – vorzugsweise die des Anbieters Google.

Die Open-Source-Entwickler wollen sich allerdings nicht auf Services oder Distributionsmodelle eines Herstellers festlegen. Web-Anwendungen könnten zudem vollen Zugriff auf die Hardware erhalten: Geplant sind Funktionen für Telefonie und der Zugriff auf verschiedene Schnittstellen, darunter Kamera, Bluetooth oder Near Field Communication (NFC).

Als Systemvoraussetzung gelten nach derzeitigem Stand Geräte, auf denen auch das Betriebssystem Android laufen kann. Damit müssen keineswegs ausschließlich Smartphones gemeint sein: Android funktioniert gleichermaßen mit ARM- und x86-Prozessoren.

Derzeit befindet sich das per Wiki-Beitrag skizzierte Projekt B2G noch in einer sehr frühen Konzeptphase.

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