Sage setzt auf Wendepunkt und ERP X3 aus der Wolke

Mittelstand verschmäht Cloud-ERP noch

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Deutsche Mittelständler zählen zu den ERP-Cloudmuffeln: Lediglich zwölf Prozent der Firmen setzen entsprechende Produkte ein.
Deutsche Mittelständler zählen zu den ERP-Cloudmuffeln: Lediglich zwölf Prozent der Firmen setzen entsprechende Produkte ein. (Bild: Sage/Redshift)

Lediglich zwölf Prozent aller mittelständischen Unternehmen in Deutschland nutzen ERP-Lösungen aus der Cloud – so jetzt von Sage veröffentlichte Studienergebnisse. Dabei seien entsprechende Angebote bis zu 50 Prozent preiswerter als On-Premise-Server.

Ab kommenden Jahr sollen Mittelständler Sage ERP X3 auch aus der Cloud beziehen. Mit jetzt veröffentlichten Umfrageergebnissen begründet der Anbieter, warum es dafür einen Markt gibt.

Demnach nutzt aktuell lediglich jedes fünfte Unternehmen online angebotene ERP-Lösungen. 57 Prozent der übrigen Organisationen wollen jedoch künftig auf ERP-Produkte aus der Cloud setzen.

Je nach Sichtweise sind die Kosten dabei zugleich Treiber und Hindernis. 84 Prozent der Cloud-Nutzer glauben, mit den ausgelagerten Diensten gespart zu haben; mehr als jeder fünfte Befragte nennt sogar Einsparungen von 50 Prozent oder mehr. Von Cloud-ERP erhofft sich zudem jeder zweite Untersuchungsteilnehmer reduzierte Ausgaben.

Andererseits fürchtet ein Fünftel der Befragten, dass Clouddienste teurer werden als traditionelle Lösungen auf hauseigenen Servern. Bezeichnend: 87 Prozent der Befragten wissen gar nicht, wieviel ihre On-Premise-Lösungen tatsächlich kosten. Lesern die ähnlich ratlos sind, sei an dieser Stelle unser eBook "Lizenzmanagement in Zeiten der Cloud" empfohlen. Darin wird unter anderem erörtert, wann Kunden tatsächlich mit der Cloud sparen.

Am häufigsten scheitern Cloud-Lösungen aufgrund Security-Aspekten oder die Ablehnung von IT-Abteilungen. Beide Punkte wurden jeweils von 36 Prozent der Befragten genannt. Generell bereitet das Thema Vertraulichkeit 57 Prozent der Probanten einiges Kopfzerbrechen.

Für die Cloud sprechen laut Umfrage von Redshift Research insbesondere reduzierte Kosten (50 Prozent), gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit (40 Prozent) und Effizienz (40 Prozent).
Für die Cloud sprechen laut Umfrage von Redshift Research insbesondere reduzierte Kosten (50 Prozent), gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit (40 Prozent) und Effizienz (40 Prozent). (Bild: Sage/Redshift)

Nichtsdestotrotz glaubt Christophe Letellier, CEO von Sage Mid-Market Europe, derzeit einen Wendepunkt für ERP-Software zu beobachten: "Vor zwei Jahren waren Unternehmen noch argwöhnisch gegenüber der Cloud. Doch mittlerweile setzen immer mehr von ihnen die Cloud für eine Reihe von Diensten ein, sodass die Vorzüge klar sind: Wahlmöglichkeit, Skalierbarkeit, Flexibilität. Unsere Umfrage zeigt, dass Investitionen in die Cloud von drei Hauptprioritäten geprägt werden: reduzierte Kosten, gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz."

Die von Sage vorgelegten Zahlen sind Ergebnis einer Online-Befragung von Redshift Research (Redshift). Im August und September wurden dafür 670 europäische IT-Entscheider aus Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern befragt.

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