To do: Erst einmal Windows Server 2008 R2-Cluster aktualisieren Mit Hotfixes bereit für die Migration zu Windows Server 2012

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

Um den stabilen Betrieb von Clustern zu gewährleisten, ist es notwendig die einzelnen Knoten auf den neusten Stand zu bringen. Außerdem trägt das durchaus zu höherer Leistung bei. Und schließlich sind aktuelle Server die Grundvoraussetzung, um zu Windows Server 2012 zu migrieren.

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Was ist vor dem Umzug auf Windows Server 2012? Der Artikel von Thomas Joos sagt was und wie.
Was ist vor dem Umzug auf Windows Server 2012? Der Artikel von Thomas Joos sagt was und wie.
(Bild: Sergey Nivens/Fotolia.com)

Die Aktualisierung von Cluster-Knoten ist keine einfache Angelegenheit. Dennoch sind aktuelle Patches vor allem für Cluster eine wichtige Voraussetzung für den stabilen Betrieb. Microsoft stellt eine Liste mit aktuellen Patches zur Verfügung. Mit diesen sollten Administratoren ihre Umgebung auf den neusten Stand bringen können.

Eine weitere wichtige Liste ist List of Failover Cluster Packages Updated After the Release of Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 (SP1).

Die Installation von Windows Server 2008 R2 SP1 und Patches im Cluster

Die Installation von SP1 oder sonstigen Patches für Windows Server 2008 R2 in einem Cluster ist nicht komplizierter als eine herkömmliche Installation auf normalen Servern. In der Cluster-Verwaltung müssen Administratoren über das Kontextmenü zunächst den Knoten pausieren lassen, den sie aktualisieren wollen. Wie das geht, lesen ist im Technet von Microsoft zu lesen..

Anschließend verschieben Administratoren alle Cluster-Gruppen des Knotens auf einen anderen Knoten im Cluster. Dieser darf jedoch noch nicht aktualisiert sein! Grundsätzlich sollten Patches immer zuerst auf dem passiven Knoten installiert werden.

Vor der Aktualisierung von Cluster-Knoten müssen die Ressourcen auf einen anderen Knoten verschoben werden.
Vor der Aktualisierung von Cluster-Knoten müssen die Ressourcen auf einen anderen Knoten verschoben werden.
(Bild: Thomas Joos)
In der Befehlszeile lassen sich mit cluster resource alle Ressourcen auf einem Cluster anzeigen. Administratoren sollten zuvor sicherstellen, dass möglichst keine Anwendungen mehr auf dem Cluster-Knoten bereit gestellt sind.

Welche Knoten sind aktiv?

Das heißt: Administratoren überprüfen, welche Knoten nicht aktiv sind und installieren auf diesen die Patches, egal, ob es sich um Aktualisierungen für das Betriebssystem, Cumulative Updates (CU) oder Service Packs (SP) für SQL Server 2012 handelt.

Microsoft stellt für diese Vorgänge ein Skript zur Verfügung, mit dem Administratoren den Vorgang vereinfachen können. Das Skript steht in der Technet zur Verfügung.

Die Cluster-Gruppen für AlwaysOn-Verfügbarkeitsgruppen in SQL Server 2012 müssen nicht verschoben werden. Diese können Administratoren während der Installation eines Updates auf dem aktiven Knoten belassen.

Wo stecken Fehler?

"AlwaysOn"-Verfügbarkeitsgruppen laufen zwar auch im Cluster, hier sollten Administratoren aber nicht eingreifen. Updates für SQL Server 2012 lassen sich auch auf Cluster-Knoten installieren, auf denen AlwaysOn-Verfügbarkeitsgruppen aktiv sind.

Auf jeden Fall sollten Administratoren zuvor die Cluster-Knoten sichern. Das gilt auch für die Cluster-Konfiguration. Außerdem sollten auf einem Cluster keinerlei Fehler vorliegen.

Aus diesem Grund bietet es sich an, zuvor die Ereignisanzeigen auf Fehler hin zu überprüfen. Auch nach der Aktualisierung sollten Administratoren die Ereignisanzeige auf Fehler hin überprüfen und erst dann andere Knoten aktualisieren, wenn der gepatchte Knoten funktioniert.

Jetzt folgt SP1

Als Nächstes muss das SP1 oder die entsprechenden Patches wie auf einem herkömmlichen Server auch installiert werden. Ist die Installation erfolgreich abgeschlossen, ist der Knoten über das Kontextmenü wieder in Betrieb zu setzen.

Anschließend muss der zweite Knoten aktualisiert werden. Dazu verschieben Administratoren auch hier die aktiven Gruppen auf einen anderen Knoten, aktualisieren den Knoten und setzen ihn wieder in Betrieb.

Dynamic Memory und RemoteFX sollte erst allerdings erst dann aktualisiert werden, wenn alle Cluster-Knoten auf SP1 oder dem jeweiligen Patch aktualisiert sind. Diese Funktionen sind neu in Windows Server 2008 R2.

Vorgehen bei kumulativen Updates

Auch Updates von Server-Anwendungen wie SQL Server 2012 lassen sich problemlos auf Clustern installieren.
Auch Updates von Server-Anwendungen wie SQL Server 2012 lassen sich problemlos auf Clustern installieren.
(Bild: Thomas Joos)
Auf diesem Weg installieren Administratoren auch Cumulative Updates und Service Packs für SQL Server 2012. Updates für SQL Server 2012 überprüfen, ob eine Gruppe auf dem Knoten online ist, der eine Installation verhindert. Davon sind vor allem SQL Server-Failover-Cluster betroffen.

SQL Server-Failover-Cluster aktualisieren

SQL Server 2012 unterstützt ein Upgrade des Datenbankmoduls und der Analysis Services auf Failover-Cluster-Knoten unter SQL Server 2005/2008 und 2008 R2. Administratoren können die Aktualisierung über die Benutzeroberfläche oder der Eingabeaufforderung starten.

SQL Server 2012 lässt sich in Cluster installieren.
SQL Server 2012 lässt sich in Cluster installieren.
(Bild: Thomas Joos)
Wenn auf der zu aktualisierenden Instanz keine Volltextsuche und keine Replikationsfunktionen vorhanden sind, werden sie automatisch installiert. So wird ein SQL Server-Failover-Cluster zu SQL Server 2012 aktualisiert:

  • Starten Sie die Installation von SQL Server 2012 über das herkömmliche Installationsmedium.
  • Klicken Sie zum Aktualisieren einer vorhandenen Instanz von SQL Server auf Upgrade von SQL Server 2005, SQL Server 2008 oder SQL Server 2008 R2.
  • Falls Sie zum Neustarten des Servers aufgefordert werden, starten Sie den Server neu.
  • Wenn Sie einen Enterprise-Failover-Cluster aktualisieren, müssen Sie einen Produktschlüssel für SQL Server 2012 Enterprise Edition angeben. Der Produktschlüssel muss für alle Failover-Cluster-Knoten identisch sein.
  • Wählen Sie auf der Seite Instanz auswählen die Instanz von SQL Server aus, die Sie aktualisieren wollen.
  • Auf der Seite Funktionsauswahl sind die zu aktualisierenden Funktionen markiert.
  • Auf der Seite Instanzkonfiguration werden die Felder automatisch aus der alten Instanz aufgefüllt. Sie können auch einen neuen InstanceID-Wert angeben.
  • Während des Upgrades wird auf der Seite Status der Stand der Aktualisierung angezeigt.
  • Wiederholen Sie die Schritte in allen anderen Knoten des SQL Server-Failover-Cluster.

Problembehebung mit dem System Update Readiness Tool

In manchen Umgebungen schlägt die Installation des Service Packs oder von Patches fehl. Administratoren sollten in solchen Fällen versuchen, installierte Antivirenprogramme zu deaktivieren und auch sonst keine Systemsoftware parallel zur Installation zu verwenden. Hilft dies nicht, können sie sich das "System Update Readiness Tool" herunterladen.

Das je nach Version zwischen 100 und 300 MB große Tool installieren sie als Patch auf dem problematischen Computer, um Fehler im internen Servicing-Store zu beheben. Dieser ist ein häufiges Problem, wenn die Installation von Patches oder Service Packs fehlschlägt.

Das Tool gibt es für Windows 7, Windows Server 2008 R2 aber auch für Windows Vista und Windows Server 2008. Sie können das Tool in der aktuellen Version nur dann installieren, wenn noch kein SP1 für Windows Server 2008 R2 oder Windows 7 installiert ist. Sie müssen bei dem Tool nichts weiter tun als es einfach nur zu installieren.

Noch Fragen?

Nach der Installation des System Update Readiness Tool installieren Admins das SP1 erneut. Jetzt sollten keine Fehler mehr auftreten.

Die Logdatei cbs.log findet sich im Verzeichnis des Tool C:\Windows\Logs\CBS. Auch hier sollten keine Fehler oder korrupte Dateien auftauchen. Im Knowledge-Base-Artikel erhalten Sie weitere Informationen, welche Aufgaben das Tool durchführt.

Der Autor:

Thomas Joos ist freier Autor vieler Fachbücker und Artikel. Auf DataCenter-Insider schreibt er seinen eigenen Blog.

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