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Citrix-Produkt-Manager Peter Blum zur Kritik an der fehlenden Unterstützung von AMD-CPUs „Mit dem XenClient trenne ich Persönliches von Geschäftlichem“

| Redakteur: Michael Hase

Citrix brachte im Mai 2010 mit dem „XenClient“ einen Client-Hypervisor auf dem Markt. Allerdings ist die Hardware-Kompatibilität der Software stark eingeschränkt, woran sich viele Kunden stören. Im Interview äußert sich Citrix- Produkt-Manager Peter Blum zu der Kritik und berichtet, wie er selbst den Client-Hypervisor einsetzt.

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Laut Citrix-Produkt-Manager Peter Blum setzen Nutzer den XenClient dazu ein, mehrere Instanzen von Windows auf ihrem Rechner zu betreiben. Bild: Citrix
Laut Citrix-Produkt-Manager Peter Blum setzen Nutzer den XenClient dazu ein, mehrere Instanzen von Windows auf ihrem Rechner zu betreiben. Bild: Citrix
( Archiv: Vogel Business Media )

Beim „Xen-Client“ von Citrix handelt es sich um einen so genannten Bare-Metal-Hypervisor. Die Software wird also nicht wie andere Hypervisor auf einem Host-Betriebssystem installiert, sondern direkt auf der Hardware.

Allerdings ist die Hardware-Kompatibilität des Produkts stark eingeschränkt. So unterstützt der XenClient, der im Mai 2010 auf den Markt kam, bislang nur wenige Geräte und prinzipiell nur PCs mit „Intel vPro“-Chips. Aus Sicht von Kunden, die die Software getestet haben, eignet sie sich deswegen kaum für den produktiven Einsatz.

Im Interview mit Citrix-Produkt-Manager Peter Blum konnte der Client-Experte keine Angaben dazu machen, wann der Hypervisor sich auch auf Rechnern mit AMD-CPUs wird einsetzen lassen. Blum kündigte lediglich an, Citrix werde noch in diesem Jahr für eine Unterstützung von AMD-Grafikkarten sorgen.

Der XenClient steht in der Kritik. Vor allem klagen Anwender darüber, dass die Hardware-Kompatibiltät des Hypervisors eingeschränkt ist und er bislang nur Intel vPro-Chips unterstützt. Wann wird sich das ändern?

Peter Blum: Die größte Hürde ist momentan die fehlende Unterstützung von Nicht-Intel-Systemen. Bis zum Ende des Jahres werden wir Nvidia- und ATI-Grafik-Chips unterstützen.

Anfangs haben wir uns auf die Laptop-Modelle konzentriert, die in großer Stückzahl an Unternehmenskunden verkauft werden. Auf diese Weise sind 25 Geräte auf unsere Kompatibilitätsliste gelangt. Für den meisten Wirbel rund um die Liste haben jedoch Erstanwender gesorgt. Diese Kunden haben andere Bedürfnisse als der typische Nutzer und stellen oft ganz spezifische Anforderungen an ihr System.

Viele Anwender betrachten Client Hypervisor als Antwort auf die fehlende Offline-Fähigkeit virtueller Desktops. Wird der XenClient hauptsächlich deswegen eingesetzt?

Peter Blum: Ich bin überrascht, wie viele Erstanwender ihn nutzen, um mehrere Instanzen von Windows auf einer Maschine laufen zu lassen. Andere nutzen ihn, um Images aus Sicherheitsgründen voneinander zu isolieren oder ein geschäftliches Image abzuriegeln und davon getrennt ein privates in einer Sandbox laufen zu lassen.

Darüber hinaus interessieren sich viele Anwender für die Vorteile, die es der Systemverwaltung bietet, wenn virtuelle Maschinen (VMs) auf einem Client-Hypervisor laufen. Mit einem Hypervisor, der über ein User-Interface verfügt, können Nutzer zum Beispiel selbstständig Images erstellen und verwalten, im Fehlerfall ein System wiederherstellen und ähnliche Dinge tun.

Weiter mit: Wie verhält es sich mit der Lizenzierung...?

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