Zehn-Punkte-Plan von ec4u Expert Consulting

Mindestanforderungen für die Evaluierung von CRM aus der Cloud

| Redakteur: Florian Karlstetter

ec4u definiert Mindestanforderungen für die Marktevaluierung cloud-basierter CRM-Lösungen.
ec4u definiert Mindestanforderungen für die Marktevaluierung cloud-basierter CRM-Lösungen. (© Julien Eichinger - Fotolia.com)

Eine aktuelle Erhebung der Beratungsgesellschaft ec4u hat ergeben, dass Cloud-Alternativen im CRM-Umfeld zunehmend interessanter werden. Jetzt unterstützt das Beratungshaus mit einem Zehn-Punkte-Plan bei der Marktevaluierung.

Das Leistungsprofil von Business-Anwendungen im Allgemeinen, aber auch von CRM-Systemen im Speziellen kann je nach Produktphilosophie und Zielgruppenausrichtung erhebliche Unterschiede aufweisen. Sabine Kirchem, Senior Manager Market Research bei ec4u definiert nachfolgend die Mindestanforderungen für die Auswahl einer cloud-basierten CRM-Lösung.

Allen voran steht eine individuelle Vereinbarung zur Datensicherheit. Dies trifft auf alle Cloud-Lösungen zu, insbesondere aber auch für Services, die mit personenbezogenen Daten arbeiten. So steht beim Thema Cloud Computing an erster Stelle der potenziellen Nachteile nach wie vor die Datenschutzproblematik, gefolgt von dem für Anwender unklaren Speicherort der Daten.

Zurück zur Marktevaluierung: Als ersten Punkt nennt die Analystin ein anforderungsgerechtes Funktionsprofil. Dies betrifft neben der Planung und Realisierung von Kampagnen einschließlich dem E-Mail-Marketing insbesondere das Interessenten-, Kunden-, Aktivitätenmanagement und Berichtswesen.

An zweiter Stelle steht die unmittelbare Einsatzmöglichkeit. So sollte die Lösung gewährleisten, dass die Mitarbeiter praktisch in wenigen Minuten durch Eingabe ihrer Berechtigungen auf wesentliche Informationen wie Verkaufschancen, Kunden, Personen und Aktivitäten zugreifen können.

Weitere wichtige Aspekte sind:

  • Nahtlose Migration von Daten: Alle in anderen Systemen gespeicherten Kontakte, Neukunden, Opportunities usw. müssen sich problemlos über leicht bedienbare Anwenderhilfen in ein CRM aus der Cloud übernehmen lassen.
  • Unkomplizierte Backoffice-Integration: Die Nutzenqualität der Anwendung resultiert wesentlich aus ihrer vollständigen Einbindung in die vorhandene IT-Architektur. Dafür sind vom CRM-Lieferanten XML-basierte Webservice-APIs anzubieten, die für eine einfache Integration sorgen.
  • Mehrsprachigkeit der Anwendung: Um Optionen für einen internationalen Einsatz nutzen zu können, sollte die On Demand-Anwendung in mehreren Landessprachen bereit gestellt werden. Dies schließt die vollständige Unterstützung alle Währungen und Internationalisierungsmöglichkeiten zur Erstellung von Datenfeldern für Rechnungs- und Versandadressen sowie Telefonnummern ein.
  • Einfache Abbildung der bestehenden Geschäftsprozesse: Die CRM-Lösung muss sich einfach in die betrieblichen Abläufe integrieren lassen, deshalb bedarf es vorgefertigter Prozeduren für individuelle Konfigurationen, die von den fachlichen Anwendern im Idealfall selbstständig durchgeführt werden können.
  • Intuitive und leicht bedienbare Oberfläche: Vorteilhaft ist es, wenn die Benutzer der Lösung eine Oberfläche entsprechend dem Umfeld der Desktop-Anwendungen vorfinden. Dies reduziert den Schulungsaufwand und steigert die Akzeptanz.
  • Intelligente Benutzerunterstützung: Notwendig sind für eine effiziente Nutzung und hohe Akzeptanz der Mitarbeiter unbedingt kontextsensitive Hilfen, integrierte Lernprogramme und ein einschränkungsloser telefonischer Support durch den CRM-Anbieter.
  • Skalierbarkeit der Lösung: Unternehmen sind sehr dynamische Organisationen mit hohem Veränderungsgrad. Dies verlangt als Konsequenz auch eine skalierbare CRM-Lösung für die flexible Erweiterungs- bzw. Veränderungsmöglichkeit des Nutzerkreises.

Als letzten wichtigen Punkt nennt die Expertin die Option zur späteren Migration zu einem On-premise-Modell: Damit kann das Anwenderunternehmen sicherstellen, dass es im Falle einer neuen strategischen Positionierung oder aus anderen Gründen problemlos in einen klassischen Inhouse-Betrieb überwechseln kann.

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