​Peakon-Studie

Millennials sind die unzufriedensten Arbeitnehmer

| Autor: Heidemarie Schuster

Im Vergleich zu den Babyboomern und der Generation X finden Millennials weniger Erfüllung in ihrer Arbeit.
Im Vergleich zu den Babyboomern und der Generation X finden Millennials weniger Erfüllung in ihrer Arbeit. (Bild: © iQoncept - stock.adobe.com)

Sie suchen nach neuen Mitarbeitern für Ihr Unternehmen? Dann sind Arbeitnehmer aus der Generation Babyboomer definitiv die richtige Wahl. Eine Studie von Peakon hat das ergeben. Sie sind motiviert, loyal und zufrieden im Job.

Über einen Kamm scheren kann man sie gewiss nicht, trotzdem ist es erstaunlich, wie unterschiedlich sich die Generationen im Allgemeinen in der Arbeitswelt zurechtfinden. Mit dem Eintritt der Generation Z in den Arbeitsmarkt besteht die Arbeitnehmerschaft erstmals aus fünf unterschiedlichen Generationen (Generation Z: 1997-2012; Millennials: 1981-1996; Generation X: 1964-1980; Babyboomer: 1946-1964; Silent: 1928-1945). Deswegen sind Chefs und Personalabteilungen zunehmend gefordert, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der sich jede Generation wohlfühlt. Das Wissen darüber, was die verschiedenen Altersgruppen von ihrer Arbeitswelt erwarten, hilft Unternehmen nicht nur, die einzelnen Gruppen besser zu führen, sondern auch das volle Potenzial ihrer Angestellten auszuschöpfen.

Peakon hat in dem Report „Working Better Together: Erfahrungen und Bedürfnisse einer generationenübergreifenden Belegschaft verstehen“ mehr als 40 Millionen Angestellte aus 125 Ländern befragt. Der Report soll Unternehmen dabei helfen, die Bedürfnisse ihrer Angestellten besser zu verstehen.

Die wichtigen Erkenntnisse für Millennials im Überblick

Millennials – oft beschrieben als eine Generation, die von Leidenschaft und Zielstrebigkeit  angetrieben wird – geben an, dass sie weniger von dem Ziel und der Mission ihres Unternehmens inspiriert sind als ihre Kollegen. Ein Grund dafür könnte sein, dass Millennials dem Thema kritischer und mit höheren Erwartungen gegenüberstehen. 

Vielleicht messen Millennials dadurch ihrer Arbeit auch deutlich weniger Bedeutung zu. In Peakons vergangener Studie „Die 9-monatige Vorwarnung“ wurde sinnvolle Arbeit als ein wichtiger Faktor gegen Fluktuation identifiziert.  

Im Vergleich zu älteren Generationen sind Millennials auch mit ihrem Gehalt am unzufriedensten, wobei die Unterschiede zwischen den Generationen beim Faktor Entlohnung größer sind als bei jedem anderen Faktor. Tatsächlich ist nur einer von fünf Befragten mit seiner Bezahlung zufrieden, wodurch sie sich finanziell schlechter abgesichert fühlen als ihre Babyboomer-Eltern.

Ältere Pendants sind ganz anders

Trotz eines niedrigeren Engagement-Wertes während des Onboardings und der Einarbeitung sind Babyboomer nach drei Jahren die am stärksten motivierte Generation am Arbeitsplatz, wobei das Engagement von Millennials stets geringer ist als von Babyboomern und der Generation X.

Babyboomer sind auch im Vergleich zu ihren jüngeren Kollegen deutlich loyaler und zufriedener. Nach drei Jahren schneiden Babyboomer bei der Frage, ob sie in ihrem aktuellen Job bleiben wollen, höher ab (sie erreichen 0,5 Punkte mehr auf der Skala 0-10). Nach zwei Jahren sind sie weitaus zufriedener und erreichen einen Spitzenwert von 5 Punkten mit einer Differenz von 0,7 Punkten. Babyboomer haben zudem mehr Vertrauen in die von ihrer Führung festgelegten Unternehmensziele und Strategien als Millennials und die Generation X.  

Kasper Hulthin, Mitgründer und Chief Growth Officer von Peakon, sagt: „Unsere Daten zeigen, dass Millennials, die angeblich von Leidenschaft und Sinnsuche angetrieben werden, nicht von der Mission und den Zielen ihres Unternehmens inspiriert werden. Während sich Babyboomer als die loyalste und zufriedenste Gruppe abzeichnen, stehen Millennials an der Schwelle, Babyboomer als die größte globale Arbeitnehmerschaft zu überholen. Falls sich die Millennials-Einstellung weiter bewahrheitet, ist das besonders beunruhigend. Denn Unternehmen haben noch nicht herausgefunden, wie sie die Arbeitswelt auf die Bedürfnisse von Millennials und eine generationsübergreifende Belegschaft zuschneiden können. Unternehmen müssen noch herausfinden, wie sie Arbeit sinnstiftend gestalten und ihre Angestellten besser motivieren können, um jedem die Möglichkeit zu geben, das zu machen, was er am besten kann.”

Weitere Details zum Unternehmen Peakon gibt es hier.

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