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Experten-Kommentar über Windows Intune, die neue cloud-basierte Webkonsole von Microsoft Microsoft Windows Intune ante portas

| Autor / Redakteur: Axel Oppermann * / Florian Karlstetter

Microsoft hat auf der CeBIT 2011 eine Reihe neuer Initiativen, Produkte und Lösungen angekündigt. Ein für die aktuelle Unternehmensstrategie von Microsoft enorm wichtiges Produkt ist Windows Intune, eine cloud-basierte Webkonsole zur Fernadministration verteilter PCs. Ein Kommentar von Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton Group.

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Pro Windows Intune: „Ortsunabhängiges Management von Windows-Clients reduziert Ausfallzeiten“, sagt Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton Group.
Pro Windows Intune: „Ortsunabhängiges Management von Windows-Clients reduziert Ausfallzeiten“, sagt Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton Group.
( Archiv: Vogel Business Media )

Eher beiläufig, und beinahe etwas zu kurz, hat Microsoft auf der diesjährigen Hauptpressekonferenz die Markteinführung eines zentralen Produkts für die zukünftige Gewinnung und Bindung von Kunden und Partnern vorgestellt. Windows Intune soll ab dem 23. März 2011 verfügbar sein. Hierbei handelt es sich um die Kombination von unterschiedlichen Diensten für die PC-Verwaltung. In einem Abonnementmodell, welches in Deutschland ab 11 Euro pro Monat und PC zu beziehen ist, erhalten Anwender

  • eine Antivirus-Lösung,
  • ein Lizenz Management,
  • Monitoring und Alarmierungsfunktionalitäten,
  • Unterstützung bei Updates und Deployments,
  • Remote–Zugriff,
  • ein Rahmenwerk für ein Policy Management

Fokus auf kleine und mittelständische Unternehmen

Der cloud-basierte Teil der Lösung wird auf den Servern von Microsoft betrieben. Auf jedem Desktop, der mit Windows Intune gemanagt werden soll, muss eine lokale Anwendung installiert werden. Optionaler Bestandteil von Windows Intune ist das Add-On „Microsoft Desktop Optimization Pack“ (MDOP). Dies besteht aus sechs lokalen Tools für die Desktopverwaltung, mit denen die Systeme leichter und besser verwaltet werden sollen. Mit MDOP steigen die Kosten pro PC und Monat um einen Euro auf dann 12 Euro.

Ein weiteres „Schmankerl“ ist das im Abonnement enthaltene Upgrade auf Windows 7 Enterprise. Somit erhalten Anwender für 132 Euro im Jahr (bzw. 144 Euro in der MDOP-Variante) ein konsistentes Paket zum Management von PCs, inklusive Upgrade-Rechten auf aktuelle Windows-Client OS-Generationen. Die Rechnungsstellung erfolgt in monatlichen Rhythmus durch Microsoft bei einer Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr.

Windows Intune kann direkt im (bzw. durch das) Unternehmen genutzt oder als Bestandteil eines integrierten Service bei einem IT-Dienstleister gebucht werden. Entscheider in Unternehmen sollten sich ausführlich damit auseinandersetzen, welche Variante – mit oder ohne MDOP – von Intune eingesetzt werden soll. Trotz des vermeintlich attraktiven Preises gilt es den Nutzen der MDOP-Komponenten zu bewerten. Auch gilt es, die unterschiedlichen Angebote der IT-Dienstleister hinsichtlich der eigenen Bedürfnisse zu vergleichen. Es wird empfohlen, einen Anforderungskatalog hinsichtlich Verfügbarkeit, Reaktionszeit und inkludierten Services zu definieren.

Erfahren Sie auf der nächsten Seite, welchen Nutzen Anwender aus Windows Intune ziehen können und für welche Einsatzszenarien sich die Software eignet.

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