Das Office in die Cloud und dann das Ganze in die Box

Microsoft startet beim „Office 2013“ ein neues Vertriebsmodell

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Erstes Quartal 2013

Die neuen Versionen der Bürosuite Office, die im ersten Quartal des kommenden Jahres auf den Markt kommen und insbesondere KMUs ansprechen, werden nur inoffiziell „Office 2013“ genannt wird. Offiziell steht der Name „Office 365“ für die Cloud- und schlicht „Office“ für die On-Premise-Version. Neben zahlreichen technischen Neuerungen, die insbesondere im Kontext von Windows 8 zu sehen sind, denkt Microsoft auch vertrieblich in neue Richtungen, wie die Ankündigung der Zugangscode-Pakete zeigt.

Provisionen

Parallel dazu können Microsoft-Partner Cloud-Produkte von Microsoft auch so verkaufen, wie es bisher üblich war. In diesem Geschäft wird weiterhin eine Abschlussprovision sowie eine Bestandsprovision fällig.

Zuletzt gab es im April Ärger im Channel, als Microsoft die Preise für Office 365 senkte. Etwa ein Jahr nach der Einführung des Wolken-Office konnten sich Neukunden damals über den Preisrutsch von 20 Prozent freuen. Einige Analysten sahen den Rabatt kritischer: „Ein Eimer voll kaltes Wasser ins Gesicht der Early Adopter“, kommentierte beispielsweise Axel Oppermann von der Experton-Gruppe. Diejenigen, die sich gleich zum Marktstart auf Office 365 eingelassen haben, blieben nämlich in den alten Verträgen hängen. Auch im Channel war man teilweise „not amused“, weil mit den Abopreisen auch die prozentual angelegten Provisionen sanken.

„Nase vorn!“-Aktion

Ob ein Zusammenhang zwischen der Channel-Vertriebsaktion „Nase vorn!“ und den gesunkenen Provisionen besteht, kann nur spekuliert werden. Fakt ist hingegen, dass Microsoft bei den Vertriensprovisionen von Office 365 kräftig nachgelegt hat. Bis Ende dieses Jahres gelten erhöhte Partner-Provisionen für jedes Office 356, bei der ein Microsoft-Reseller als Online-Abonnement-Berater eingetragen ist. Im Microsoft-Universum heißen diese Partner of Record (PoR).

Jahresend-Provisionen

Durch die „Nase vorn!“-Aktion stiegen die Cloud-Provision bei Microsoft kräftig.
Durch die „Nase vorn!“-Aktion stiegen die Cloud-Provision bei Microsoft kräftig.
(Microsoft)
Die „Nase vorn!“-Provisionserhöhungen haben es in sich: Auf 50 Prozent Provision sollen Partner unter Berücksichtigung der normalen Vergütungsstaffelung kommen (siehe Grafik).

Je nach verkauftem Lizenzvolumen legt der Redmonder Konzern also 30, 28 oder 27 Prozent oben drauf. Die „Nase vorn!“-Vertriebsförderung gilt zwischen 1. Juli (rückwirkend) und 31. Dezember. Anmelden muss man sich dafür nicht. Die vermittelten Lizenzen werden automatisch für eine Ausschüttung mitgezählt.

Office-Marketplace-Geschäft

Für ISVs (Independent Software Vendors) wird das kommende Office einen eigenen Marktplatz bereithalten, den „Office Marketplace“, der unter www.office.com erreichbar sein wird, so Gronau. Egal ob man die Office-Erweiterungen dort nun „Apps“ oder „Plug-Ins“ nennen mag – es wird sowohl kostenfreie geben, als auch Bezahlinhalte. Microsoft tritt hier – ähnlich wie beim Windows Phone Marketplace als testende Instanz, Qualitätssicherer und Marktplatzbetreiber in Erscheinung. □

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