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Patentstreit um Word endgültig verloren Microsoft muss Millionen-Strafe an i4i berappen

| Redakteur: Katrin Hofmann

Zu 290 Millionen Dollar Entschädigungs-Zahlungen an das kanadische Unternehmen i4i ist Microsoft verurteilt worden. Im Rahmen des Streits ging es um ein Patent, das Microsoft in Word integrierte.

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Microsoft – hier abgebildet ist der Redmond Campus – hat nicht das erste Mal Patent-Streitigkeiten.
Microsoft – hier abgebildet ist der Redmond Campus – hat nicht das erste Mal Patent-Streitigkeiten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Streit von David gegen Goliath hat wie in der biblischen Erzählung der kleinere der Gegner den Sieg davongetragen. Wie das Nachrichten-Portal ZDNet.de mit Verweis auf eine Mitteilung von Reuters berichtet, wies der Oberste Gerichtshof der USA eine Revision Microsofts zurück. Der Redmonder Konzern muss jetzt 290 Millionen US-Dollar Strafe an das Unternehmen i4i bezahlen.

i4i, eine Software-Firma aus Toronto, hatte Microsoft 2007 wegen Nutzung eines auf XML basierenden Verfahrens in der Textverarbeitungs-Software Word verklagt. Ende 2009 hatte ein Texanisches Gericht der Klage stattgegeben, Microsoft war allerdings mit Unterstützung von Unternehmen wie Apple, Google und Verizon in Berufung gegangen.

Der Oberste Gericht wies Reuters zufolge die Forderung Microsofts nach niedrigeren Standards, um die Unrechtmäßigkeit von Patent-Forderungen belegen zu können, zurück. Vielmehr müssten klare und überzeugende Beweise vorliegen.

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