Suchen

Initiative der Open Source Business Foundation Microsoft arbeitet mit Open-Source-Anbietern an offenen Cloud-Standards

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Die Open Source Business Foundation setzt sich für offene Standards in der Cloud ein: Fünf Mitgliedsunternehmen haben jetzt die Open Cloud Business Initiative (OCBI) ins Leben gerufen. Neben Open-Xchange, Suse Linux, Talend und Zimory gehört dazu auch Microsoft.

Firmen zum Thema

Andreas Urban (Microsoft, li.), Richard Seibt (Mitte) und Ricco Deutscher (beide OSBF) stellen die Open Cloud Business Initiative vor.
Andreas Urban (Microsoft, li.), Richard Seibt (Mitte) und Ricco Deutscher (beide OSBF) stellen die Open Cloud Business Initiative vor.

Wer bei Facebook oder Google Plus ein Profil anlegt, tritt damit automatisch Verwertungsrechte seiner Daten an die Sozialen Netzwerke ab. Allein diese Praxis widerspricht nach Ansicht der Open Source Business Foundation (OSBF) dem Prinzip einer offenen Cloud. „Nur der Nutzer selbst hat ein Recht an seinen Daten“, betont Richard Seibt, Vorstandsvorsitzender der OSBF.

Der Verband mit 160 Mitgliedern, zu denen nicht nur Open-Source-Unternehmen zählen, sieht vor allem die Notwendigkeit, offene und allgemein anerkannte Standards für Public Clouds zu etablieren. Fünf Unternehmen aus dem Kreis der OSBF haben daher jetzt die Open Cloud Business Initiative (OCBI) ins Leben gerufen.

Die Initiative richtet sich freilich nicht primär gegen Facebook oder Google. Vielmehr wollen die Unternehmen das Prinzip der Offenheit, das für die Open-Source-Bewegung grundlegend ist, auch im Cloud Computing verankern.

Wahlfreiheit statt einseitiger Abhängigkeit

Offenheit sei dabei kein Selbstzweck, sondern stelle „für Unternehmen einen Geschäftsnutzen“ dar, erläutert Seibt. Es gehe darum, Wahlfreiheit zu ermöglichen und einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden. Beim Wechsel von einem Service-Provider zu einem anderen müsse gewährleistet sein, „dass der Nutzer seine Daten rückstandsfrei aus einer Cloud herausbekommt".

Konsequent berücksichtigt die OCBI nicht nur technische Aspekte einer Open Cloud, sondern konzentriert sich ebenso auf soziale und rechtliche Rahmenbedingungen. Gründungsmitglieder sind neben den Open-Source-Unternehmen Open-Xchange, Suse Linux, Talend und Zimory auch der Software-Konzern Microsoft. Als Basis für die künftige Arbeit definieren die Mitglieder sechs Prinzipien.

Die Prinzipien der Open Cloud Business Initiative

  • 1. Alle User- und Metadaten eines Services werden in einem offenen Standardformat dargestellt.
  • 2. Die Funktionalität eines Services wird über offene Standard-Schnittstellen bereitgestellt.
  • 3. Jeder Service-Konsument kann den Service ohne jede Diskriminierung nutzen.
  • 4. Eigentums- und Zugriffsrechte legt der Benutzer für alle Daten selbst fest.
  • 5. Der Service-Provider achtet die Rechte an den Daten des Benutzers.
  • 6. Alle Veränderungen und Erweiterungen von Open-Cloud-Services werden durch eine Community abgestimmt – mittels geeigneter Prozesse und einer geeigneten Infrastruktur.

Lesen Sie mehr darüber, was die Open Cloud Business Initiative an konkreten Schritten plant.

(ID:30187320)