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IT-BUSINESS Executive-Talk Michael Voos, PCS: „Intelligente Systemhäuser setzen auf die Cloud“

| Redakteur: Michael Hase

Der Executive-Talk unserer Schwester-Publikation IT-BUSINESS mit Damian Sicking geht in die zweite Runde: Michael Voos, Vorstandsvorsitzender der PCS AG, appelliert an Systemhäuser, sich mit Cloud Computing auseinanderzusetzen. Ansonsten werde es ihnen schwerfallen, ihre Kunden zu halten.

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PCS-Geschäftsführer Michael Voos (l.) erklärt im Executive-Talk mit Moderator Damian Sicking, wie Fachhändler über White-Label-Modelle ins Cloud-Business einsteigen können.
PCS-Geschäftsführer Michael Voos (l.) erklärt im Executive-Talk mit Moderator Damian Sicking, wie Fachhändler über White-Label-Modelle ins Cloud-Business einsteigen können.
(Bild: IT-BUSINESS)

Eindringlicher könnte Michael Voos, Vorstandsvorsitzender der PCS AG, kaum an die Systemhäuser appellieren: Wer heute keine Cloud-Services ins Portfolio aufnimmt, dem werde es morgen schwerfallen, bestehende Kundenkreise zu halten oder neue aufzubauen. Der Chef des Solinger Software-Anbieters PCS ist zweiter Gast beim Executive-Talk mit Damian Sicking.

Seinen Appell begründet Voos damit, dass sich auf Anwenderseite gerade die Art und Weise ändert, IT-Infrastruktur zu nutzen. Mittelständische Systemhäuser sollten daher ihr Geschäft umstellen und sich auf das Cloud-Modell einlassen. „Der klassische Weg, Server-Infrastruktur zu verkaufen, ist nicht mehr das, was die Kunden heute wollen“, beobachtet der Software-Experte. Wer einmal Services aus der Cloud genutzt habe, der könne sich gar nicht mehr vorstellen, „selbst Blech zu betreiben“.

Der PCS-Chef kann die Vorbehalte von Resellern gegenüber der Cloud zwar nachvollziehen, weil sie „ihr komplettes Geschäftsmodell umstellen“ müssten. Daraus ergeben sich aus seiner Sicht aber auch Chancen: Weil sich die Einnahmeströme beim Cloud Computing von einmaligen Zahlungen hin zu monatlichen Gebühren verschieben, sind laut Voos „die Kundenbindung viel stärker und intensiver und die Cross-Selling-Möglichkeiten viel größer“.

White-Label-Modell

Doch nicht jedes Systemhaus ist in der Lage, ein eigenes Rechenzentrum aufzubauen und zu betreiben. Für diese Fachhändler bietet der Microsoft-Partner PCS eine Reihe von White-Label-Services an, die die Partner unter eigenem Namen an ihre Endkunden verkaufen können. Das am meisten nachgefragte Angebot ist Voos zufolge der „Online-Worker“. Dabei handelt es sich um einen virtuellen Windows-Arbeitsplatz, auf dem Kunden ihre eigenen Anwendungen installieren können.

Aktuell arbeiten die Solinger mit gut 35 Systemhauspartnern zusammen, die an den verkauften Cloud-Services mit einer Marge von bis zu 30 Prozent partizipieren. Cloud Computing bildet inzwischen den Schwerpunkt der PCS AG.

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