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Online-Umfrage zum CeBIT-Kompendium „Backup & Recovery“ von Storage-Insider.de, Teil 8

Manche Backup-Jobs verkürzen sich mit Flash-Speicher um den Faktor Acht

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Welche Vorteile bietet die Integration von Flash in einer Backup-Strategie? Macht Fusion-io mit Iomemory etwas anders hinsichtlich Backup oder Redundanz?

Schrader: Wenn Flash statt SATA oder SAS als Speicher implementiert wird, ist es viel besser für Backups geeignet als eine herkömmliche Festplatte, denn ermöglicht es die Implementierung von Redundanz auf Geräte-Ebene, statt auf Systemebene.

Bei Fusion-io enthält jedes Gerät das sogenannte „Adaptive Flashback“, welches Flash am Erase-Block-Level selbst heilt und tilgt. Das bedeutet, dass Teile von Flash komplett ausfallen können und das Gerät dennoch wie gewohnt seinen Betrieb fortsetzt, lediglich mit einer geringfügig kleineren Kapazität.

Wenn im Gegensatz dazu ein Plattenlaufwerk in einem 7+1 RAID-5 ausfällt, muss ein Siebtel der Kapazität ersetzt und wiederhergestellt werden, um wieder die volle Redundanz zu erreichen. Wenn in diesem Wiederherstellungs-Fenster ein weiteres Plattenlaufwerk ausfiele, käme es zu einem katastrophalen Datenverlust. Mit Flash-Geräten, in denen die Redundanz direkt eingebaut ist, ist dies kein Problem.

Gibt es einen Grund, warum Langzeit-Backups und Archivierung nicht von Backup-Software übernommen werden sollte?

Schrader: Ja, mehrere Gründe. Während die Problemstellung ähnlich ist, ist der Anwendungsbereich unterschiedlich. Backup-Software dient dazu sicherzustellen, dass kritische Kundendaten in einem vorher festgelegten Zeitfenster von Datenverlust- und Wiederherstellung gesichert wird.

Diese Fenster werden in der Regel in Stunden oder einer einstelligen Anzahl von Tagen gemessen. Backup-Software befasst sich zudem grundsätzlich mit einer einstufigen Backup-Sicherung, z. B. langsame Festplatten oder Bänder.

Die Archivierung kümmert sich um die permanente Aufbewahrung von Daten über Jahre und Jahrzehnte. Zwangsläufig kommt es zu längeren Zeitfenstern bei der Aufbewahrung sowie zusätzlichen Speicherebenen, wie etwa Festplatten, Bänder, CD/DVD/Blu-ray. Die Archivierung muss außerdem den Wandel in der Technologie und den Datenformaten in den jeweiligen Zeitfenstern mit berücksichtigen.

Trotz der Ähnlichkeiten und beachtlichen Überlappungen gibt es insofern wichtige Unterschiede, welche Backup-Software und archivarische Software grundsätzlich definieren und unterscheiden

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